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Straßenbeleuchtung soll 600 000 Euro weniger im Jahr kosten





Saarbrücken
Wie die Stadt am Licht spart
Straßenbeleuchtung soll 600 000 Euro weniger im Jahr kosten

Von  Andreas Lang, 
18. Oktober 2016, 02:00 Uhr
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Viele Lampen erhellen abends den Lerchesflurweg. Die Stadt will nicht an der Sicherheit sparen. Archivfoto: Oliver Dietze

Energiesparlampen, weniger Leuchten, weniger Watt und neue Messverfahren sollen der Stadt helfen, die Kosten der Straßenbeleuchtung zu senken. Stadtsprecher Thomas Blug erklärt, woran genau gespart wird.

Wer morgens aufsteht, um sich fertig zu machen für die Arbeit, muss seit ein paar Tagen wieder das Licht einschalten, um Zahnpasta und Haarbürste zu finden. Auch der abendliche Blick aus dem Fenster in die frühe Dämmerung lässt keinen Zweifel: Saarbrücken ist in der dunklen Jahreshälfte angekommen. Der Jahreshälfte, in der die Straßenbeleuchtung unverzichtbar ist, wenn die Sonne schon Feierabend hat.

Stadtpressesprecher Thomas Blug weiß, wie viele Lichter in der Landeshauptstadt leuchten: „In Saarbrücken haben die Straßen eine Gesamtlänge von 660 Kilometern, die von rund 25 000 Leuchten erhellt werden.“ Auch um die Kosten weiß er Bescheid: „Die Stadt hat in den vergangenen Jahren jährlich rund 4,8 Millionen Euro für die Beleuchtung ausgegeben. Davon entfielen 1,7 Millionen Euro auf die Stromkosten, 1,8 Millionen Euro auf die Reparatur und Überprüfung sowie 1,3 Millionen Euro auf Investitionen.“ Zahlen mit Einsparpotenzial, wie die Kommunalpolitiker entdeckt haben.

Blug: „Der Saarbrücker Stadtrat hat entschieden, die Kosten um 600 000 Euro zu senken. Dazu haben wir 2014 eine Bestandsaufnahme gemacht. In diesem Zusammenhang haben wir bereits einzelne Lampen abgebaut oder durch energiesparende Lampen ersetzt.“ Als Beispiel nennt er den Waldweg zwischen Schafbrücke und Scheidt, an dem die Stadt alle Leuchten abgebaut hat. Noch nicht genug: „Um die Sparvorgabe zu erreichen, haben wir seit 2014 verschiedene Schritte eingeleitet, dabei haben wir zunächst Maßnahmen umgesetzt, welche die Bürger nur in begrenztem Maße beeinträchtigen.“

Die Saarbrücker Stadtwerke warten die Straßenbeleuchtung. Blug: „Bei der Wartung haben wir die Standards gesenkt. Wartungsintervalle sind verlängert worden, die Nachtschicht für die Reparatur von Straßenbeleuchtung gibt es seit 2014 nicht mehr.“ Zudem sei die sogenannte Abendschaltung abgeschafft worden. Bei dieser wurde vom Einschalten der Straßenlampen bis 22 Uhr voll beleuchtet. Erst ab 22 Uhr wurde die sogenannte Nachtschaltung eingeführt. Blug: „Dabei wird die Beleuchtung auf die Hälfte reduziert. Dies geschieht, indem bei alten Leuchten jede Zweite ausgeschaltet wird. Insgesamt sind das 1500 Leuchten.“ Bei neueren Leuchten, die sich regulieren lassen, werde die Beleuchtung „heruntergefahren“. Etwa von 100 auf 50 Watt oder von 70 auf 35 Watt. Für die Saarbrücker vielleicht noch ungewohnt: „Seit diesem Jahr gehen wir ohne Übergang auf Nachtschaltung.“

Es gibt noch weitere Sparansätze: „Wir haben zudem ein neues Messverfahren eingeführt, das die Stromgebühr reduziert. Dabei haben wir 450 Einzelzähler zu einer virtuellen Zählstelle zusammengeführt.“ Die Beschwerden aufgrund der eingeleiteten Schritte hielten sich bislang in Grenzen, sie würden weitgehend akzeptiert. Blug abschließend zur modernen und günstigeren Leuchtdiodentechnik (LED): „Wir haben inzwischen zudem einen Lichtmasterplan für Saarbrücken erarbeitet, auf dessen Grundlage dann nach und nach ältere Leuchten durch moderne LED-Leuchten ersetzt werden. 2017 soll in Dudweiler begonnen werden.“



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