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Zweckverband Regionalentwicklung Warndt will Kaffeeküche kaufen und aufpolieren





Klarenthal
Velsener Renovierungs-Pläne
Zweckverband Regionalentwicklung Warndt will Kaffeeküche kaufen und aufpolieren

Von  Thomas Annen, 
15. Dezember 2015, 02:00 Uhr
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Blick in die Velsener Kaffeeküche. Die Grube nebenan ist seit den 1960er Jahren geschlossen, doch der große Kantinenraum sieht heute noch aus wie in alten Zeiten – nur die Kunden sind natürlich andere. Zusammen mit den historischen Bauten der Bergwerks-Tagesanlage steht die Kaffeeküche unter Denkmalschutz. Fotos (3): Jenal
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Das Kaffeeküchen-Team gestern Mittag, von links: Chefin Elke Orth, Ute Ludwig, Heike Kleinert und Nathalie Pourresy. Weil der Betrieb um 5.30 beginnt, hatte die Frühschicht bereits Feierabend.
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Gemeinsames Frühstück der SPD-Landtagsfraktion in der Velsener Kaffeeküche, links Kultusminister Ulrich Commerçon, rechts Margriet Zieder-Ripplinger aus St. Nikolaus.
Die Kaffeeküche der Grube Velsen, die älteste ihrer Art im Saarland, ist nach wie vor in Betrieb. Der denkmalgeschützte Bau ist freilich in die Jahre gekommen; vor einer Weile machten sogar Gerüchte über Abriss-Pläne die Runde. Nun gibt es aber Renovierungs-Ideen.
Die SPD-Landtagsfraktion ist am Montagmorgen in der Kantine der ehemaligen Grube Velsen zum Bergmannsfrühstück verabredet. Margriet Zieder-Ripplinger, Abgeordnete aus dem Großrosseler Ortsteil St. Nikolaus, hat ihre Kollegen eingeladen. Sie will bei ihnen für die Renovierung der beliebten Kaffeeküche werben.

Parteifreund Jörg Dreistadt, Rosseler Bürgermeister und Vorsitzender des Zweckverbandes Regionalentwicklung Warndt, erläutert die Pläne. Der Gastraum soll unverändert bleiben. Aber in die Infrastruktur will man investieren, etwa in Toiletten und Parkplatz. Dabei sollen, so Dreistadt, keine „riesigen Gelder“ verbaut werden. Bevor der Zweckverband loslegen kann, muss er die Kaffeeküche aber zunächst erwerben. Eigentümer ist die RAG Montan Immobilien. Erste Gespräche, sagt Dreistadt, wurden bereits geführt.

Nach dem Frühstück tagen die SPD-Politiker in einem Raum des benachbarten Erlebnisbergwerks, dort findet die nichtöffentliche Fraktionssitzung statt. Das Erlebnisbergwerk, erklärt Bildungsminister Ulrich Commerçon noch in der Kantine, soll dauerhaft gesichert werden. Deshalb will man den Nachwuchs fördern. Junge Leute wie etwa Studierende, so das Ziel, sollen zu Besucherführern ausgebildet werden.

Zurück zur Kaffeeküche. „Glück Auf!“ steht dort in großen Lettern an der Wand. Die Uhr, die über dem traditionellen Bergmannsgruß hängt, hat irgendwann um 11.09 Uhr den Geist aufgegeben. In der ältesten, originalen Bergwerks-Kaffeeküche des Saarlandes scheint die Zeit stillzustehen. Doch das schlichte Ambiente kommt bei den Kunden gut an, es herrscht ein reges Treiben. Arbeiter und Polizisten lassen sich eine Stärkung einpacken, andere Gäste nehmen an den Tischen Platz. „Wir sind jeden Morgen hier“, sagt Friedhelm Herresthal aus Fürstenhausen. Neben Kaffee bestellt sich der Rentner eine Rinderkraftbrühe, seine Gattin Monika greift zum Fleischkäseweck. Dem ehemaligen Bergmann gefallen die einfache Einrichtung und die günstigen Preise. Außerdem arbeitet Tochter Sandra Ruppert hinterm Tresen.

Der gelernten Einzelhandelskauffrau, die seit 15 Jahren zum Team der Kaffeeküche gehört, macht der Job Spaß. „Die Kundschaft ist abwechslungsreich“, berichtet Ruppert. Viele der Gäste kennt sie. Und wenn die Zeit es zulässt, hält sie auch mal gerne ein Schwätzchen mit ihnen.




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