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Sängerin Pe Werner spricht im SZ-Interview über ihren Auftritt in Dillingen





Dillingen
Weihnachtskonzert der anderen Art
Sängerin Pe Werner spricht im SZ-Interview über ihren Auftritt in Dillingen

Von  Carolin Merkel, 
29. November 2016, 02:00 Uhr
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Intensive Probenarbeit des SEO in der Hochschule für Musik in Saarbrücken. Foto: Carolin Merkel Foto: Carolin Merkel
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Pe Werner

Am Donnerstag, 8. Dezember, kommt ihr großer Auftritt mit Pe Werner im Lokschuppen, doch bis dahin gibt es noch viel zu tun für die Mitglieder des Silent Explosion Orchestra (SEO). 15 junge Männer probten sechs Stunden lang in Saarbrücken.

Es ist ein sonniger Herbstsamstag, viele Menschen zieht es in die Stadt zum Einkaufsbummel.

Doch für Kevin Naßhan und die Mitglieder des Silent Explosion Orchestra (SEO) gibt es an diesem Tag nur ein Ziel: Die Hochschule für Musik (HfM) in Saarbrücken. Dort proben die 15 jungen Männer gute sechs Stunden, arbeiten sich durch 25 Stücke, die sie zusammen mit Pe Werner am Donnerstag, 8. Dezember, im Dillinger Lokschuppen spielen werden.

Unter dem Motto „Ne Prise Zimt“ gastiert die beliebte deutsche Sängerin in der Hüttenstadt, wird musikalisch von SEO unterstützt. Die jungen Musiker, Musikstudenten und Profimusiker, haben sich vor gut drei Jahren auf das von Naßhan initiierte Experiment „Big Band“ eingelassen und seither in zahlreichen Konzerten für Begeisterung beim Publikum gesorgt. Das blieb auch Susanne Wachs vom Saarländischen Rundfunk nicht verborgen, sie brachte das Orchester als Künstlerbegleitung mit Pe Werner zusammen.

„Wir haben ein sehr abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm vor uns, freuen uns sehr, dass wir diese Möglichkeit bekommen“, sagt Schlagzeuger Naßhan. Er hat in der Probe die Leitung übernommen und ist überaus kritisch mit den Musikern. Nach einem ersten Durchspielen der Stücke geht es an die Feinarbeit.

„Ihr müsst mehr phrasieren und auch beim Improvisieren bitte nicht alle gleichzeitig laut werden“, erklärt er und gibt erneut den Einsatz zu „Ne Prise Zimt“, dem Stück, das dem Programm den Namen gibt. „Das müssen wir natürlich besonders schön spielen, schließlich ist es das Lieblingsstück von Pe Werner“, betont er.

„Ihr müsst aufpassen, dass ihr nicht weglauft und die Saxofone müssen noch weicher klingen, bei euch waren die Achtel noch zu flott“, bemerkt Naßhan und auch nach sechs Stunden intensiver Probenarbeit sind die Musiker absolut motiviert und konzentriert bei der Sache.

Dann endlich, nach dem letzten Stück, die Probe ist zu Ende, die Musiker packen erschöpft, aber zufrieden ein.

Noch einmal, verrät Naßhan, wird so ein ganzer Probentag eingelegt, dann steht erstmals Manfred Honetschläger, Arrangeur und Dirigent der HR-Bigband, vor den jungen saarländischen Musikern und wird, das erklärt Naßhan, noch intensiveren Feinschliff an die Band legen. „Am Konzerttag werden wir noch ein paar Stücke einspielen, ich denke, das klappt dann“, sagt Naßhan, für den Musik Beruf und Berufung ist. Deshalb hat er sich auch auf das Zusammenspiel mit Pe Werner eingelassen „Das Schöne am Programm ist, dass sie es komplett selbst geschrieben hat, es ist authentisch. Es ist weihnachtlich, weicht aber von allen sonstigen Programmen total ab, ist einfach etwas ganz anderes und das schafft eine unglaubliche Motivation bei mir und in der Band“, sagt er. Frau Werner, was verbinden Sie mit dem Saarland?

