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Über 400 Besucher in der Gruselkulisse des Erlebnisbergwerks zur Hexennacht





Velsen
Hexen übernehmen das Kommando
Über 400 Besucher in der Gruselkulisse des Erlebnisbergwerks zur Hexennacht

Von  Stefan Bohlander, 
02. Mai 2014, 00:00 Uhr
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Zur Stärkung gab es Stockbrot. Auch die kleine Hexe in lila Staat knabberte davon. Fotos (3): Ruppenthal
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Schaurig-schöne Kostüme.
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Munterer Knochenmann.
Zu schaurigen Tönen vom Band, Plastikspinnen und -netzen hatte der Verein Erlebnisbergwerk Velsen wieder eine Gruselkulisse gezaubert, die zahlreiche Besucher in der Hexennacht begeisterte. Viele waren kostümiert gekommen und sorgten noch einmal mehr für authentische Atmosphäre.
Großes Gewusel im still gelegten Schacht: Zur Hexennacht hatten die Mitglieder des Vereins Erlebnisbergwerk Velsen am Mittwochabend eingeladen. Verkleidete Hexen huschten durch die Gänge, junge Gespenster spielten auf den Baggerschaufeln im Außenbereich. Die Vereinsmitglieder hatten sich wieder mächtig ins Zeug gelegt, um im Inneren des 1976 geschlossenen Bergwerks eine herrlich morbide Atmosphäre aufkommen zu lassen.

So führte der Weg vorbei an Plastikspinnen und Plüschraupen, an Spinnennetzen und aufgehängten Hexen. Akustische Signale wie Hammerschläge hallten durch die Stollen, vom Band wurden gruselige Töne abgespielt. Das Highlight war für viele jedoch wieder die Fahrt auf dem etwa 40 Meter langen Förderband, die gleichzeitig den Rückweg einläutete. „Wenn man falsch drauf springt, fällt man um“, erklärte Hermann Braun das richtige Besteigen: Gewicht nach vorne verlagern und in die Hocke gehen. Mit etwa 0,5 Metern pro Sekunde ging es dann zurück. „Im regulären Betrieb zur Förderung unter Tage lief das Band noch mit etwa 3,5 Metern pro Sekunde“, erfuhr man von Hermann Braun. Das Erlebnisbergwerk in Velsen sei das einzige in Deutschland, das solch eine Fahrt anbiete.

Am Schachtende hinter dem Förderband hatte man noch die Gelegenheit, ein einzigartiges Kunstwerk zu bestaunen. Markus Hohlstein und seine Partnerin Doris Reichert hatten aus 7000 Glasteilen die Installation „Die Erde“ angefertigt. Mehr als 900 Kilogramm bringt das beeindruckende Objekt auf die Waage. Da aus diesem Grund nicht jeder Ort zur Ausstellung in Betracht kommt, hatten sich die beiden Dudweilerer dazu entschlossen, „Die Erde“ nach Velsen zu bringen. Die Installation hat einen Durchmesser von 1,10 Meter und leuchtet dank LED-Technik in verschiedenen Farben. Das Kunstwerk aus Glas soll symbolisch darstellen, dass "die Erde kurz vorm Zerspringen ist", wie Markus Hohlstein erklärt. Zufrieden mit den mehr als 400 Besuchern, die über den Abend verteilt ins Erlebnisbergwerk strömten, zeigte sich Volker Etgen, der Vorsitzende des Vereins.

Gleichzeitig wies er daraufhin, dass zum Warndt-Weekend am Sonntag, 1. Juni, die „Dunkelkantine“ unter Beisein von Umweltminister Reinhold Jost eröffnet wird. Diese befindet sich zwischen den Eingängen 1 und 2, die zurzeit noch umgearbeitet werden, und soll in etwa wie ein „Dinner in the dark“ ablaufen.

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