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Ausstellung im Haus der Union Stiftung: Joachim Ickrath zeigt drei unterschiedliche Serien von konstruktivistischen Gemälden





Saarbrücken
Klare Strukturen, Farben und geometrische Formen
Ausstellung im Haus der Union Stiftung: Joachim Ickrath zeigt drei unterschiedliche Serien von konstruktivistischen Gemälden

Von  Nicole Baronsky-Ottmann, 
01. Dezember 2016, 02:00 Uhr
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Joachim Ickrath vor einem seiner Arbeiten. Foto: Stiftung/Harald Kiefer

Foto: Stiftung/Harald Kiefer
Der gebürtiger Berliner Joachim Ickrath studierte Kunst in Basel und Berlin und hat sich schon früh dem Konstruktivismus verschrieben. Seit 1989 lebt er als freischaffender Künstler im Saarland.

Das Jahr 2016 muss für Joachim Ickrath ein sehr inspirierendes und arbeitsreiches gewesen sein. Denn in seiner aktuellen Ausstellung im Haus der Union Stiftung zeigt er (fast) nur Gemälde aus diesem Jahr – und die sind alle von einer großen Genauigkeit und Klarheit gekennzeichnet. Joachim Ickrath, gebürtiger Berliner, der in Basel und Berlin Kunst studierte, und seit 1989 als freischaffender Künstler im Saarland lebt, hat sich schon früh dem Konstruktivismus verschrieben, jener Kunstrichtung, die eine streng gegenstandslose Stilrichtung ist, mit einem einfachen geometrischen Formenvokabular. Und so zeichnen sich auch die Gemälde von Joachim Ickrath durch klare Strukturen, Farben und geometrische Formen aus. Dass diese Stilrichtung sehr vielseitig sein kann, beweist diese Ausstellung. Denn Joachim Ickrath zeigt drei ganz unterschiedliche Serien von konstruktivistischen Gemälden. Eine Serie besteht aus schmalen, längsrechteckigen Leinwänden, auf die er im Untergrund einfache geometrische Formen gelegt hat. Darüber malt er ineinander verschränkte Umrisse von Würfeln und Quadern in kontrastierender Farbe. Das scheinbare Durcheinander der geometrischen Formen wird durch die transparenten, geometrischen Figuren in eine reizvolle Beziehung gesetzt. Eine weitere Serie ist sehr viel einfacher und klarer aufgebaut. Hier setzt Joachim Ickrath lediglich geometrische Flächen nebeneinander, mit einer dicken, schwarz-grauen Linie voneinander getrennt. Das ist erstmal unspektakulär, aber die gedämpften Farben der Flächen und die eindeutige Gliederung mittels der Kontur erinnern an die Mystik von Kirchenfenstern. Die dritte Serie ist die außergewöhnlichste. Denn hier trägt Joachim Ickrath auf einen farbigen Untergrund mit einer Feder horizontal und vertikal filigrane, unterbrochene Linien auf. Und da er die Farbe der Linien wechselt, ergeben sich hier flirrende Farbverläufe in einem regelmäßigen, geometrischen Muster – und das fasziniert.

„Neue Arbeiten 2016 von Joachim Ickrath“. Eine Ausstellung im Haus der Union Stiftung, Steinstraße 10, 66115 Saarbrücken. Geöffnet bis 9. Dezember, Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 17 Uhr und Freitag von 8.30 bis 15 Uhr.


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