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Rundweg am Bostalsee war Thema im Gemeinderat Nohfelden





Gonnesweiler/Nohfelden
Politiker sehen ein Glaubwürdigkeits-Problem
Rundweg am Bostalsee war Thema im Gemeinderat Nohfelden

Von SZ-RedakteurinMelanie Mai,  18. Mai 2013, 00:00 Uhr
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HorstBarth
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Udo Recktenwald
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SteffenSchopper
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MichaelDietz
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SabineJung
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AndreasVeit
Die mögliche nächtliche Sperrung des Rundweges am Bostalsee beschäftigt auch die Mitglieder des Gemeinderates Nohfelden. In der Sitzung am Donnerstagabend sprachen sich die Mitglieder parteiübergreifend für eine durchgehende Offenhaltung des Weges aus.
Steffen Schopper von der UBNN zeigte sich keck, als er in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend die Sperrung des Rundweges am Bostalsee mit dem Bau der Berliner Mauer in Verbindung brachte. In Anlehnung an das berühmte Zitat von Walter Ulbricht, dem damaligen Chef des Zentralrates der SED, sagte Schopper: „Niemand hat die Absicht, einen Zaun zu errichten.“ Und sieht damit, genau wie die Mehrheit im Gemeinderat, ein „Glaubwürdigkeits-Problem“. Schließlich habe es, so der Tenor im Rat, von Anfang an immer geheißen, der Rundweg bliebe vom Bau des Ferienparkes unberührt. Jetzt wird Center-Parcs die Möglichkeit eingeräumt, den Rundweg nachts in der Zeit von Mitternacht bis 5 Uhr (im Winter von 23 bis 6 Uhr) zu schließen (wir berichteten).

Angestoßen hatte das Thema Sabine Jung von der SPD. Sie berichtete von „großem Unmut in der Bevölkerung“, gar von erbosten Bürgern, weil der Rundweg nachts gesperrt werden darf – „weil das so nicht vereinbart war“. Auch der Bosener Ortsvorsteher Horst Barth (SPD) fürchtet um seine Glaubwürdigkeit. Denn ihm persönlich sei schon vorgehalten worden, dass er nicht die Wahrheit sage. „Aber uns wurde es auch nie anders gesagt“, verteidigte er sich. Und forderte: „Der Rundweg sollte zu jeder Tageszeit offen bleiben; das haben wir den Bürgern so versichert.“ Sein Stellvertreter Armin Loos sieht gegenüber der SZ gar die Glaubwürdigkeit „von uns kleinen Politikern“ als gefährdet.

Dem stimmt auch Michael Dietz von der CDU zu, auch wenn er in der Sache „eher ein emotionales, denn ein faktisches Problem“ sieht: „Die Zahl derer, die mit einem berechtigten Anliegen zu diesen Zeiten auf dem Seerundweg unterwegs sind, dürfte sich sicher im Rahmen halten.“ Für Angler könne man eine Zutrittsregelung schaffen, Berufspendler mit dem Fahrrad könnten den See in anderer Richtung umfahren. Klar müsse aber sein: „Außerhalb dieser Zeiten ist der Weg offen.“ Er schlägt vor, acht bis zwölf Wochen abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt, wenn der Park eröffnet hat. „Dann sehen wir, wo es tatsächliche Probleme gibt, über die dann gesprochen werden muss“.

Auch Bürgermeister Andreas Veit, der von Seiten der Projektgesellschaft keine Möglichkeit der Einflussnahme sieht, hat schon von den Bedenken der Bürger gehört. Aber auch er sieht darin eher ein emotionales Problem. Denn keiner derer, die ihn angesprochen haben, „sagten, dass sie den Rundweg tatsächlich benutzen“.

Deswegen sieht auch Landrat in dieser Sache eine „Diskussion um des Kaisers Bart“. Denn der Radweg sei in den Zeiten offen, wenn ihn die Bürger nutzen. „Mir ist nicht bewusst, dass das Bedürfnis besteht, in der Nacht den Rundweg zu nutzen.“ Deshalb sieht er keinen Handlungsbedarf, zumal es bei Veranstaltungen wie dem Seefest Ausnahmeregelungen geben könne. Könne ihm aber jemand glaubhaft nachweisen, dass er in der Nacht das 1,2 Kilometer lange Teilstück des Weges nutzen muss, „dann werden wir eine Lösung finden“.

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