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Pflegebeauftragter Laumann: „Jährlich mindestens 20 000 Kräfte zusätzlich“





Saarbrücken
Nach wie vor Mangel an Pflegepersonal
Pflegebeauftragter Laumann: „Jährlich mindestens 20 000 Kräfte zusätzlich“

Von  Udo Lorenz, 
29. November 2016, 02:00 Uhr
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Karl-Josef Laumann

Von Januar 2017 an soll sich für pflegebedürftige Menschen einiges verbessern. Das größte Problem aber, das wurde gestern beim Saarbrücker Pflegekongress erneut klar, bleibt, überhaupt genügend Pflegekräfte zu finden.

Vom nächsten Jahr an heißt es dank Pflegereform Schluss mit Minutenpflege, ausufernder Bürokratie und immer höheren Zuzahlungen bei neuen Pflegeeinstufungen in den Altenheimen. Doch die größte Aufgabe der Zukunft lautet weiterhin, mehr Pflegekräfte zu finden. Das hat der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), gestern auf dem 4. Saarländischen Pflegekongress im Saarbrücker Schloss hervorgehoben. Er warb für mehr Achtung pflegebedürftiger Menschen sowie für eine angemessene Bezahlung und höhere Wertschätzung der Pflegekräfte in der Gesellschaft. Dazu forderte er die Zusammenlegung von Alten- und Krankenhauspflegeausbildung sowie die Einrichtung von Pflegekammern als „Lobby für die Pflege“. „Jeder pflegebedürftige Mensch braucht einen anderen Mensch, der sich verlässlich um ihn kümmert“, sagte Laumann.

Wegen der wachsenden Zahl älterer kranker Menschen würden künftig jedes Jahr mindestens 20 000 bis 30 000 zusätzliche Pflegekräfte in Deutschland benötigt, betonte er. Ohne die häusliche Pflege von Senioren, die bisher schon etwa zwei Drittel ausmache, müssten insgesamt sogar eine Million zusätzliche Pflegekräfte eingestellt werden. Zu Pflegekräften aus dem Ausland meinte der Regierungsbeauftragte unter viel Applaus: „Ich bin für jeden, der aus dem Ausland kommt, dankbar. Aber Pflege alter Menschen lebt auch von Sprache und Einfühlungsvermögen“. Das sei auch eine Aufgabe für Familie, Nachbarschaft und Ehrenamtler. Zur Attraktivitätsteigerung des Pflegeberufs gehört laut Laumann neben tariflicher Entlohnung in allen Pflegeeinrichtungen auch eine bessere Anerkennung in der Gesellschaft. Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung lobte das Saarland für seine mit an der Spitze stehende Entlohnung der Pflegekräfte.

Saar-Sozialministerin Monika Bachmann (CDU) nannte den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, der vor allem Demenzkranke bei der Pflegeeinstufung besser wegkommen lässt und die gesamte Pflegeversicherung auf eine neue gerechtere Grundlage stellt, einen „Meilenstein“. Aber auch wenn das Saarland eine Vorreiterrolle bei der Verbesserung der Situation von bald 40 000 Pflegebedürftigen und vieler Pflegefachkräfte habe, liege doch „noch viel Arbeit vor uns“.



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