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Macher der „Saarbrücker Tage der elektro-akustischen Musik“ wollen diese aus deren Nische herausholen





Saarbrücken
Die 1000 Gesichter der E-Musik
Macher der „Saarbrücker Tage der elektro-akustischen Musik“ wollen diese aus deren Nische herausholen

Von  Silvia Buss, 
20. Oktober 2016, 02:00 Uhr
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Die Gruppe Das Prinzip des Zufalls besteht aus saarländischen Musikern und tritt beim Festival auf. Foto: Martin Fell

Foto: Martin Fell
Elektro-Musik ist nicht einfach nur Elektro-Musik. Dafür ist sie viel zu facettenreich. Das behaupten zumindest Daniel Osorio und seine Musikandes, die mit einem kleinen Festival den Saarbrücker Appetit auf mehr machen wollen.

Man sagt den Saarbrückern gern nach, sie seien weltoffen. Sind sie auch offen für neue Klangerfahrungen? Daniel Osorio ist da zuversichtlich. Zum dritten Mal organisiert der aus Chile stammende und mehrfach preisgekrönte Wahl-Saarbrücker Komponist jetzt gemeinsam mit seiner Formation Musikandes die „Saarbrücker Tage der elektro-akustischen Musik“, kurz: eviMus, und will diese Kunstform so aus ihrem Außenseiterstatus befreien. Das Spektrum dieser Musik, die nicht auf Unterhaltung durch Beats und Loops bei Tanzpartys zielt, sondern einen ernsthaften, also e-musikalischen Anspruch hat, ist breit.

Möglichst viele ihrer Facetten will das Mini-Festival vom 4. bis 7. November im Kulturzentrum am Eurobahnhof (KuBa) zeigen. Da wäre zum einen die „akusmatische Musik“, die akustische, aus der Natur aufgenommene Klänge elektronisch verändert und mit künstlichen elektronischen Klängen mischt. Bei der „Live-Elektronik“ werden die Töne und Melodien, die Musiker live aufführen, in Echtzeit von Komponisten verformt und verfremdet. Viele Künstler komponieren zu ihren Stücken auch Video- und Lichtinstallationen und machen so Klangerlebnisse auch sichtbar. Auch diese visuelle Musik erhält bei eviMus breiten Raum.

Gute Künstler, die sich der elektro-akustischen Musik verschrieben haben, gibt es laut Osorio im Saarland, auch dank der Hochschule für Musik und der für Bildende Künste, jede Menge. So treten beim Eröffnungskonzert am Freitag, 4. November, 19 Uhr, etwa der Komponist Stefan Zintel zusammen mit dem Chilenen Antonio Carvallo an. Dazu stellt Volker Schütz seine Performance „Spiegellicht“ vor. Im Anschluss, 21 Uhr, werden François Schwamborn (Video-Performance) und Juan Pablo González (Gitarre und Elektronik) mit Projektionen und Musik live improvisieren, was auch schon mal etwas rockiger klingt.

Am Samstag wird es richtig international: Um 19 Uhr werden Werke von Komponisten (ur)aufgeführt, die sich an einer Ausschreibung von eviMus beteiligt haben. „Wir haben Einreichungen aus Kanada, Island, Argentinien, USA, Spanien, Italien und Deutschland erhalten“, sagt Osorio. Um 21 Uhr werden sich Manuel Krass, Stephan Goldbach und Kriechan Kriestan mit ihrem spannenden Projekt „Das Prinzip des Zufalls“ noch einmal vorstellen. Auch der Sonntag wird abwechslungsreich: Um 11 Uhr, beim „Konzert von Kindern für Kinder“, wird das Ergebnis eines Kompositions-Workshops mit Schülern des Deutsch-Französischen Gymnasiums aufgeführt. Kinder und Jugendliche, stellte die Lehrerin Na-young Choi dabei fest, hätten eine größere Offenheit, sich auf fremde Klänge spielerisch einzulassen.

Zum Abschluss des Festivals ist am 6. November um 19 Uhr das renommierte Ensemble NAMES aus Österreich zu Gast. Besetzt mit Klarinette, Flöte und Elektronik bringt es Werke von Josef Ramsauer (der auch dirigiert), Daniel Osorio und Steve Reich zu Gehör. Finanziell gefördert wird das Festival durch das Kultusministerium und zahlreiche Sponsoren. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei.

evimus.de



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