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Zum Ende der Ausstellung „Worte im Fluss“ nach dem Jägersburger Strandfest wird diesmal nicht jede künstlerische Arbeit wieder abgebaut





Jägersburg
Ein Kunstwerk bleibt der Gustavsburg erhalten
Zum Ende der Ausstellung „Worte im Fluss“ nach dem Jägersburger Strandfest wird diesmal nicht jede künstlerische Arbeit wieder abgebaut

smi,  09. Juli 2013, 00:00 Uhr
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Künstlerin Katharina Pieper bei der Ausstellungseröffnung im Gespräch mit Jean Larcher. Foto: Michael Schneider Foto: Michael Schneider
Zum Start des 75. Jägersburger Strandfestes fand in diesem Jahr eine Vernissage zu einer Ausstellung der heimischen Künstlerin Katharina Pieper statt. Bis 14. Juli können sich Interessierte noch deren Arbeiten in der Gustavsburg ansehen.
Etwas Besonderes sollte die Ausstellung sein, die zum 75. Jägersburger Strandfest in der Gustavsburg arrangiert wurde. Mit der Ausstellung „Worte im Fluss“ (Schirmherren Minister Ulrich Commerçon und Landrat Clemens Lindemann) mit Arbeiten von Katharina Pieper wurde sie auch wirklich etwas Besonderes. Das wurde schon bei der Vernissage deutlich.

„So viele Leute habe ich noch nie bei einer Vernissage zu Beginn des Strandfestes erlebt“, sagte Waldemar Glas, der schon viele Veranstaltungen als Ehrenamtlicher des Heimat- und Verkehrsvereins betreut hat. Entsprechend stolz war Gustl Altherr, der Vorsitzende dieses Jägersburger Vereins. Mit Katharina Pieper ist eine Mitbürgerin aus dem Ort für diese Ausstellung gewonnen worden. Mehr noch: „Sie wohnt wenige hundert Meter von der Gustavsburg entfernt“, verriet Altherr.

„Worte im Fluss“ werde bis Sonntag, 14. Juli, im Saal der Gustavsburg gezeigt. Wenn danach die Exponate wieder abgenommen werden, bleibe eines der Werke der Gustavsburg nicht nur erhalten, es ist bereits ein Teil von ihr. An der zum Schlossweiher hin gelegenen Längswand des Saales findet sich jetzt ein Wandspruch, der Hundertwasser zugeschrieben wurde, im Grunde aber von Dom Helder Camara stammen soll: „Wenn einer alleine träumt, ist es nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, ist das der Anfang einer neuen Wirklichkeit.“ Mit prägnanten Buchstaben, wie sie einer guten Kalligrafie eigen sind, hatte Katharina Pieper dieses Zitat auf die Wand geschrieben, wo es von jetzt an ein Blickfang sein wird.

Spontan trat Ansgar Hoffmann vor die zahlreichen Gäste, als Françoise Mathis-Sandmaier in ihrem Einführungsvortrag erwähnt hatte, dass es zu diesem Zitat eine Melodie gibt. Hoffmann sang die Zeilen des Sinnspruches A Cappella, sehr zur Freude der Gäste. Françoise Mathis-Sandmaier ging in ihrem Vortrag erst auf das bildnerische Schaffen von Katharina Pieper ein. Im Umgang mit Farben und Arbeitsmitteln habe sie stets ein Höchstmaß an Disziplin walten lassen. Bald habe sie das Zweidimensionale verlassen und das räumliche Schaffen entdeckt.

Dies werde besonders bei den kalligrafischen Arbeiten deutlich, denen sich Katharina Pieper mit der selben Perfektion widme, die auch das Arbeiten mit Farbe, Papier oder Leinwand auszeichne. Gleiches gelte für eine neue Facette der künstlerischen Arbeit Piepers, sandgestrahlte Plexiglas-Platten nämlich. Mathis-Sandmaier regte an, diese aus Platzgründen nicht in der Gustavsburg gezeigten Arbeiten in einer Folge-Ausstellung vorzustellen. Ein Vorschlag, dessen Umsetzung der starke Applaus nachhaltig empfahl. Von Oberbürgermeister Karlheinz Schöner erfuhren die Gäste, dass die schmucken Einträge im Goldenen Buch der Stadt Homburg Arbeiten von Katharina Pieper sind und dass Ehrengästen, die sich eintragen durften, die Kalligrafie sehr gefallen habe.

Die Gespräche mit Katharina Pieper und Jean Larcher drehten sich immer wieder um die Kunst des schönen Schreibens, die noch kein Computerprogramm je erreicht hat.

Die Ausstellung in der Gustavsburg ist bis Sonntag, täglich von 15 bis 18 Uhr, geöffnet.




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