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Riskantes Experiment



Apropos
Riskantes Experiment
19. Oktober 2016, 02:00 Uhr
Mathias Winters
SZ-Redakteur
Mathias Winters
Foto: Robby Lorenz

War vorher so quasi zum Fernseh-Ereignis des Jahres hochgejubelt worden. Ein geradezu klassisches Drama mit Gerichtsverhandlung und einer globalen Geschworenengruppe: Ein Pilot der deutschen Luftwaffe schießt ein Passagierflugzeug mit 161 Menschen an Bord ab. Damit verhindert er, dass die Terroristen, die die Maschine gekapert haben, sie in ein Stadion steuern, wo 70 000 Menschen sterben würden. Ist der Pilot schuldig oder nicht schuldig? Das ist die Frage bei „Terror – Ihr Urteil“. Nach den Plädoyers von Staatsanwältin und Verteidiger durften die Zuschauer entscheiden. Gut sechs Millionen Menschen haben sich das angeschaut. Etwa jeder zehnte davon soll abgestimmt haben, meldete die ARD am Dienstag. Anscheinend hatte es technische Probleme gegeben, sodass viele, die wollten, nicht Daumen hoch oder runter zeigen konnten.

Vielleicht ein Wink des Schicksals. Volksabstimmungen in juristischen oder sogar Grundrechts-Fragen darf kein zu hoher Stellenwert zugestanden werden. 86,9 Prozent nannte das Erste als Anteil der Leute, die „unschuldig“ gestimmt haben. Um die 60 Prozent sind es in Theatern, wo das Stück gespielt wird. Auch das ist noch eine so deutliche Mehrheit, dass die Entscheidung klarer und einfacher aussieht, als wir sie uns machen dürfen.

Wenn das „Experiment“, wie das Fernsehstück auch genannt wurde, als Denkanstoß wirkt, ist es gut. Wenn Lautsprecher und Populisten es für ihre Zwecke nutzen, dann ist das Experiment missglückt.

 

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