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Die Stadt baut das Kanalnetz aus





Saarbrücken
Die Stadt baut das Kanalnetz aus
Stephanie Schwarz,  21. März 2017, 02:00 Uhr
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Ein Beton-Element für die Kanalisation im Sittersweg.
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Eine Baustelle des ZKE im Sittersweg auf dem Rodenhof. In diesem Jahr sind weitere Arbeiten am Saarbrücker Kanalnetz geplant. Fotos: ZKE

Der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) investiert 29 Millionen Euro.

Die Landeshauptstadt wird in diesem Jahr für mehr als 92 Millionen Euro Straßen ausbessern, Brücken erneuern, Abwasserleitungen bauen und Kitas sowie Grundschulen sanieren. Diese Arbeiten sollen Saarbrücken attraktiver machen, die Zahl von Grundschul- und Kita-Plätzen erhöhen und die Umwelt schützen, sagt Michaela Kakuk, Pressesprecherin der Stadt. Der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) erhält aus dem Investitionsbudget der Stadt 29 Millionen Euro. Das Geld will der Entsorgungsbetrieb für Abwasserbeseitigung, Abfallentsorgung und Stadtreinigung ausgeben. Der ZKE plant einige Großbaustellen und Projekte in der Landeshauptstadt. In der Gersweilerstraße, in Alt-Saarbrücken wird der Entsorgungsbetrieb 1,8 Millionen Euro für den Bau eines neuen Dükers, einer Wasserleitung, die unter der Saar Abwasser von Alt-Saarbrücken nach Malstatt befördert, ausgeben. Derzeit wird das Projekt noch geplant. Um eine solche Leitung zu verlegen, wird der ZKE etwa eineinhalb Jahre benötigen, sagt Judith Pirrot, Pressesprecherin des ZKE. Eine sogenannte Ramme wird dort mit Druckluft ein Rohr durch den Boden stoßen. Dies habe den Vorteil, dass die Arbeiten direkt beginnen können, ohne dass vorher gegraben werden müsse, sagt Pirrot. Die Erde dringt dabei in das Rohr ein, und dieses wird mit Wasser oder Druckluft entleert.

Ab Ende des Jahres arbeitet der ZKE an einer dreijährigen Baustelle in Güdingen in der Straße Im Rosengarten. Dort soll eine Regenwasser-Behandlungsanlage gebaut werden. Das saarländische Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz verlange von den Kommunen die Errichtung solcher Anlagen, sagt Pirrot. Diese Anlage sammelt bei starkem Regen Wasser, den sogenannten Spülstoß, in einem Stauraum. Damit soll verhindert werden, dass sich der Spülstoß mit dem Grundwasser vermischt. Regenwasser kann mit feinen Partikeln, wie beispielsweise Bremsstaub, Reifenabrieb und Öl verunreinigt sein. Ohne diese Anlage würde dieses dreckige Gemisch ins Grundwasser oder in die Saar fließen, sagt Pirrot. Die Anlage hält den Regen so lange zurück, bis er zur Kläranlage nach Brebach weitergeleitet werden kann. Diese säubert dann das dreckige Wasser.

Weitere eineinhalb Millionen Euro fließen in die Arbeiten in Malstatt in der Von-der-Heydt-Straße und in Gersweiler am Ottenhausener Berg. In beiden Straßen verlegt der ZKE einen neuen Mischwasserkanal, ein Ableitungsrohr, in dem Schmutz- und Regenwasser in einer Leitung gemischt abfließen. Autofahrer müssen in der Von-der-Heydt-Straße mit Verzögerungen rechnen und etwas mehr Zeit einplanen, da die Straße stadteinwärts halbseitig gesperrt ist. Pirrot geht davon aus, dass die Bauarbeiten noch bis zum 31. Oktober dauern werden. In Gersweiler sind von den Arbeiten an der Kanalisation die Straße Am Ottenhausener Berg, die Hauptstraße und Blumenstraße betroffen. Dort kommt es zu Vollsperrungen oder einer einspurigen Verkehrsführung, noch bis etwa 31. Dezember, sagt Pirrot. Neben den Bauprojekten benötige der ZKE jährlich etwa 150 000 Euro, um etwa drei Kilometer Kanäle und Schächte zu reparieren. Der Entsorgungsbetrieb überprüfe in regelmäßigen Abständen jeden Kanal mit Kameras. Der ZKE werte das Bildmaterial aus und entscheide, welche Bereiche saniert oder ersetzt werden müssen, erklärt Pirrot. Zweieinhalb der 29 Millionen Euro investiert der ZKE in diesem Jahr in seinen eigenen Fuhrpark. Veraltete Fahrzeuge ersetzt der Betrieb durch neue mit besserer Technik, da eine Nachrüstung oft nicht möglich sei, sagt Pirrot. Die neuen Fahrzeuge sind umweltfreundlicher, da sie leiser seien und weniger Benzin verbrauchen würden. Momentan teste der ZKE ein Fahrzeug mit Elektromotor, das Material transportiert.




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