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Fechingen: Hofgartenbrücke müsste von privatem Investor gebaut werden





Fechingen
Keine neue Brücke in Sicht
Fechingen: Hofgartenbrücke müsste von privatem Investor gebaut werden

Von  Peter Wagner, 
18. Oktober 2016, 02:00 Uhr
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Im September hat die Stadtverwaltung die Hofgartenbrücke abgerissen. Fotos: Heiko Lehmann
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Weil sie nicht mehr verkehrssicher sei, ließ die Verwaltung die Brücke Ende vergangenen Jahres sperren.

Nach dem Abriss der Hofgartenbrücke in Fechingen im September hat sich nichts getan. Die Stadt sieht sich nicht in der Pflicht, etwas Neues zu bauen. Und Private haben Angst vor Haftungsrisiken.

Für die Anfang September abgerissene Hofgartenbrücke über den Saarbach in Fechingen kann es allenfalls einen privat finanzierten Neubau geben, aber keinen mit Steuergeld. Das hat Stadtpressesprecher Thomas Blug bekräftigt: „Die 1890 erbaute Brücke ist verkehrlich heute nicht mehr sehr bedeutend und straßenrechtlich nicht gewidmet. Die Landeshauptstadt ist daher nicht Straßenbaulastträger und somit auch nicht zur Unterhaltung der Brücke verantwortlich. Mittel für einen Neubau sind im Haushalt nicht vorgesehen.“ Ein Neubau der Brücke kann daher nur aus privater Initiative entstehen. Die Fachämter der Stadtverwaltung würden beratend unterstützen, wird für den Fall der Fälle in Aussicht gestellt.

Bezirksbürgermeister Daniel Bollig (CDU) könnte sich vorstellen, dass es zu solch einem privaten Neubau kommt. Er könnte ungleich günstiger vonstatten gehen als ein öffentlicher Bau. Das von ihm als Sachwalter verwahrte Spendengeld einer Brücken-Initiative, knapp 11 000 Euro, könnte dafür ausreichen, wie etwa ein Beispiel aus Heckendalheim zeige.

Nicht gelöst ist derzeit allerdings die Frage der Haftung für eine solche Brücke. Sie privat zu bauen und dann der Stadt quasi zu schenken, damit diese Trägerschaft und Haftung übernimmt, ist nach dem Rechtsverständnis der Stadt unmöglich. Daniel Bollig hat Verständnis dafür. Er hält das Haftungsrisiko einer Trägerschaft von Privat oder einer Gemeinschaft für kalkulierbar und möchte im Ort für diese Lösung werben. Sollte er nicht erfolgreich sein, würde er das Spendengeld an die einzelnen Empfänger zurückzahlen, erklärt Bollig. Insgesamt seien es etwa knapp 20 Personen.

Für den Erhalt der knapp sieben Meter langen Brücke hatten sich etwa 400 Fechinger in Unterschriftenlisten eingetragen. Eine Bürgerinitiative sieht die Stadt in der Pflicht, für eine neue Brücke zu sorgen, zumindest mehr dafür zu tun, als nur die Bürger für ihr Engagement zu loben. „Wegen der massiven Schädigung und des irreparablen Bauwerkverfalls sowie der Unterdimensionierung des Tragwerkes konnte die Brücke nicht mehr instand gesetzt werden. Auch einzelne Teile der Brücke konnten nicht saniert werden“, begründete die Stadt den Abriss.



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