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Saarbrücker Künstlerin Sabrina Inzillo träumt von der großen Austellung





Saarbrücken
„In jeder Faser Liebe“
Saarbrücker Künstlerin Sabrina Inzillo träumt von der großen Austellung

Von  Peter Wagner, 
20. Oktober 2016, 02:00 Uhr
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Eines der Werke von Sabrina Inzillo; Titel: Monochrom. Fotos: Sabrina Inzillo
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Sabrina Inzillo.

Omnipräsent, fleißig, kreativ, freundlich - die Saarbrückerin Sabrina Inzillo fällt mit ihren Grafiken, Postkarten, Zeichnungen und Gedichten auf. Überall um sie herum soll es schön und harmonisch sein.

Sabrina Inzillo wurde vor 33 Jahren im Nauwieser Viertel geboren. Gefühlt hätte es auch Paris sein können, weshalb sie sich seit ihrer Jugend auch „Paris“ nennt. Weil sie als Künstlerin so Vieles macht, von Graffiti über Grafik, wandgroße Kreide-Malerei, Literatur, T-Shirt-Design, Zeichnungen, kennt man sie auch als „Petit Comité Paris“.

Ihr vielleicht schönstes Motiv - betitelt „In jeder Faser Liebe“ - zeigt Körper von Mann und Frau als Ein-Linien-Zeichnung. Die Dargestellten sehen aus, als seien sie von Steinchenwürfen ins ruhende Wasser und den daraus zusammengeflossenen Wellenbildern entstanden. Man erkennt hier schön, dass Sabrina Inzillo der Sprayer-Szene („One-Line-Tags“) entstammt.

Wenn es möglich ist, möchte Inzillo alle Orte, an denen sie sich aufhält, „respektvoll gestalten“. Wo sie kann, entzieht sie sich unangenehmen Umgebungen. Manchmal geht sie aber auch gezielt hinein, um sich abzuhärten. Kaum guckt man mal zwei Wochen nicht genau hin, ist einem das neueste Inzillo-Projekt oft schon entgangen. Sabrina Inzillo ist sehr fleißig. Ihr Ziel ist eine große Austellung, in der sie ihre Vorstellungen von der Liebe, den Menschen, ihrer Kunst und dem großen Ganzen, das alles zusammen hält, darstellen möchte. Wo diese Schau sein wird und was die Leute zu sehen bekommen, weiß man noch nicht. Inzillo sammelt aber schon mal Geld, damit es nicht allzu lange dauert.

Derzeit vertreibt sie eine kleine Serie von Postkarten mit dem Ziel der „Briefkastenkultivierung“ - die Leute sollten mehr schreiben und damit auch sich selbst einen Gefallen tun. Ein „Mehrwert“ liege aber auch darin, die Künstlerin zu fördern und ihre eine Ausstellung zu ermöglichen. Der Käufer der Karte könne dann zum guten Ende Teil der Ausstellung sein - ein perfekter Kreislauf. Inzillo ist auffallend selbstbewusst. Ihre Visitenkarten sind ebenfalls Postkarten - ein großes Wort für eine Autodidaktin. An der Hochschule der Bildenden Künste habe man sie nicht genommen, bekennt sie freimütig, spricht im gleichen Atemzug aber auch von „Befreiung“ und „Aufatmen“.

Nun stehe sie nicht unter Druck und könne sich auf ihre Kunst konzentrieren. Inzillo ist freundlich und gesprächsbereit. Wer möchte, bekommt ihre Arbeiten und ihre Ideen bis ins Detail erklärt. Sie ist nahezu immer in der Stadt präsent, vorab empfiehlt sich das Studium ihrer Facebook-Seiten.

petitcomiteparis.com



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