ALLESPROFIS.DE - Profis für alle Lebenslagen
Sie sind hier: HomeSaarlandSaarlouisStadt DillingenStadtteil Dillingen

Schwertransport mit logistischer Meisterleistung





Dudweiler/Saarbrücken
Ein Schauspiel der faszinierenden Art
Schwertransport mit logistischer Meisterleistung

Von Michèle Hartmann und Frank Bredel,  18. Mai 2013, 00:00 Uhr
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Ein Nadelöhr für den Schwertransport aus Dudweiler war das Viadukt in der Trierer Straße in Saarbrücken. Aber auch hier ging alles glatt. Weit nach Mitternacht erreichte der gewaltige Konvoi die Schwerlast-Verladestelle an der Saar. Fotos: Becker & Bredel
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Faszinierend sind die Transportfahrzeuge der Spedition Kübler. Acht Räder kommen auf jeweils eine von insgesamt 18 Achsen. 120 Tonnen Gewicht lassen sich so fortbewegen. Foto: ll Foto: ll
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Selbst über der Straße hängende Ampeln und Schilder mussten dem Schwertransport vor übergehend weichen.
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Von der Firma Leffer aus geht die Fracht nach Südkorea.
Ein Schwertransport mit Übermaß und extremem Gewicht wälzte sich am späten Donnerstagabend von Dudweiler an die Saar in der Saarbrücker City. Nichts wurde hier dem Zufall überlassen.
Es mangelte nicht an Schaulustigen, als sich am Donnerstagabend gegen 21.30 Uhr ein Schwertransport mit außergewöhnlichen Dimensionen an der Firma Leffer in Dudweiler Richtung Autobahn in Bewegung setzte. Weiträumig abgeriegelt hatte die Polizei den Weg, der die kostbare Fracht zunächst bis zur Schwerlast-Verladestelle an der Saar (Bürgerpark) bringen sollte. Von dort geht die Reise weiter nach Antwerpen und dann nach Südkorea zu einer Bohrinsel. In etwa vier Wochen ist das Ziel erreicht. Die drei gigantischen von dem weltweit operierenden Unternehmen Leffer hergestellten Behälter wurden auf Spezialfahrzeugen der Spedition Kübler aus Schwäbisch Hall transportiert.

Solche Tieflader haben insgesamt 18 Achsen, wobei sich auf jede Achse acht Räder verteilen, erklärte Transportleiter Nicolas Grimm der SZ. 120 Tonnen Gewicht bringe das schwerste der drei Behältnisse auf die Waage. Grimm erzählte zudem, dass lange vor dem Transport eine Streckenbegehung stattgefunden und man dabei jede Kurve ausgemessen habe. Der Transport an die Saar war eine logistische Meisterleistung. Schon in Dudweiler wurde der normale Fahrweg auf den Kopf gestellt. Die drei Tieflader mit Pendelachse fuhren nämlich Richtung Neunkirchen auf die Autobahn auf, um dort quasi als „Geisterfahrer“ auf der von der Polizei gesperrten Strecke nach Saarbrücken zurückzufahren. Am Rodenhof ging es durch eine Öffnung in den Leitplanken in die Grühling straße und am Eurobahnhof vorbei zum Ludwigsberg. Der Kreisverkehr am Eurobahnhof musste eigens mit Stahlplatten verstärkt werden, um für die extrem schweren Fahrzeuge gefahrlos passierbar zu sein. Auch Verkehrsinseln wurden von den drei Transportfahrzeugen einfach überfahren, wobei dies ein technisch sehr interessanter Teil der Aktion war und viele begeisterte Zuschauer anlockte: Die Achsen der Schwertransporter werden hydraulisch einzeln angehoben oder abgesenkt, sodass die Last immer im Lot bleibt und die Bordsteinkanten der Verkehrsinseln kein ernstes Hindernis darstellen. Die monströse Last wackelte nicht einmal, als die Anhänger über die Kanten fuhren.

Das nächste Nadelöhr war das Viadukt am Ludwigsberg. Hier bogen die Tieflader vom Rodenhof kommend zunächst rechts ab zur Camphauser Straße, um dann rückwärts unter dem Brückenbogen hindurchzufahren. Per Hubsteiger wurde von oben kontrolliert, dass die Ladung nirgends aneckt. Ebenso filigran ging es dann zur Schwerlast-Verladestelle am Bürgerpark. Und damit war das erste große Etappenziel erreicht. Drei Kranwagen warteten bereits, um am frühen Freitagmorgen mit den Verladearbeiten auf mehrere Schiffe zu beginnen.

Dudweiler/Saarbrücken

Harte Zeiten für Falschparker

Leser-Reporter Stefan Prauss hat sich in der SZ-Redaktion gemeldet, weil er ganz aktuell eine Vermutung hat. Mehr
Dudweiler/Saarbrücken

Harte Zeiten für Falschparker

Leser-Reporter Stefan Prauss hat sich in der SZ-Redaktion gemeldet, weil er ganz aktuell eine Vermutung hat. Mehr
Oberthal

Kurve bremst Schwertransport aus

Plötzlich eine Ampelanlage am Ortseingang von Oberthal. Passanten, die neugierig an der Hauptstraße stehen und ihre Fotokameras zücken. Was war da gestern Morgen denn los? Mehr



Teilen und diskutieren

Kommentieren Sie diesen Beitrag über Facebook, Twitter oder Google+:

FACEBOOK
GOOGLE+
TWITTER



Anzeige
Neu für Vereine:
SaarZeitung

Termin melden

Text schicken
Lokalausgabe Dillingen
Jetzt die SZ lesen:

ANZEIGE
Tipps
Anzeige