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„Daddy Cool“ heißt die Show über den Pop-Titan mit Saarbrücker Wurzeln – Im März in der Saarlandhalle





Saarbrücken
Ein Musical für Frank Farian
„Daddy Cool“ heißt die Show über den Pop-Titan mit Saarbrücker Wurzeln – Im März in der Saarlandhalle

Von  Marko Völke, 
30. November 2016, 02:00 Uhr
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Das Musical „Daddy Cool“ geht im kommenden Jahr auf Tournee durch ganz Europa und macht am 19. März auch in der Saarlandhalle Station. Foto: VA Foto: VA
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Frank Farian

Der in Saarbrücken aufgewachsene Boney-M.-Schöpfer Frank Farian bekommt jetzt ein eigenes Musical, das europaweit laufen soll. Den Namen für die Mitmach-Show mit viel 70er-Jahre-Popmusik dachte sich ein St. Ingberter aus.

„Daddy Cool“ heißt nicht nur der erste große Hit der Pop-Musikgruppe Boney M., sondern auch ein Musical über deren Produzenten Frank Farian, der lange im Saarland gelebt hat. Am 19. März, 19 Uhr, wird das Stück in der Saarlandhalle Saarbrücken aufgeführt. Bei der Vorstellung der Produktion, zu der Farian aus Miami zugeschaltet wurde, verriet der heute 75-Jährige, dass der Song ursprünglich nur als B-Seite für die Boney-M.-Single „No Woman, no cry“ geplant war: „Wir haben uns eigentlich gar nichts dabei gedacht.“

Die Idee zu dem Titel hatte übrigens Hans-Jörg Mayer, ein langjähriger Mitarbeiter Farians aus St. Ingbert. Damals sei die Band Silver Convention in den USA mit „Fly, Robin, Fly“ gerade auf Platz eins gewesen: „Wir müssen einen simplen Text machen“, schlug Mayer vor.

Ein Wiedersehen zwischen den beiden wird es bei der Saarbrücker Show nicht geben: „Ich war ja schon ein paar Jahre nicht mehr im Saarland und habe auch ein bisschen Heimweh“, sagte Farian. Doch zum einen sei der Jetlag für ihn immer eine schmerzvolle Erfahrung, zum anderen habe er viel zu tun. Zurzeit würden sich die Verhandlungen für einen Milli-Vanilli-Film in der Endrunde befinden. Als bekannt wurde, dass das Pop-Duo seine Lieder nicht selbst gesungen hat, kam es 1990 zu einem Skandal.

Ihre Hits wie „Girl you know it's true“ dürfen dennoch – wie auch die Erfolge von den weiteren erfolgreichen Projekten des Produzenten wie La Bouche („Be my Lover“) und No Mercy („When I die“) – neben vielen Boney-M.-Klassikern ebenfalls nicht in dem Musical fehlen. Dieses feierte 2006 in London Premiere und wurde 2007 in Berlin aufgeführt. Hans-Jörg Mayer hat viele Vorstellungen gesehen. „Das Publikum von 16 bis 80 Jahren war begeistert und stand auf den Stühlen“, blickt er zurück.

2017 möchte nun die Agentur „Frank Serr Showservice“, die seit über 25 Jahren mit namhaften Produktionen unterwegs ist, mit einer Neuauflage von „Daddy Cool“ auf Europatour gehen. Über 100 Termine sind geplant. „Wir haben viel überlegt, wie wir das Thema umsetzen und tourtauglich machen können“, sagt Serr. Die Herausforderung sei gewesen, um die bekannten Songs eine Handlung zu bauen. Schließlich habe man sich für eine (Liebes-)Geschichte entschieden.

Auf rund 3,5 Millionen Euro schätzt Serr die Produktionskosten. Bei der Tournee-Umsetzung arbeite man viel mit LED-Wänden, auf denen Szenen und Filme zu sehen sind. Zudem werde das Publikum in das Bühnen-Geschehen integriert. Die Choreografie übernimmt Annett Schädlich-Hendrix aus Mannheim. In ihrer Arbeit habe sie sich nur stilistisch an den Tanzszenen der Londoner Produktion orientiert: „Die urbanen Stile wandeln sich schnell“, erklärt sie. Auch aktuelle Trends aus dem Hip-Hop- und lateinamerikanischen Bereich möchte sie integrieren.

„Ich bin sehr froh, dass das Musical wieder auf Tour geht“, freute sich Farian. Auch mit 75 könne er sich nicht vorstellen, in Ruhestand zu gehen: „Ich bin sehr unruhig“, sagt er lachend und ergänzt: „Ich würde am liebsten im Studio tot umfallen. Ich kann mir kein Leben ohne meine Musik vorstellen.“ Gerade hat er ein neues Weihnachts-Album für Boney M. produziert. 14 Monate habe er sich dafür in seinem Studio in Florida „gequält“, bis er zufrieden war.

Nicht nur der Tour-Veranstalter hat seinen Sitz in Rieschweiler und damit an der Grenze zum Saarland. Auch die Proben des 22-köpfigen Ensembles finden in der Region im Raum Pirmasens statt. Und so kehrt „Daddy Cool“ quasi wieder in seine Heimat zurück, um von dort erneut Europa zu erobern.



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