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Fischereiverband versöhnt sich mit Hubert Ulrich





Aschbach
Fischereiverband versöhnt sich mit Hubert Ulrich
Von  Sebastian Dingler, 
20. März 2017, 02:00 Uhr
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Wer seine gefangenen Fische auch verwerten will, darf unbeschwert angeln. Foto: Jens Wolf/DPA

Foto: Jens Wolf/DPA
Die Kritik der Tierschutzorganisation PETA an Angel-AGs in Schulen war eins der Themen bei der Jahreshauptversammlung des Fischereiverbands Saar.

Harmonie zwischen den teilnehmenden Parteien prägte die Jahreshauptversammlung des Fischereiverbands Saar (FVS), die am Samstag in der Mehrzweckhalle des Lebacher Ortsteils Aschbach stattfand. Neben Vertretern von CDU, SPD, Linke und FDP war auch der saarländische Grünen-Chef Hubert Ulrich gekommen. Er sorgte für versöhnliche Worte, nachdem es in der Vergangenheit zu Unstimmigkeiten gekommen war. Grund war der Streit um die Kooperation des FVS mit Schulen, die Schülern den Angelsport näher bringen sollte. Radikale Tierschützer der Organisation PETA hatten die Schulleiter dazu aufgefordert, die Angel-Arbeitsgemeinschaften aufzugeben.

„In dem Zusammenhang hatten sich alle politischen Kräfte im Saarland für den FVS starkgemacht – außer den Grünen“, berichtete Verbandspräsident Andreas Schneiderlöchner. Der ehemalige Staatssekretär Klaus Borger (Grüne) habe gesagt, das sei eine private Sache der Schulen und der Eltern. „Im Nachhinein hat Hubert Ulrich sich dafür bei mir entschuldigt“, so Schneiderlöchner. Ulrich sagte am Samstag bei der Hauptversammlung: „Was die Sache mit den Angel-AGs betrifft, kann man auch als Grüner nur den Kopf schütteln – da wurde kräftig überzogen.“ In dieses Horn stieß auch Umweltminister Reinhold Jost (SPD), der den etwa 80 Anwesenden zurief: „Diejenigen, die glauben, sie müssten euch erzählen, wie Tierschutz funktioniert, hätten einen einfachen Blick ins Gesetz tätigen können, um sich davon zu überzeugen, dass insbesondere der Fischereiverband in dieser Frage überhaupt keinen Nachholbedarf hat.“

Zum anderen von PETA angeprangerten Thema, dem Fangen und anschließendem Wiederaussetzen von Fischen, sagte der Minister: „Wer von Anfang an nur im Sinn hat, einen möglichst dicken Fisch rauszuziehen, um damit zu posieren, ohne dass er den Fisch tatsächlich verwerten will, der verstößt gegen Recht und Gesetz.“ Schneiderlöchner sah das im persönlichen Gespräch ebenso; es gäbe aber auch Situation wie diese: „Ein Angler fängt plötzlich einen richtig großen Fisch, hat aber nur ein, zwei Personen zuhause, die Fisch essen wollen. Dann muss es dem Angler möglich sein, den Fisch wieder zurückzusetzen.“ Im Tierschutzgesetz sei verankert, dass man einen „vernünftigen Grund“ haben muss, um einen Fisch zu fangen. Im saarländischen Fischereigesetz stehe, dass man keinen Fisch fangen darf in der Absicht, ihn wieder zurückzusetzen. Aus Sicht des FVS ist das aber nicht der Fall, wenn der Angler einen Fisch herauszieht, den er gar nicht haben wollte. „Nach meinem Verständnis – und ich bin ja Jurist – ist es durchaus möglich, dass ich diesen Fisch noch einmal zurücksetzen kann“, sagte Schneiderlöhner. Im weiteren Verlauf der Versammlung informierte der Vorsitzende, dass er am 5. Mai zur Wahl des Präsidenten des Deutschen Angelfischer-Verbands antreten wird. Der Vorstand wurde anschließend einstimmig entlastet, der Haushaltsplan 2018 genehmigt.




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