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Ein keltisches Fest kam von der Grünen Insel in die USA und von dort ans europäische Festland





Saarbrücken
Es ist wieder Zeit zum Gruseln
Ein keltisches Fest kam von der Grünen Insel in die USA und von dort ans europäische Festland

Von  Marie Marx, 
19. Oktober 2016, 02:00 Uhr
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Hexen und verdächtig grinsende Kürbisse gehören zu jeder stilechten Halloween-Party. SZ-Archivfoto: Wolfgang Kumm/dpa
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An Halloween darf man sich nach Herzenslust verkleiden und schminken. Foto: Becker&Bredel

Foto: Becker&Bredel
Halloween geht zurück auf den keltischen Neujahrstag. An dem kamen die Toten in die Welt, und die Lebenden legten grässliche Masken an. Sie wollten verhindern, dass die Toten sie erkennen und ihre Seele stehlen.

Jetzt heißt es wieder: Süßes, sonst gibt's Saures. Halloween steht vor der Tür. In Deutschland wird diese Tradition in den letzten Jahren immer beliebter. Kinder und Jugendliche verkleiden sich dazu gerne als Hexen, Vampire oder Zombies. Aber auch Erwachsene gehen gerne auf die gruseligen Mottopartys und verkleiden sich dafür möglichst schaurig. Der Brauch, dass Kinder am Abend des 31. Oktobers durch die Straßen gehen und die Bewohner um Süßigkeiten bitten, ist seit Langem bekannt und beliebt.

Von Mitte bis Ende Oktober werden in Deutschland wieder zahlreiche Halloween-Feste angeboten. Am bekanntesten ist wohl das jährliche Fest auf der Burg Frankenstein bei Darmstadt. Aber auch im Regionalverband gibt es dazu viele Veranstaltungen für Erwachsene und Kinder.

Die SZ stellt hier eine Auswahl von Halloween-Feten vor, es gibt aber noch viele weitere. Wer blutige Filme mag, der kann am 31. Oktober ab 19 Uhr zur Halloween Special-Night ins Filmhaus Saarbrücken in der Mainzer Straße. Dort wird ein Doublefeature gezeigt: Der Kultfilm „Shaun of the Dead“ und „5 Zimmer, Küche Sarg“, für Letzteren kostet der Eintritt den regulären Preis von 6,30 Euro, „Shaun of the Dead“ gibt es als Special für acht Euro und beide Filme zusammen kosten zehn Euro. Wer als Zombie oder Vampir verkleidet kommt, bekommt das erste Getränk gratis. Seine vierte Halloween-Nacht veranstaltet das Erlebnisbergwerk Velsen in diesem Jahr. Am 31. Oktober können Erwachsene und Kinder von 17 bis 21 Uhr auf dem Gelände des Bergwerks Halloween feiern und auf einer Grusel-Erkundungstour durch das dunkle Bergwerk gehen. Für Erwachsene kostet der Eintritt ins Bergwerk fünf Euro, für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren drei Euro.

Im Deutsch-Französischen Garten findet wieder das große Halloween-Fest für Kinder statt. Bereits am Sonntag, 23. Oktober, von 14 bis 21 Uhr wird von der Stadt Saarbrücken ein Halloween-Programm angeboten. Die Konzertmuschel wird zu einer Burg umfunktioniert, in beheizten Pavillons gibt es Bastel- und Schminkangebote, ein Zauberer und eine Hexe treten auf und noch vieles mehr. Abends ist ein Abschlussfeuer auf dem Weiher des Deutsch-Französischen-Gartens geplant. Der Eintritt ist kostenlos, in den letzten Jahren kamen zwischen 17 000 und 20 000 Besucher.

Für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren lädt das Gloria (ehemaliges N8Werk) zur 19. Kinder-Mini-Disco am 30. Oktober von 14.30 bis 18 Uhr ein. Mit Kostümwettbewerb. Der Eintrittspreis beträgt vier Euro.

In der Garage Saarbrücken kann man am 31. Oktober ab 22 Uhr mit einem gratis Begrüßungs-Getränk Halloween feiern. Für die 100 besten Kostüme gibt es einen Preis.

Im A8 Discoplex kann man ab 20 Uhr am Halloween-Montag feiern. Angeboten werden dort unter anderem ein Fotoshooting mit Sarg sowie Drinks aus dem Zombie-Hexenlabor. Zombie-Invasion inklusive. Wer verkleidet kommt, hat bis 24 Uhr freien Eintritt.

Im Bakerstreet in der Mainzer Straße in Saarbrücken spielen die Mariachis de la Muerte am 31. Oktober, 20.30 Uhr bis 23 Uhr. Der Eintritt ist frei.

nachtkultur.info

Das Halloween-Fest wurde ursprünglich von irischen Einwanderern in den 1840er Jahren in die USA gebracht, wo es mit viel Aufwand gefeiert wird und nach Thanksgiving und Weihnachten zu den wichtigsten Festen gehört. Das Wort leitet sich ab von „All Hallow's Evening“, dem Abend vor Allerheiligen.

Der eigentliche Brauch geht aber von den Kelten aus, die bereits im fünften Jahrhundert nach Christus an diesem Tag ihren Neujahrstag feierten und ihn „Samhain“ nannten. Sie glaubten, dass sich die Welt der Toten mit ihrer Welt vermischen und die Toten versuchen würden, die Seele eines Lebenden zu übernehmen. Um nicht von den Toten erkannt zu werden, verkleideten sich die Menschen mit gruseligen Masken. Die Römer übernahmen diesen Brauch, wobei der eigentliche Sinn allerdings immer mehr in den Hintergrund rückte und es nach und nach mehr um die Verkleidungen ging.

Das bekannte „Süßes oder Saures“ kommt wiederum von den europäischen Christen aus dem 9. Jahrhundert nach Christus. An Allerseelen gingen sie von Haus zu Haus und baten um „Seelenkuchen“. Erhielten sie von Bewohnern etwas, versprachen sie, für die dort verstorbenen Angehörigen zu beten.

Die Geschichte des Kürbisbrauchs geht auf eine irische Erzählung zurück, in der es heißt, dass ein trickreicher Mann namens Jack den Teufel dazu brachte, auf einen Baum zu steigen. Dann schnitzte er ein Kreuz in die Baumrinde, sodass der Teufel nicht mehr hinuntersteigen konnte. Jack vereinbarte daraufhin mit ihm, dass er den Satan erst wieder auf den Boden ließe, wenn dieser ihm versprach, dass er nie wieder Angst vor ihm haben müsste. Als Jack später starb, kam er allerdings nicht in den Himmel, da er sich mit dem Teufel eingelassen hatte. In die Hölle konnte er nicht, da der Teufel noch immer verärgert über ihn war. Er musste fortan in der dunklen Welt umherwandern und bekam dazu nur eine ausgehöhlte Rübe, in die etwas glühende Kohle gelegt wurde, die ihm als Licht dienen sollte. Mit der Emigration der Iren in die USA wurden daraus Kürbisse.



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