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Plastik-Embryos im Briefkasten





Plastik-Embryos im Briefkasten
Von SZ-Redaktionsmitglied Sonja Riedel,  14. August 2010, 00:06 Uhr
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten. sn-Embryomodell

Das Modell eines zehn Wochen alten Embryos. Solche Püppchen sollen kommende Woche an alle Haushalte im Land verschickt werden.Foto: Durchblick

Saarbrücken. Mit einer provokanten Aktion will der Verein Durchblick darauf aufmerksam machen, dass auch das ungeborene Kind bereits ein vollwertiger Mensch sei. Von Dienstag, 17. August, an will der Verein an alle Haushalte im Saarland mit der Tagespost ein Modell eines Embryos im Alter von zehn Wochen verschicken


 
Saarbrücken. Mit einer provokanten Aktion will der Verein Durchblick darauf aufmerksam machen, dass auch das ungeborene Kind bereits ein vollwertiger Mensch sei. Von Dienstag, 17. August, an will der Verein an alle Haushalte im Saarland mit der Tagespost ein Modell eines Embryos im Alter von zehn Wochen verschicken. Diese Aktion werde allein durch Spenden finanziert und koste 63 000 Euro, sagt Vereinsvorsitzender Thomas Schührer.

Der Verein Durchblick kommt aus Baden-Württemberg, besteht seit 1997, hat nach eigenem Bekunden einen katholischen Hintergrund und ist grundsätzlich gegen Abtreibungen. Zusätzlich zu dem Verschicken der Embryomodelle stellten die Mitglieder gestern in der Saarbrücker Bahnhofstraße 1278 Paar Kinderschuhe auf. Die Zahl entspricht den Abtreibungen, die im vergangenen Jahr saarländische Frauen vornehmen ließen, wie das statistische Landesamt auf SZ-Anfrage bestätigte.

In Deutschland dürfen Frauen bis zum Ende der zwölften Schwangerschaftswoche strafffrei abtreiben lassen, wenn sie vorher an einer staatlich anerkannten Beratung teilgenommen haben. Diese Beratung geht Thomas Schührer nicht weit genug. Auf der der Internetseite von Pro Familia, so Schührer, könne man etwa lesen, "dass bei einer Abtreibung nur Schwangerschaftsgewebe entfernt wird, aber es ist nicht bloß ein Zellklumpen, es ist Leben." Der katholische Verein wolle darauf aufmerksam machen, dass bei jeder Abtreibung ein Mensch getötet werde.

Bei der CDU stößt der Verein damit durchaus auf positive Resonanz.

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