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Großartiger Start für Bildhauer Martin Steinerts „Wooden Cloud“ in Saarbrücken





Saarbrücken
Hölzer mit Wünschen werden zur Skulptur
Großartiger Start für Bildhauer Martin Steinerts „Wooden Cloud“ in Saarbrücken

Von  Nicole Baronsky-Ottmann, 
11. Mai 2015, 00:00 Uhr
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Viele Passanten schrieben auf dem St. Johanner Markt für Künstler Martin Steinert (Mitte) ihre Wünsche auf Hölzer. Foto: Iris Maurer Foto: Iris Maurer
Künstler Martin Steinert ist hochzufrieden: In knapp zwei Stunden kamen zum Auftakt am Freitag auf dem St. Johanner Markt 200 Wünsche von Passanten für sein Projekt „Wooden Cloud“ zusammen.


 
„Frieden“ war zu lesen oder auch „Gute Arbeit“. „Mehr gesunder Menschenverstand“, „Respekt“ und „Gesundheit“ waren nur einige der Wünsche, die von Passanten auf Holzlatten aufgeschrieben wurden. Der Freitagnachmittag war ein idealer Zeitpunkt für Martin Steinert, um mit seinem Team auf dem St. Johanner Markt Passanten nach ihren Wünschen zu fragen und diese auf Dachlatten-Stücke schreiben zu lassen. Das Wetter war prima, die Stimmung ausgelassen, der Markt voller Menschen. Der Stand des Künstlers und seines Teams war schnell belagert, und viele Passanten beteiligten sich an der außergewöhnlichen Aktion. Denn Martin Steinert sammelt die Wünsche seiner Mitmenschen, die dann auf Holzstücke geschrieben werden, um sie anschließend in einer Skulptur zu verarbeiten. „Wooden cloud“ heißt das Projekt, das er in fünf Metropolen umsetzen möchte.

Die erste Station ist Saarbrücken. Hier wird in der Johanneskirche ab der „Langen Nacht der Kirchen“ an Pfingstsonntag bis zum 19. Juni die Skulptur aufgebaut. „12 000 bis 15 000 Stücke Holz brauche ich für die Skulptur, so viele Wünsche kann ich verarbeiten“, erzählt der renommierte Saarbrücker Bildhauer. Einige Wünsche wurden bereits im Internet gesammelt, denn die Social Media Firma Skauz aus St. Ingbert unterstützt den Künstler bei seinem Projekt. „Das ist so interessant, was da gewünscht wurde, vom allgemeinen ‚Weltfrieden' bis hin zum privaten ‚Dass meine Tochter wieder mit mir spricht' ist alles dabei“, erzählt Jacqueline Braunberger, Mitarbeiterin der Firma Skauz.

Auch die ehrenamtlichen Helfer der Johanneskirche, Angelika Müller von Brochowski und Regina Eichholz, unterstützten den Künstler und sprachen Passanten an. Beate Weber aus München nahm sofort teil. „Ich finde die Idee gut und war total neugierig, was damit gemacht wird“, erklärte sie.

Christian Zimmermann aus Saarbrücken kam ebenfalls zufällig vorbei und machte mit. Sein Wunsch war, dass „kein Mensch leiden muss“. Auch seine Partnerin Verena Ayere schrieb ihren Wunsch auf, „nicht mehr so viel wegwerfen (müssen)“. In knapp zwei Stunden kamen fast 200 Wünsche von Passanten zusammen. „Ich hatte zwar gehofft, dass so viele Menschen mitmachen, aber ich bin jetzt doch überrascht“, sagte Martin Steinert hocherfreut.

Wer die Aktion verpasst hat, aber seine Wünsche dem Künstler mitteilen möchte, hat dazu noch Gelegenheit. Denn ab der „Langen Nacht der Kirchen“ an Pfingstsonntag, wenn Martin Steinert in der Johanneskirche die Skulptur aufbaut, nimmt er vor Ort oder im Internet Wünsche entgegen.

woodencloud.de



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