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Integrationsprojekt der Zukunftswerkstatt Dillingen vermittelt jungen Flüchtlingen Umweltbewusstsein





Dillingen
Integration, die Früchte trägt
Integrationsprojekt der Zukunftswerkstatt Dillingen vermittelt jungen Flüchtlingen Umweltbewusstsein

Von  Carolin Merkel, 
02. Dezember 2016, 02:00 Uhr
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Die Übergabe der Streuobstwiese, ein Projekt der Zukunftswerkstatt mit dem TGBBZ Dillingen, wurde zu einem kleinen Fest. Foto: Carolin Merkel

Foto: Carolin Merkel
16 junge Männer aus Syrien, Eritrea und Afghanistan haben 30 Obstbäume auf einer neu angelegten Streuobstwiese gepflanzt. Das Projekt wurde von der Zukunftswerkstatt initiiert.

„So kalt war es auch, als wir die Bäume gepflanzt haben. Doch die Schüler haben dem Wetter getrotzt und gleich mehrere Stunden gearbeitet, bis die insgesamt 30 Obstbäume alle ihren Platz gefunden haben“, erzählte Christine Wagner von der Zukunftswerkstatt Dillingen im Rahmen der feierlichen Übergabe der Streuobstwiese hinter der Eissporthalle in Dillingen.

Auch am Montagmorgen war es trotz Sonnenschein richtig kalt, Wagner, Bildungsreferentin, aber vor allem auch die gute Seele der Zukunftswerkstatt, verteilte eifrig Handschuhe an die jungen Männer. „Ich weiß, wenn ich ihnen Geld gebe, schicken sie es lieber nach Hause, als sich Handschuhe zu kaufen“, erklärte sie.

Die 16 jungen Flüchtlinge aus Syrien, Eritrea und Afghanistan, die an dem Projekt „Fruchtzwerge und Obstriesen“ am TGBBZ in Dillingen beteiligt waren, besuchen die Vorbereitungsklasse, Schwerpunkt ist, wie Klassenlehrerin Isthar Greiner erklärte, der Spracherwerb. Im Rahmen der Integration hat sie zusammen mit einer Werkstattklasse im Berufsgrundschuljahr dieses gemeinsame Projekt angestoßen. „Ich finde es gerade auch für die Flüchtlinge wichtig, dass sie lernen, wie wichtig das Pflanzen von Bäumen ist. Dazu gehört sicherlich nach einiger Zeit die Ernte, aber auch der Sauerstoffgewinn ist ein sehr wichtiger Aspekt. Das ist ein Inhalt, der ihnen in ihren Herkunftsländern nicht vermittelt wurde“, sagte sie. „Ich kenne Petra Stein von der Zukunftswerkstatt schon länger, zusammen entstand die Idee, eine Streuobstwiese anzulegen. Dafür konnte ich auch sofort meinen Schulleiter begeistern“, erzählte Greiner. Auch er war gekommen, um sich die 30 neuen Bäume anzuschauen. „Es ist ein tolles Projekt. Hier erlernen die Jugendlichen, welchen Einfluss sie selbst auf ihre Umwelt haben. Sie haben dafür körperlich gearbeitet und werden auch weiterhin für die Bäume Sorge tragen“, erklärte Werner Thiel. Künftige Unterstützung sagte auch Benjamin Kiehn von der pro WIN-Pro Nature Stiftung zu. „Es ist wichtig, dass Umweltschutz aus der Bevölkerung entsteht, dass alle mit ins Boot genommen werden und so das ökologische Denken gefördert wird“, erklärte er.

Unterstützung vom Minister

„Auch ich war gleich Feuer und Flamme für das Projekt, als die Zukunftswerkstatt vor einem Jahr angefragt hat. Hier spielt die Nachhaltigkeit, aber auch integratives Arbeiten eine große Rolle. Nach dem Start mit der essbaren Stadt am Odilienbrunnen ist dies ein weiterer guter Schritt für Dillingen. Und es ist ein Projekt, das schon bald Früchte trägt“, erklärte Bürgermeister Franz-Josef Berg.

Umweltminister Reinhold Jost sagte ebenfalls weiterhin seine Unterstützung zu. Er freute sich mit Rudi Peter, der auch mit 90 Jahren den Weg auf die Weise auf sich genommen hatte, einen „Kämpfer und Überzeugungstäter für die Umwelt der als bestes Beispiel für die jüngere Generation dient“, begrüßen zu dürfen. Gemeinsam mit den Schülern wurden Holztafeln, die im Werkunterricht angefertigt wurden, angebracht. Da momentan kein Obst an den Bäumen wächst, sorgten die Schüler mit Äpfeln und Birnen aus Papier, auf denen sie ihre Wünsche formulierten, für ein buntes Bild auf der neuen Streuobstwiese.



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