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Steine wider das VergessenSchüler unterstützen das Kunstprojekt





Steine wider das VergessenSchüler unterstützen das Kunstprojekt
17. November 2012, 00:08 Uhr
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Der Künstler Gunter Demnig hat das Projekt initiiert und verlegt europaweit in den Städten die Stolpersteine. Foto: Heike Theobald

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Die Steine erinnern in der Gymnasialstraße 7 an Max, Norma und Marianne Heymann.

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Diese vier Steine liegen in der Hospitalstraße 13 in St. Wendel. Es sind Gedenksteine für Auguste, Babetta, Lina und Frieda Reinheimer. Fotos (2): Eberhard Wagner

St. Wendel. Zusammen mit dem Landkreis St. Wendel verlegt der Verein "Wider das Vergessen und gegen Rassismus", Marpingen, zum zweiten Mal Stolpersteine in St. Wendel. Nachdem am 9. April des vergangenen Jahres in einer ersten Aktion elf Stolpersteine verlegt wurden, folgen nun am Montag, 19. November, ab 10.30 Uhr neun weitere
St. Wendel. Zusammen mit dem Landkreis St. Wendel verlegt der Verein "Wider das Vergessen und gegen Rassismus", Marpingen, zum zweiten Mal Stolpersteine in St. Wendel. Nachdem am 9. April des vergangenen Jahres in einer ersten Aktion elf Stolpersteine verlegt wurden, folgen nun am Montag, 19. November, ab 10.30 Uhr neun weitere.

Durch die zweite Verlegung von Stolpersteinen vor weiteren sechs Anwesen in der Kreisstadt wird nun an insgesamt 20 ermordete jüdischen St. Wendeler Bürger erinnert. Das teilt Eberhard Wagner, Vorsitzender des Marpinger Vereins, mit. Die Kreisstadt St. Wendel unterstützt die Aktion dadurch, dass sie die Verlegestellen vorbereitet.

1933 wohnten 136 jüdische Bürger in St. Wendel, von denen sich eine beträchtliche Zahl durch Flucht in das damalige Palästina retten konnte. Mindestens 33 von ihnen verloren jedoch im Laufe der Shoa ihr Leben, nur weil sie Juden waren. Wie viele der 136 St. Wendeler Juden von 1933 den Holocaust überlebt haben, weiß man auch heute noch nicht genau.

Von 27 der Ermordeten sind die letzten frei gewählten Wohnsitze in der Kreisstadt bekannt. Davor können Stolpersteine verlegt werden.

Das europaweite Kunstprojekt Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig hält das Gedenken an Vertreibung und Ermordung der Juden, der Sinti und Roma, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig. Indem der Künstler im Bürgersteig vor den letzten frei gewählten Wohnorten der Opfer zehn mal zehn Zentimeter große Gedenksteine aus Messing mit den Namen und den persönlichen Daten der Getöteten einbringt, bewahrt er diese Menschen vor dem Vergessen. Die Passanten sollen im Geiste darüber stolpern.

Die Verlegung beginnt um 10.30 Uhr vor dem Haus Mommstraße 11, danach folgen Brühlstraße 9, Hospitalstraße 32, Beethovenstraße 10, Bungertstraße 5 und Alsfassener Straße 74. Die Bevölkerung ist dazu eingeladen.

Es wird eine Broschüre mit den Daten der Ermordeten herausgegeben, die am Tag der Verlegung verteilt wird und die man beim Landkreis und dem Verein "Wider das Vergessen und gegen Rassismus" erhalten kann. In dieser Broschüre findet man neben den Verlegestellen auch die Namen der 33 jüdischen St. Wendeler, die im Holocaust ermordet wurden.

