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Rotes Kreuz und Feuerwehrgewerkschaft sehen Fehlverhalten





Saarbrücken
Viele Autofahrer kennen die Rettungsgasse nicht
Rotes Kreuz und Feuerwehrgewerkschaft sehen Fehlverhalten

14. Juli 2015, 00:00 Uhr
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Jede Minute zählt: Rettungsgassen – wie hier zu sehen – vereinfachen Feuerwehr und Rettungskräften den Zugang zu Unfallstellen. Doch saarländische Autofahrer handeln oft falsch.Foto: rtn Foto: rtn
Die Bildung einer Rettungsgasse durch Autofahrer verkürzt den Weg zur Unfallstelle für Feuerwehr und Polizei. Doch oft verhielten sich Autofahrer im Saarland falsch, so DRK und Feuerwehrgewerkschaft.
Sie kennen das: Sie stehen mit Ihrem Wagen auf der Autobahn im Stau, von hinten hören Sie plötzlich ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht näher kommen. Was machen Sie? Richtig, wie alle anderen auch fahren Sie irgendwie ein bisschen zur Seite, damit der Rettungswagen durchkommt. Aber das sei meist falsch, betonen jetzt die saarländischen Landesverbände des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Deutschen Feuerwehrgewerkschaft. Sie rufen Autofahrer dazu auf, die sogenannte Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge richtig zu bilden. Die Faustregel: Wer auf der linken Spur ist, fährt nach links, alle anderen nach rechts (also alle Verkehrsteilnehmer auf der mittleren und der rechten Spur). Das heißt: Die Rettungsgasse wird bei zweispurigen Straßen zwischen der linken und der rechten Fahrbahn gebildet, bei dreispurigen Straßen zwischen der linken und der mittleren Fahrbahn. Wichtig dabei: Eine Rettungsgasse sollte bereits bei stockendem Verkehr gebildet und auch nach der Durchfahrt eines Rettungsfahrzeugs offen gehalten werden, denn es können weitere Rettungsfahrzeuge folgen. Um eine Rettungsgasse bilden zu können, sollten Autofahrer ausreichend Abstand zum Vordermann halten, um gegebenenfalls rangieren zu können. Übrigens: Der Standstreifen eignet sich nicht als Rettungsgasse, weil dort liegengebliebene Fahrzeuge den Einsatzkräften den Weg versperren können.

Weshalb das alles so wichtig ist? Jede Minute kann Leben retten. Christian Barthar, Einsatzleiter beim DRK im Saarland, hat es allerdings „noch nie erlebt, dass auf der Autobahn eine richtige Rettungsgasse gebildet wird“. Meist müsse er sich mit dem Rettungswagen im Slalom zum Unfallort vorarbeiten. Konkret heißt das: Um einen beispielsweise drei Kilometer langen Stau zu durchfahren, brauche er „zehn bis 15 Minuten“. Wäre eine korrekte Rettungsgasse gebildet worden, „bräuchte ich fünf Minuten“, so Barthar. Das heißt, bei einem drei Kilometer langen Stau gehen den Rettungskräften derzeit bis zu zehn Minuten verloren. Man muss kein Mediziner sein, um sich vorstellen zu können, welche gravierenden Folgen dies für ein schwer verletztes Unfallopfer haben kann.

DRK und Feuerwehr fordern daher die Politik dazu auf, mit Schildern an Autobahnen und anderen Werbemaßnahmen Autofahrer auf die korrekte Bildung einer Rettungsgasse aufmerksam zu machen. „In Österreich hat man damit deutliche Erfolge erzielt“, sagt Barthar. Übrigens: Es ist kein zuvorkommendes Verhalten, den Rettungskräften im Stau irgendwie Platz zu machen, sondern es ist eine Ordnungswidrigkeit, es nicht zu tun (Paragraf 38 Straßenverkehrsordnung). Eine Rettungsgasse zu bilden, schreibt Paragraf 11 vor. Aber Verordnung hin oder her: um Leben zu retten, sollte es jeder richtig tun.



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