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Bischmisheimerin schreibt über ihre Wahlheimat





Bischmisheim
Bischmisheimerin schreibt über ihre Wahlheimat
Von  Nicole Baronsky-Ottmann, 
21. März 2017, 02:00 Uhr
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Seit 32 Jahren lebt Heike Altpeter in Bischmisheim und schreibt aus Leidenschaft – mal in Mundart, mal auf Hochdeutsch. Foto: Iris Maurer

Foto: Iris Maurer

Manchmal braucht es einen Zufall oder einen tragischen Vorfall, damit man sich traut, neue Wege zu gehen und kreativ zu werden. So erging es auch Heike Altpeter. Denn erst gesundheitliche Probleme führten dazu, dass sie vor fast fünf Jahren angefangen hat, das zu tun, was sie heute am allerliebsten macht – zu schreiben. „Zuerst war das Schreiben das einzige, was mir geblieben ist“, beginnt Heike Altpeter zu erzählen.

Die Dudweilerin, die seit 32 Jahren voller Überzeugung in Bischmisheim lebt und Mutter von zwei erwachsenden Kindern ist, war Arzthelferin, Trainerin für Koronarsport, später Sachbearbeiterin im Gesundheitsbereich. Eine Operation brachte Probleme, vieles war der Frau mit dem sympathischen Lächeln nicht mehr möglich. Um sich abzulenken, begann sie, alles aufzuschreiben. Zuerst biografische Geschichten, alles, was ihr am Herzen liegt, dann aber schrieb sie immer mehr und entdeckte ihre Liebe zum Schreiben. „Das macht mir solch eine Freude. Mein erster Roman ist aus mit herausgeflossen. Ich habe ihn in sechs Wochen geschrieben, jeden Tag und von früh bis spät“, erzählt Heike Altpeter und lacht.

Seither hat sie drei Romane geschrieben, dazu ein Gedichtband und ganz aktuell ein Band mit Reimen, Geschichten und Spitznamen von Bischmisheim. Heike Altpeter hat dabei eine ungewöhnliche Art und Weise, Handlungen und Protagonisten zu erfinden. „Das hört sich jetzt komisch an, aber ich träume meine Bücher“, sagt sie und erzählt, dass sie zuerst eine Idee hat, dann nachts davon träumt und diese Träume die Grundlage für ihre Romane waren. „Und was mir wichtig ist, die Personen in meinen Romanen sind ganz normale Menschen aus der Heimat, dem Saarland. Und sie schwätzen wie du und ich“, betont sie.

Bisher hat Heike Altpeter allerdings nur einen Roman „So weit und doch so nah“ veröffentlicht, und der ist auch nur als E-Book erschienen. „Da habe ich richtig schlechte Erfahrungen gemacht“, seufzt sie. Die übrigen Romane warten noch in ihrem PC darauf, dass ein Verlag sie veröffentlicht. Die Geschichts- und Gedichtbändchen gibt es dagegen auch auf Papier.

Und gerade der kleine, ganz neue Band über Bischmisheim scheint gut anzukommen. Das Besondere an diesem Band ist, dass er teilweise in Hochdeutsch, aber auch in Mundart geschrieben ist, dass er von früher erzählt, aber auch das Heute zeigt.

An Aschermittwoch hatte sie bei einer Veranstaltung in Bischmisheim ihre erste Lesung vor großem Publikum. „Als ich gelesen habe, herrschte absolute Stille. Ich war so aufgeregt, aber es war ein tolles Erlebnis“, erzählt sie. Und eine Radioreportage wurde auch gerade mit ihr gemacht. „Da bin ich sehr froh drüber“, sagt sie. Aber dann verrät sie noch ihren großen Wunsch. „Ich würde mich gerne etablieren und suche einen Verlag, der meine Bücher herausbringt. Wenn ich richtig, also professionell schreiben könnte, das wäre so toll.“ Und dabei will sie gar nicht Geld verdienen, sie will mit ihren Schriften „die Leute einfach unterhalten“.

„Früher wie heute“ von Heike Altpeter ist im Schreibwarengeschäft in Bischmisheim und in der „Kleinen Leseinsel“ im Nauwieser Viertel erhältlich.




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