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Dennis Borces vom Caritasklinikum behandelt in den Ferien Kranke auf den Philippinen





Saarbrücken
Dieser Arzt hilft auch im Urlaub
Dennis Borces vom Caritasklinikum behandelt in den Ferien Kranke auf den Philippinen

Von  Gerrit Scherer, 
18. Oktober 2016, 02:00 Uhr
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Immer mit Herzblut dabei: Dennis Borces ist Chirurg an der Caritasklinik St. Theresia in Saarbrücken. Foto: Maurer

Foto: Maurer
Wer denkt schon gern ans Krankenhaus – solange er gesund ist? Hauptsache, das Krankenhaus ist da, und wir fühlen uns sicher, weil für den Notfall alles bereitsteht: Geräte und vor allem hilfsbereite Menschen. Genau um diese Menschen geht es in unserer Serie „Arbeitsplatz Krankenhaus“. Wir stellen die vor, die uns helfen, falls uns das Glück verlässt – oder uns auf dem Weg ins Leben beistehen. Heute: Dennis Borces.

Dennis Borces ist Facharzt für Chirurgie am Caritasklinikum auf dem Rastpfuhl. Anders als das in Krankenhäusern üblich ist, wird ein Patient, der einmal bei Dennis Borces gelandet ist, den Arzt nicht mehr wechseln.

Denn Borces hat ein Spezialgebiet, das besonders viel Vertrauen erfordert: die Proktologie, einen Bereich, über den kaum jemand gerne spricht. Patienten, die mit Erkrankungen des Analbereiches ins Krankenhaus kommen, haben vor allem mit Hämorrhoiden zu kämpfen.

Diese vergrößerten Gefäßpolster machen sich durch Juckreiz, Schmerzen und kleinere Blutungen bemerkbar. „Viele Leute schämen sich, obwohl die Erkrankung sehr häufig vorkommt“, sagt Borces.

Dadurch, dass Patienten den Gang zum Arzt unnötig hinauszögern, verschlimmert sich das Problem. „Die meisten kommen erst, wenn der Leidensdruck schon sehr groß ist. Aber wenn die Patienten erst mal hier sind, sprechen sie dann ganz offen.“

Der 39-Jährige untersucht die Patienten und wählt die passende Therapie. Viele Patienten würden sich schon im Internet informieren und spezielle Therapiewünsche äußern, so der Chirurg. „Das heißt aber nicht, dass die im Einzelfall auch geeignet sind. Das muss man dann im Gespräch klären“, sagt Borces. Das erste Gespräch findet in der ambulanten Sprechstunde statt.

Vor einer Operation wird der Patient dann stationär aufgenommen. Als Oberarzt ist Dennis Borces auch für seine Station verantwortlich und bildet Studenten aus. Außerdem engagiert er sich in der rztekammer.

Für Hobbys bleibt dem zweifachen Vater indes nicht viel Zeit. Seinen Urlaub nutzt er für ein ganz besonderes Projekt, das er vor vier Jahren ins Leben gerufen hat. Mit der „Surgical Mission Saarland e.V.“ reist er einmal jährlich für vier Wochen auf die Philippinen und bietet der Bevölkerung dort unentgeltlich medizinische Versorgung. Unterstützt wird er dabei von anderen Ärzten und Rettungsassistenten. „Die meisten Einwohner der Philippinen können sich einen Arztbesuch nicht leisten.

Ein Gesundheitssystem mit Krankenkassenkarte gibt es dort nicht“, berichtet Borces, dessen Eltern von den Philippinen stammen. Auf deren Heimatinsel und in anderen Regionen des Landes entfernen Borces und sein Team vor allem Tumore und Schilddrüsen. Sie operieren aber auch Leistenbrüche und machen Kaiserschnitte.

Fehlt ihm der Urlaub nicht? Nein, sagt Borces.

Der Einsatz auf den Philippinen sei für ihn etwas ganz Besonderes. Und die Dankbarkeit der Menschen, denen seine Mission geholfen hat, sei für ihn jedes Mal der größte Lohn: „Das ist besser als jeder Urlaub.“

saarbruecker-zeitung.de/

arbeitsplatz-krankenhaus



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