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Jugendamt und Diakonie helfen Schulverweigerern





Saarbrücken
Jugendamt und Diakonie helfen Schulverweigerern
red,  21. März 2017, 02:00 Uhr
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Manche Schüler verlieren die Lust an der Schule. Jugendamt und Diakonisches Werk versuchen dann, die Ursache herauszufinden und den Schulabbruch zu verhindern. Foto: dpa

Foto: dpa

Das Jugendamt des Regionalverbandes hat den Leitfaden „Schule und Jugendhilfe im Regionalverband Saarbrücken bei Schulverweigerung“ überarbeitet und neu aufgelegt. Er richtet sich an alle Schulen, freien Träger der Jugendhilfe und Lehrer im Regionalverband. Der Leitfaden soll zu einer möglichst schnellen und einheitlichen Vorgehensweise bei Schulverweigerung führen. Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (SPD): „Schulverweigerung kann im schlimmsten Fall mit einem Schulabbruch und den entsprechenden Negativfolgen für den gesamten Lebensverlauf enden. Damit es nicht so weit kommt, steht sowohl der Schule als auch dem Elternhaus ein Helfersystem zur Verfügung, das möglichst Hand in Hand kooperieren sollte.“

Nach Angaben des Diakonischen Werkes an der Saar haben sich im vergangenen Jahr 137 Jugendliche an die Beratungsstelle bei Schulverweigerung in Saarbrücken gewandt. Das waren 30 mehr als 2015. In den meisten Fällen konnte ein Schulabbruch vermieden werden. Knapp 90 Prozent der Jugendlichen kehrten entweder in die Schule zurück oder begannen eine therapeutische Maßnahme oder eine berufliche Vorbereitung.

Das Jugendamt des Regionalverbandes Saarbrücken hat mit Vertretern der freien Jugendhilfe und Schulen den Leitfaden entwickelt, der kurz und prägnant die Aufgaben und Zuständigkeiten von Schule, Jugendhilfe und Behörden zusammenfasst und alle wichtigen Formulare enthält. Ansprechpartner in diesem Netzwerk sind unter anderem der schulpsychologische Dienst, Beratungsstellen, Schulsozialarbeiter, der SOS-Jugenddienst, das Jugendamt sowie die Polizei. Der Regionalverband nimmt damit als Träger der Jugendhilfe seine Verantwortung wahr, die schulische Ausbildung und soziale Integration junger Menschen zu fördern. Dazu gehört auch die enge Kooperation mit den Schulen bei klassischen Jugendhilfe-Themen. Der Kooperationsleitfaden kann online heruntergeladen werden. Die Schulverweigerung tritt nach Angaben des Regionalverbandes mittlerweile vermehrt in allen Schulformen – auch in der Grundschule – auf. Lehrer sind gefordert, Schülerinnen und Schüler zu motivieren, sie zu integrieren und bei Verweigerung schnell die Erziehungsberechtigten einzubinden. Damit Schulverweigerung sich nicht verfestigt, ist ein frühzeitiges Erkennen und Entgegenwirken im Zusammenspiel von Schule, Elternhaus und verschiedenen Kooperationspartnern entscheidend. Dabei ist eine genaue Beobachtung, Dokumentation und unmittelbare Reaktion unerlässlich. Hilfestellung leistet der Kooperationsleitfaden des Jugendamtes des Regionalverbands Saarbrücken.

www.regionalverband-

saarbruecken.de/schule/

schulsozialarbeit




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