Werner: Oh, wo soll ich da anfangen? Da sind meine Freunde, das gute Essen, die Herzlichkeit der Menschen, mein Friseur in Klarenthal, dutzende Zwischenstopps beim Saarländischen Rundfunk, Mondnächte auf der SR 3-Sommeralm und viele beglückende Konzerte.

Was bedeutet Weihnachten und die Vorweihnachtszeit für Sie persönlich?

Werner: In der Regel Arbeit. Meist komme ich erst kurz vor dem Heiligen Abend dazu, den Weihnachtsschmuck aus dem Keller zu holen. Aber die Grundausstattung in Form von vier Kerzen, Kugeln und Tannengrün ist immer ein Muss.

Wie kam es zu diesem Programm?

Werner: Ich habe mich über Jahre über das immer gleiche Weihnachtslieder-Repertoire im Radio ereifert. Auf allen Wellen von morgens bis abends „Last Christmas“. Vor zwei Jahren sagte meine Freundin Susanne dann zu mir: „Mach's doch besser.“ Da fing ich an, darüber nachzudenken, wie es wäre, neue Winter- und Weihnachtslieder zu schreiben. Als ich dann von der Bigband des hessischen Rundfunks als Gast-Sängerin für deren „Swinging Christmas“ Konzerte engagiert wurde, schlug ich vor, ein Showkonzept mit neuen Songs zu realisieren. So entstand die CD „Ne Prise Zimt“ und dieses Live-Programm. Übrigens wird Manfred Honetschläger von der HR-Bigband, der alle Arrangements für dieses Projekt geschrieben hat, in Dillingen das Dirigat haben.

Ist das Programm auch was für Weihnachtsmuffel?

Werner: Auf jeden Fall. Es ist ein unterhaltsames Programm, das swingt, bewegt und verbal auf die Schippe nimmt. Im Song „Das Weihnachts-ABC“ heißt es zum Beispiel: A – es muss das Fest der Liebe sein. B – Du musst Brandschutz versichert sein...“

Eine junge Musikertruppe, das Silent Explosion Orchestra (SEO) zusammen mit Pe Werner auf der Bühne – wie funktioniert so etwas?

Werner: Im SEO hat sich eine Bigband aus Musikstudenten zusammengefunden. Sie haben im Vorfeld das Notenmaterial erhalten und werden eine Probe mit dem Arrangeur haben.

Wenn ich am 8. Dezember anreise, werden wir ein paar Stücke miteinander anspielen und dann wünsche ich uns allen kurz vor acht hinter der Bühne „guten Flug“ – dann werden wir alles geben in Sachen Tuten und Blasen und das Publikum unterhalten.

Worauf freuen Sie sich am 8. Dezember am meisten?

Werner: Es ist immer etwas Besonderes vor einem so großen Klangkörper stehen zu dürfen. Ich freue mich auf einen „be-swingten“ Abend und vor allem auf das grandiose Saarländer-Publikum.

Warum darf niemand das Konzert verpassen?

Werner (lacht): Na, weil die Musiküsse jung sind und das Geld brauchen.

 

Zum Thema:

 

Auf einen Blick Das Silent Explosion Orchestra (SEO) unter der Leitung von Kevin Naßhan gastiert gemeinsam mit Pe Werner und ihrem Programm „Ne Prise Zimt“ am Donnerstag, 8. Dezember, um 20 Uhr im Lokschuppen in Dillingen. Die Karten kosten zwischen 17 und 22 Euro, ermäßigt 13 Euro (Kategorie 3). Kartenvorverkauf: Alle Vorverkaufsstellen von Ticket Regional oder beim Kulturamt der Stadt Dillingen unter Telefon (0 68 31) 70 92 47. cim



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