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Völklinger Vereine erklären sich zahlungsunfähig – Stadtrat berät in eigenem Unterausschuss weiter





Völklingen
Geheimverhandlungen über Fußball-Rabatt
Völklinger Vereine erklären sich zahlungsunfähig – Stadtrat berät in eigenem Unterausschuss weiter

Von  Bernhard Geber, 
01. Dezember 2016, 02:00 Uhr
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Die Stadt erfüllte bisher auch gerne den Wunsch nach Kunstrasenplätzen. Foto: dpa

Foto: dpa
Völklinger Fußballvereine fordern Rabatt bei der Schuldenbremse. Nach eigenen Angaben können sie den fälligen Energiekosten-Beitrag nicht zahlen. Nun wird hinter verschlossenen Türen weiterverhandelt.

Einige Völklinger Fußballvereine gehen nach eigenen Angaben finanziell auf dem Zahnfleisch. Sie haben gegenüber der Stadtverwaltung geltend gemacht, sie könnten den dieses Jahr fälligen Eigenanteil für die Energiekosten auf den Plätzen und in den Clubheimen nicht aufbringen. Und Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) hat diesen Sachverhalt bereits im Kern bestätigt. Vor rund 14 Tagen wurde dann in nichtöffentlicher Sitzung des zuständigen Stadtratsausschusses für Grundstücks- und Gebäudemanagement (GGM) über einen Rabatt verhandelt.

Vorerst sickerte nichts durch. Aber SPD-Sprecher Erik Roskothen griff dann das Thema in einem anderen Zusammenhang auf. In einem Plädoyer für die Rettung der Kunstschule Kassiopeia meinte Roskothen, die gebremste Beteiligung der Fußballvereine an den Energiekosten („zirka 20 000 Euro“) und der Handstreich beim Bolzplatz Fürstenhausen („zirka 35 000 Euro“) zeigten, dass es Spielräume gebe (die SZ berichtete).

„Noch keine Entscheidung“

Roskothen erweckte damit den Eindruck, dass der Rabatt für die Fußballer bereits beschlossene Sache sei. Wir haben im Rathaus nachgefragt und erhielten folgende Antwort: Der GGM-Werksausschuss habe in seiner Sitzung am 17. November beschlossen, für das Thema „Energiekostenbeteiligung der Fußballvereine“ einen Unterausschuss zu bilden. Dieser Unterausschuss habe bisher einmal getagt. Entscheidungen seien noch keine getroffen. Insbesondere sei noch nicht entschieden, ob es zu einer Rücknahme der diesjährigen 20-prozentigen Erhöhung der Energiekostenbeteiligung komme. Ein weitergehender Erlass stehe nicht zur Diskussion, ließ Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) über seinen Pressesprecher Uwe Grieger mitteilen.

Meinung:

Die Macht des Beispiels

Von SZ-Redakteur Bernhard Geber

Bei anderen Vereinen und Initiativen in Völklingen wie der Kunstschule Kassiopeia geht's schon ans Kaputtsparen. Da sollte sich der Stadtrat sehr genau überlegen, ob er bei Fußballclubs die Schuldenbremse lockert. Die wussten seit 2013, was auf sie zukommt, aber nahmen es anscheinend nicht ernst. Sozusagen als Trostpflaster sollen nun 50 000 Euro für ein Landesturnfest in Völklingen herbeigezaubert werden. Es bleibt die Frage, ob man das Geld nicht besser für eine beständige Förderung heimischer Vereine verwendet.

Zum Thema:

Hintergrund Rund ein Dutzend Fußballvereine zählt man derzeit in Völklingen. Früher spendierte ihnen die Stadt nicht nur die Sportanlagen, sondern auch die Kosten für den laufenden Betrieb. Dies sollte sich mit der vom Stadtrat im Jahr 2013 beschlossenen Schuldenbremse ändern. Schrittweise sollten die Vereine die Energiekosten übernehmen: 2014 zu 40, 2015 zu 60, 2016 zu 80, 2017 dann zu 100 Prozent. Dies sollte im Endeffekt eine Ersparnis von rund 100 000 Euro pro Jahr für die Stadtkasse erbringen. er



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