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Strauss-Konzert ist fest in Schülerhand





Saarbrücken
Strauss-Konzert ist fest in Schülerhand
Von  Nicole Baronsky-Ottmann, 
21. März 2017, 02:00 Uhr
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Rebecca Pfeil, Lily Carnell-Crocker, Manou Schnabel, Madgalena Anstett, Lora Ganeva (rechts des Tisches, von links), Schüler des Gymnasiums am Schloss planen mit Musiktheaterpädagogin Johanna Schatke (links) und Nicholas Milton das Jugendkonzert „Begegnung mit Richard Strauss“. Foto: Oliver Dietze
Jugendliche der Klassen 10 bis 12 am Gymnasium am Schloss in Saarbrücken kümmern sich um die Moderation und um das Konzept.

Junge Menschen für Musik und Theater zu interessieren, ist für das Saarländische Staatstheater eine wichtige Aufgabe. Daran arbeitet auch Johanna Schatke, Musiktheater- und Konzertpädagogin des SST. „Wir bieten verschiedene Projekte und Werkstätten ganz speziell für Kinder und Jugendliche an. Neu ist unsere Musik-Patenschaft mit dem Gymnasium am Schloss, weil das Gymnasium einen Musikzweig unterhält und ganz in der Nähe liegt“, erklärt sie am Dienstagnachmittag in einem der Proberäume des Theaters. „Und nun bereiten wir unser erstes gemeinsames Projekt vor, ein Jugendkonzert, bei dem die Schüler nicht nur zuhören sollen, sondern an dem sie auch mitarbeiten.“

Das Jugendkonzert „Begegnung mit Richard Strauss" findet am Freitag, 24. März, 11 Uhr, im Staatstheater statt. Es ist ein neues Konzertformat, in dessen Mittelpunkt die Orchesterdichtung „Also sprach Zarathustra“ steht. Das Besondere an diesem Konzert wird sein, dass das Orchester unter der Leitung von Nicholas Milton spielt, die Moderationen und Kommentare dazu aber von fünf Schülerinnen aus den Klassenstufen 10 bis 12 des Gymnasiums am Schloss stammen. Sie werden den übrigen jungen Konzertbesuchern erklären, was sie hören, vertiefen damit deren Verständnis für die Musik. Und was Rebecca Pfeil, Lily Carnell-Crocker, Manou Schnabel, Magdalena Anstett und Lora Ganeva dem Publikum vortragen werden, erarbeiten sie mit Johanna Schatke gemeinsam. Dazu schreiben sie auf zwei große Plakate die Themen und den Ablauf der Moderationen auf. Bei den Themen handelt es sich um die Biografie des Komponisten Richard Strauss, aber auch um die des Philosophen Friedrich Nietzsche. „Ich hätte noch eine Idee für den nächsten Themenblock. Man könnte in einer Karte festhalten, wo Richard Strauss überall war“, sagt eine der Schülerinnen. Sie sind mit großem Eifer bei der Sache, das Ganze macht ihnen sichtbar Spaß, und von Lampenfieber ist keine Spur zu merken. Das liegt zum einen daran, weil sich die Schülerinnen für Musik begeistern und alle schon seit Jahren Instrumente spielen, aber auch daran, dass sie neugierig auf neue Erfahrungen sind. Denn ihr Engagement hier ist freiwillig, und ihre Lehrerin Eva Behr betont, dass sie nicht benotet werden. Und sie sind schon zu anderen Gelegenheiten wie zu Konzerten und Vorspielabenden vor Publikum aufgetreten. „Ich habe mich vorher noch nie mit einem Komponisten beschäftigt“, erklärt Manou Schnabel, die auch sagt, dass sie gerne auf der Bühne steht. Lora Ganeva sagt dazu: „Ich finde die Kombination von Musik und Moderation so interessant.“

Dass ausgerechnet die etwas tiefgründige Komposition „Also sprach Zarathustra“ für das Jugendkonzert ausgesucht wurde, hat seinen Grund. „Die Musik hat einen hohen Wiedererkennungswert für die jungen Zuhörer. Es ist eine bekannte Melodie“, erklärt Johanna Schatke. Und dann kommt der Dirigent und musikalische Leiter des Konzerts, Nicholas Milton, zum Arbeitstreffen hinzu: „Es ist immer inspirierend, mit jungen Leuten zusammenzuarbeiten. Und dass bei dem Konzert die Jugendlichen die Moderation übernehmen, ist einzigartig. Gerade zu dieser Komposition gehört nicht nur die Musik, sondern auch Philosophie und Wissenschaft. Da ist man neugierig, was die Jugendlichen dazu zu sagen haben.“ Und dann widmet er sich wieder den Schülerinnen und bespricht mit ihnen die Komposition, wann welche Instrumente einsetzen, welche Stelle wichtig ist. Und die Schülerinnen arbeiten engagiert mit.

 

Zum Thema:

 

„Begegnung mit Richard Strauss“ heißt das erste Jugendkonzert im Saarländischen Staatstheater. Es beginnt am Freitag, 24. März, 11 Uhr. Das Orchester und Generalmusikdirektor Nicholas Milton laden Jugendliche ein, sich mit der an Friedrich Nietzsche angelehnten Orchesterdichtung „Also sprach Zarathustra“ zu beschäftigen. Durch das einstündige Konzert führen Schüler der Patenklasse des Gymnasiums am Schloss, die mit Musiktheaterpädagogin Johanna Schatke Moderation und Konzept erarbeitet haben. Karten gibt's beim SST, Schillerplatz 2, Tel. (0681) 3 09 24 86 oder online zum Preis von 11 Euro (ermäßigt 5,50 Euro). www.staatstheater.saarland


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