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SZ-Leser wählen DRK-Therapiehunde-Team zu „Saarlands Besten“ im Oktober





Saarbrücken
Bello bringt wieder Freude ins Leben
SZ-Leser wählen DRK-Therapiehunde-Team zu „Saarlands Besten“ im Oktober

Von  Benjamin Rannenberg, 
30. November 2016, 02:00 Uhr
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Das Therapiehunde-Team des DRK besucht mit seinen Vierbeinern sowohl Altenheime als auch Schulen und Kitas. Foto: H. Michels

Foto: H. Michels
In Seniorenheimen, Kitas und Schulen ist das Therapiehunde-Team des Roten Kreuzes aktiv. Die Vierbeiner stärken das Selbstbewusstsein von Alt und Jung. Für das Engagement wählten sie SZ-Leser zu „Saarlands Besten“.

Die Therapiehunde-Teams des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) St. Johann bringen Abwechslung in den Alltag von Senioren und jungen Menschen. Ein Therapiehunde-Team besteht aus einem ausgebildeten und geprüften Vierbeiner sowie seinem Besitzer. Die Hund-Mensch-Teams bieten seit sechs Jahren verschiedene Aktivitäten und tiergestützte Therapien an. Für dieses außergewöhnliche Engagement wählten sie die SZ-Leser zur „Saarlands Besten“-Gruppe im Oktober.

14 ehrenamtlich engagierte Frauen sind mit ihren Therapiehunden im ganzen Land im Einsatz: in Alten- und Seniorenwohnheimen, Schulen, Kitas sowie an der Tagesklinik für psychisch kranke Kinder des Homburger Universitätsklinikums. Pro Woche engagieren sich die Teams sechs Stunden. „Unser Ziel ist es mit den Helfern auf vier Pfoten die Menschen glücklich zu machen und sie in ihrem Selbstwertgefühl zu stärken“, erklärt Heidi Michels, Gruppenleiterin des DRK-Ortsvereins St. Johann und Ausbilderin der DRK-Therapiehunde.

Die DRKlerin hebt hervor, dass alle Ehrenamtler in den Teams „mit Herzblut und voller Überzeugung“ engagiert sind.

Vorlesestunde mit Hund

An der Grundschule in Friedrichsthal-Bildstock profitieren von dem Projekt unter anderem Kinder mit Leseschwäche. In gemütlicher, ruhiger Atmosphäre sollen die Schüler im Alter zwischen sieben und zehn Jahren einmal in der Woche lernen, dem Hund in Ruhe vorzulesen. „Die anderen Kinder, die zuhören, sollen sie dabei nicht stören oder auslachen“, berichtet Michels über den Einsatz ihrer Kollegin Beate Ewen. Nicht nur das Selbstbewusstsein werde mit diesen Begegnungen gesteigert, auch erführen dabei die Kinder einen Motivationsschub für den Unterricht.

In Alten- und Seniorenwohnheimen sollen die Therapiehunde den Bewohnern neue Lebensfreude schenken. Zugleich sollen diese die Patienten motivieren, bei verschiedenen Übungen, wie etwa Motorikspielen und Gedächtnistraining mitzumachen. Michels besucht mit ihrer Hündin Paula seit vier Jahren einmal in der Woche ein Seniorenheim der Caritas in St. Ingbert. „Die Hunde haben einen ganz anderen Zugang zu den Bewohnern als das Pflegepersonal und andere Menschen von außerhalb“, weiß Michels. Sobald Paula schwanzwedelnd zu den Heimbewohnern laufe, heitere das ihre Stimmung auf. „Dann wollen sie direkt etwas unternehmen und Paula Leckerlis geben“, erzählt Michels.

Ausbildung wird ausgeweitet

Die Therapiehunde-Teams sollen in naher Zukunft aufgestockt werden, wie Michels ankündigte. Momentan würden weitere acht Hunde und deren Besitzer ausgebildet. „Für nächstes Jahr stehen schon jetzt einige auf der Warteliste“, sagt Heidi Michels.


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