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Saarbrücker Feuerwehr rückt zu "Atom-Einsatz" aus





Saarbrücker Feuerwehr rückt zu "Atom-Einsatz" aus
27. März 2013, 00:16 Uhr
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Mit Schutzanzügen und Geigerzähler ausgerüstet untersucht die Saarbrücker Feuerwehr das ominöse Kästchen. Foto: Becker & Bredel

Saarbrücken. Passanten in der Saarbrücker Fußgängerzone vor dem Hauptbahnhof trauten ihren Augen nicht: Gestern Vormittag ist die Saarbrücker Berufsfeuerwehr mit einem kompletten Löschzug, Schutzanzügen und Geigerzählern zur Messung von Radioaktivität angerückt. Der Grund: In einer Anwaltskanzlei in der Karl-Marx-Straße wurde hochgiftiges Plutonium vermutet


 
Saarbrücken. Passanten in der Saarbrücker Fußgängerzone vor dem Hauptbahnhof trauten ihren Augen nicht: Gestern Vormittag ist die Saarbrücker Berufsfeuerwehr mit einem kompletten Löschzug, Schutzanzügen und Geigerzählern zur Messung von Radioaktivität angerückt. Der Grund: In einer Anwaltskanzlei in der Karl-Marx-Straße wurde hochgiftiges Plutonium vermutet. Ein Rechtsanwalt, der für einen 61-jährigen Mann die gerichtliche Betreuung übernommen hat, hatte bei dessen Wohnungsauflösung ein Schmuckkästchen mit einem kupferfarbenen Draht gefunden, dessen Inhalt er sich nicht erklären konnte. Er nahm es mit in seine Kanzlei und fragte nach, was es damit auf sich habe. Der 61-Jährige gab an, es handele sich um Plutonium. Daraufhin alarmierte der Anwalt Polizei und Feuerwehr. Mit Spezialkleidung und Strahlenmessgeräten ausgestattet räumte diese die Kanzlei. Das Gebäude wurde für die Öffentlichkeit gesperrt. Personen, die in der Kanzlei gewesen waren, wurden auf Radioaktivität hin untersucht. Es wurde jedoch bei niemandem eine Verseuchung festgestellt. Das Kästchen wurde genau unter die Lupe genommen. Auch hier konnte die Feuerwehr keine Radioaktivität feststellen. "Der Einsatz konnte dann sehr schnell beendet werden", gab die Polizei bekannt. Der alte Mann sei "geistig verwirrt", hieß es.

Wer die Kosten des Einsatzes zu tragen hat, werde untersucht, sagte Polizeisprecher Horst Peter Schäfer. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen. Im Einsatz waren mehrere Spezialfahrzeuge für Strahlenschutz und allein 14 Feuerwehrleute. Auch die Polizei und ein Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes waren vor Ort. Die Einsatzkräfte waren schließlich erleichtert darüber, dass sich der Alarm als Fehlalarm entpuppte. bub



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