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Patrick Wilhelmy spricht über das religiöse Treffen Nightfever für Jugendliche in Saarlouis





Kirche von einer anderen Seite kennenlernen
Patrick Wilhelmy spricht über das religiöse Treffen Nightfever für Jugendliche in Saarlouis

16. Mai 2013, 00:00 Uhr
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Patrick Wilhelmy
Nightfever heißt ein religiöses Treffen für Jugendliche am Pfingstsonntag in Saarlouis. Patrick Wilhelmy, Religionslehrer am Max-Planck-Gymnasium Saarlouis und Vorsitzender der Verbandes der katholischen Religionslehrer an Gymnasien im Bistum Trier, erklärt, um was es geht. Mit ihm sprach SZ-Redakteur Johannes Werres.


 
Herr Wilhelmy, was ist Nightfever?

Wilhelmy: Dieses Motto spielt ein bisschen an auf den bekannten Filmtitel Saturday Night Fever. Es geht dabei darum, dass Jugendliche die Möglichkeit haben sollen, Kirche von einer anderen Seite her kennenzulernen. Nightfever erinnert in diesem Zusammenhang ein bisschen an Disco.

Was genau machen Sie?

Wilhelmy: Pfingsten ist in der christlichen Kirche das Fest des Heiligen Geistes. Thema ist die Glaubensaussage, dass der Geist Begeisterung auslösen soll. So, wie das in der Bibel in der Apostelgeschichte geschildert wird. Diese Begeisterung versuchen wir, mit Jugendlichen in einer Feier, die ein anderes Konzept hat als ein üblicher Gottesdienst, rüberzubringen. In der Zeit zwischen 18.30 Uhr und 22 Uhr ist die Ludwigskirche am Großen Markt offen. Jeder kann kommen, jeder kann gehen. Es gibt musikalische Beiträge, es gibt Textbeiträge, mit Chören, mit Bands, mit Gebeten. Eine ganz offene Veranstaltung für alle Konfessionen, für alle Religionen. Dass in so einer Nacht ein bisschen heißer gefeiert wird als an einem Sonntag, das soll der Begriff Nightfever aussagen. Fieber erinnert ja schließlich auch an Feuer, wie sie bereits in der Apostelgeschichte zu Pfingsten als Zungen über den Jüngern erschienen sind.

Was erwartet die Jugendlichen?

Wilhelmy: Ab 18.30 Uhr gibt es einen Gottesdienst, der von Schülern mitgestaltet wird. Konkret meine Klasse 5b des MPG. Ab 19 Uhr finden im Stundenrhythmus musikalische Beiträge und textliche Beiträge statt. Von 20 Uhr bis 21 Uhr gibt es ein Taizé-Gebet. Von 21 bis 22 Uhr spielt darüber hinaus meine Band The GAP-Project unsere eigenen Kompositionen.

In der Ankündigung zu Nightfever ist auch von Kerzen die Rede. Was planen Sie?

Wilhelmy: Gedacht ist daran, dass Schüler nach dem Gottesdienst Erwachsenen in Saarlouis, auch in der Altstadt, Kerzen schenken, die sie dann in der Kirche anzünden sollen. Mal sehen, ob das klappt. Ich weiß noch nicht, welche Schüler sich dazu bereit erklärt haben. Davor liegt ja doch eine Hemmschwelle. Aber vielleicht ergibt sich ja was.

Soll Nightfever wiederholt werden?

Wilhelmy: Mit traditionellen Gottesdienstformen erreicht man Jugendliche nur noch sehr schwer. Mit solchen Veranstaltungen, die im Saarland anderswo schon weiter fortgeschritten sind, möchte man die Kirche als einen Raum zeigen, der nicht nur für ältere Menschen da ist. Also denken wir an eine Fortsetzung.

Das alles erinnert an die noch junge Tradition des „anderen Gottesdienstes“ in St. Ludwig.

Wilhelmy: Ja, es ist so ähnlich. Es geht immer darum, dass die Hemmschwelle, in einen Kirchenraum zu treten, einfach zu vermindern. In Saarlouis ist diese Hemmschwelle zum Glück noch nicht so ausgeprägt, aber wahrnehmbar. In manchen anderen Regionen des Saarlandes ist das ganz anders.

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