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Am Halberg machten Arbeitslose aus mehreren Förderangeboten das Mithrasheiligtum wieder sichtbar





Saarbrücken
Fleißige Hände legten Kultstätte frei
Am Halberg machten Arbeitslose aus mehreren Förderangeboten das Mithrasheiligtum wieder sichtbar

Von  Nicole Baronsky-Ottmann, 
29. November 2016, 02:00 Uhr
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Die Mithrasgrotte auf dem Halberg ist freigelegt. Foto: Iris Maurer

Foto: Iris Maurer
Sie leisten Wichtiges und können nach so langer Zeit ohne Job zumindest hoffen, mal wieder einen Arbeitsplatz zu finden. Dass letztlich alle an der Geschichte interessierten Saarbrücker davon profitieren, macht die Aktion am Halberg so wichtig.

Das Mithrasheiligtum am Westhang des Halbergs ist eine der ältesten historischen Stätten Saarbrückens. Bereits im 3. Jahrhundert verehrten Bewohner der römischen Siedlung, die unterhalb des Halbergs lag, in einer natürlichen Sandsteinhöhle den griechisch-römischen Gott Mithras. Die Höhle wurde dreischiffig ausgebaut, im Laufe der Jahrhunderte wurde sie christianisiert, und spätestens in der Barockzeit kamen Nischen für Skulpturen und Tafeln hinzu.

Wer sich diese Kultstätte, die innerhalb weniger Minuten vom Parkplatz des Saarländischen Rundfunks zu erreichen ist, in letzter Zeit anschauen wollte, musste sich aber über zugewachsene Wege ärgern oder fand kaum Platz vor der Kultstätte aufgrund des Wildwuchses. Auch war sie für Orts-unkundige nur schwer zu finden, denn Wegweiser und Tafeln fielen im Laufe der Zeit Vandalismus und dem Zahn der Zeit zum Opfer.

Glücklicherweise wird dies aber nun geändert. Dafür ziehen Langzeitarbeitslose aus folgenden Projekten an einem Strang: „Kulturerbe der Landeshauptstadt Saarbrücken“, „Liebens- und lebenswertes Saarbrücken“ und „Archiv Landeshauptstadt Saarbrücken“.

Martin Dick vom Zentrum für Bildung und Beruf Saar gGmbH (ZBB) sowie Birgit Eberle vom Jobcenter Burbach koordinierten das alles. Und sie arbeiten mit dem Stadtplanungsamt sowie dem Denkmalschutz zusammen, damit die Wege und der Platz vor dem Mithrasheiligtum wieder frei werden.

Nur wenige Meter neben der Mithrasgrotte ist das Grab des „guten Mottels“. Der Gedenkstein für einen 1810 in der Saar ertrunkenen jungen Viehhüter war komplett zugeschlammt. Die Projektteilnehmer legten den Stein frei. Und die Inschrift ist wieder lesbar. Das ist noch nicht alles. „Anfang des nächsten Jahres werden wir vom Saarländischen Rundfunk neue Schilder aufstellen und eine neue Broschüre herausbringen“, erklärt Paul Gier, Leiter des Fachbereichs Gebäudemanagement und Architekt beim Saarländischen Rundfunk.

Dann erzählt er, dass es ein großes Interesse beim SR gebe, den historischen Rundwanderweg besser darzustellen. Dafür wird der Weg durchgängig beschildert. Und die Stationen wie der Stumm'sche Friedhof, das Mithrasheiligtum oder der Schlangenbrunnen werden genauer erläutert. Es ist sogar im Gespräch, die barocke Hirschwiese wieder anzulegen und auf die exotischen Bäume hinzuweisen. Nicht zuletzt finden sich noch Reste eines barocken Wasserspiels auf dem Gelände, die ebenfalls darauf warten, aufgewertet zu werden.

Hans Mildenberger, Denkmalpfleger bei der Stadt, ist auch oft vor Ort. Er lobt das Engagement aller Beteiligten und den Einsatz der Arbeiter. „Hier gibt es noch einiges wiederzufinden“, sagt er über den Reichtum der historischen Stätten auf dem Halberg. Und die werden in Zukunft für Spaziergänger besser zugänglich sein.



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