Diese Liste ist wahrscheinlich noch nicht vollständig und es bedarf noch einiger Nachforschungen, um alle während der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten jüdischen Bürger der Kreisstadt namentlich zu benennen. red

widerdasvergessen.de

Nohfelden. Am Montag, 19. November, ab 15.30 Uhr verlegt der Kölner Künstler Gunter Demnig in Bosen, Gonnesweiler und Sötern die ersten Stolpersteine in Gedenken an Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Der Auftakt erfolgt vor dem ehemaligen Haus Lion, Nohfelden-Bosen, Bostalstraße 62. Mit der Aktion "Stolpersteine" möchten die Veranstalter, die Gemeinde Nohfelden, die Gesamtschule/Gemeinschaftsschule Türkismühle und das Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel, ein Zeichen wider das Vergessen setzen. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", so Gunter Demnig, der das Projekt Stolpersteine vor über zehn Jahren ins Leben gerufen hat. Demnigs Intention ist unter anderem, den NS-Opfern, die in den Konzentrationslagern zu Nummern degradiert wurden, ihre Namen zurückzugeben. Inzwischen liegen über 32 000 Stolpersteine in über 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. Stolpersteine sind kleine Messingplatten auf Pflastersteinen, die vor dem letzten, frei gewählten Wohnort der Verfolgten ebenerdig in den Gehweg eingelassen werden.

Eine 14-köpfige Schülergruppe der Gesamtschule/Gemeinschaftsschule Türkismühle recherchierte gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe im Adolf-Bender-Zentrum jüdische Schicksale aus ihren Heimatorten, die während der NS-Zeit deportiert und ermordet wurden. Besonders bewegt hat die Gruppe die Geschichte der Kinder, zum Beispiel die der Lotte Koschelnik. Ihrer Nachbarin gab sie vor der Deportation eine Puppe in Obhut. Dies war das letzte Mal, dass sie ihre Freundin gesehen hat. Lotte, damals 13 Jahre alt, wurde mit ihrer Mutter Johanna Hedwig Koschelnik und ihrem Bruder Friedrich 1943 ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert und ermordet. Die Spur ihrer Schwester Leonore verlor sich bereits ein Jahr zuvor im Konzentrationslager Riga. Insgesamt werden für vier Familien in Bosen, Gonnesweiler und Sötern Stolpersteine in den Gehweg eingelassen.

Um 17.30 Uhr ist Gedenkfeier mit Vorstellung des Projektes durch die Schülergruppe, Lesung und Theaterstück in der Gesamtschule/Gemeinschaftsschule Türkismühle. Die Bevölkerung ist eingeladen, an der Verlegung der Stolpersteine in der Gemeinde Nohfelden teilzunehmen. red

Informationen beim Adolf-Bender-Zentrum, Telefon (0 68 51) 8 08 27 90.

adolf-bender.de

Auf einen Blick

Die Stolpersteine in der Gemeinde Nohfelden werden am Montag verlegt und zwar: 15.30 Uhr, Bostalstraße 62, Bosen, vier Stolpersteine für die Familie Lion; 15.55 Uhr, Nahetalstraße 31 bis 32, Gonnesweiler, fünf Stolpersteine für die Familien Hirsch/Kahn; 16.20 Uhr, Hauptstraße 47, Sötern, sechs Stolpersteine für die Familie Wolf; 16.45 Uhr, Hauptstraße 55, Sötern, vier Stolpersteine für die Familie Koschelnik. Anschließend findet gegen 17.30 Uhr eine Gedenkfeier in der Gesamtschule statt. red



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Stolpersteine gegen das VergessenDas Schicksal der Kahns und Hirschs

St. Wendel. Zehn Zentimeter groß sind die neun Gedenksteine, die bei der zweiten Verlegeaktion in St. Wendels Bürgersteigen eingelassen wurden. Sie erinnern an den letzten frei gewählten Wohnort von Menschen, die von den menschenverachtenden Nationalsozialisten (NS) vertrieben, gequält und getötet worden sind. Rückblick: Im Jahr 1933 lebten 136 jüdische Bürger in St. WendelMehr
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