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„Encore“ bot in der Püttlinger Klosterkirche Werke von der Madrigalkunst bis zur Moderne





Püttlingen
Junger Chor mit anspruchsvollem Programm
„Encore“ bot in der Püttlinger Klosterkirche Werke von der Madrigalkunst bis zur Moderne

Von  Epd-Mitarbeiterinsilke Tornede, 
29. November 2016, 02:00 Uhr
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Der Chor Encore gastierte in der Püttlinger Klosterkirche. Foto: Jenal

Foto: Jenal
Vor fünf Monaten ist der Chor „Encore“ entstanden. Die 42 jungen Sänger aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz sind motiviert und engagiert, was sich auch an der Auswahl der schwierigen Werke erkennen lässt.

„Herr bleib bei mir, denn es will Abend werden!“ Als der Kammerchor Encore am Sonntag diesen uralten Kirchenchoral als Zugabe anstimmte, war's, als ob der Musikengel persönlich Regie führt. Schöner können Hoffnung und Gottvertrauen kaum hörbar gemacht werden.

Dieser Chor, gegründet vor fünf Monaten, singt großartig. 42 „handverlesene“ Sänger aus dem Saarland und aus Rheinland-Pfalz widerlegen das Vorurteil, dass Chorgesang ein „Auslaufmodell“ sei. Im Gegenteil: Diesen Sängern gehört die Zukunft.

Ist ja auch klar: Weil jung, ambitioniert, dynamisch, elastisch in den Stimmen, weil engagiert in der Leitung, werden schwierigste Chorsätze zum tollen Klangerlebnis, von der uralten Madrigalkunst über romantische „Schwergewichte“ bis hin zu leicht schräger, schwer zu singender Moderne.

In der proppenvollen Püttlinger Klosterkirche, bei schöner Akustik, dunkeln profunde Bässe ganz allmählich den weit nach oben hin sich öffnenden Raum ein. Darüber erheben sich, im Sinne des Wortes, die Tenor- und Sopranstimmen bis in allerhöchste Höhen. Leicht ist das nicht, solch präzises Singen erfordert viel Talent und Üben.

Langer Atem zeichnet diesen jungen Chor ebenso aus wie gefälliges Auf und Ab der einzelnen Stimmen selbst in schwierigen Passagen. Zu hören (weil vielen anderen Chören zu schwer) ist seltenes Repertoire von Komponisten wie Heinrich Schütz, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Josef Gabriel Rheinberger, Will Todd, Dan Forrest, Charles Stanford, Anton Bruckner und Ola Gjeilo.

Programmatisch geht es um das Thema „Verwandlung“: Tag wird Nacht, Hoffnung Glaube, Tod Auferstehung.

Der junge Chorleiter Matthias Rajczyk, geboren 1987, gründete den in Riegelsberg beheimateten Chor (dort gab es in der Pfarrkirche St. Matthias vor wenigen Tagen den Premierenauftritt) im Juli. Aktuell singen 42 Sänger, darunter etliche professionelle Musiker, mit dem Ziel, a capella-Chorwerke aller Epochen dem Publikum nahe zu bringen. Rajczyk führt weitere renommierte saarländische Chöre (daher der Chorname „Encore“, also „Noch“), wie das „Ensemble 85“ und den Saarknappenchor. Er studierte in Saarbrücken erst Schulmusik sowie Theologie und Erziehungswissenschaften, ehe er zum Dirigierstudium bei Professor Georg Grün und Professor Toshiyuki Kamioka wechselte.

encore-kammerchor.de rajczyk.de



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