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Gesunder Kampf gegen Ostereierbauch





Püttlingen
Gesunder Kampf gegen Ostereierbauch
Von  Walter Faas, 
21. April 2017, 02:00 Uhr
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SZ-Mitarbeiter Walter Faas (Dritter von rechts) machte mit beim „Ostereierbauch-Weglauflauf“ in Püttlingen. Foto: Becker & Bredel

Foto: Becker & Bredel
Erst Grundlagenausdauer, dann Geschwindigkeit! Der Ostereierbauch-Weglauflauf der Püttlinger Sportabzeichengruppe brachte viel „Wissen wie“ für Laufeinsteiger. Ein schönes Gruppen- und Naturgefühl gab's obendrein.

Da steh ich jetzt und tue mir selber leid! Musste mich ja unbedingt für diesen Bauch-Weglauflauf melden. Selbsterfahrung, machen nicht alle Schreiber! Na ja, die Funktionsbekleidung ist angezogen, die Schuhe sind geschnürt. In dieser Hinsicht weiß Hubert Wingen, Trainingsleiter der DJK Köllerbach, zu berichten: „Zum Laufen muss man nicht unbedingt die neueste Schuhmode mitmachen. Es genügt, wenn man Auslaufmodelle kauft, die sind meistens bis zu 50 Prozent billiger und genau so gut geeignet.“ Hilfreich sei es allerdings, eine Laufbandanalyse vor dem Kauf in Anspruch zu nehmen: „Gute Geschäfte haben das im Angebot.“

Läufer wie Wingen bevorzugen auch die gute alte Baumwolle statt der neuesten ultraleichten und schweißabsorbierenden so genannten Funktions-Bekleidung, denn: „In Baumwolle schwitzt man mehr, und das ist wieder gesund.“ Zum Thema Gesundheit merkt Übungsleiter Wingen darüber hinaus folgendes an: „Wir können ja nur hoffen, dass jeder ehrlich zu sich selbst ist und sich nicht selbst überfordert.“ Denn Menschen mit akuten und/oder auch überstandenen kardiologischen Erkrankungen (Beispiele Infarkte) oder mit Einschränkungen im Bewegungsapparat dürfen grundsätzlich zwar schon Sport treiben, sollten aber vorher den Rat eines Arztes dazu einholen, betont Wingen. Wer allerdings losrennt bis zur „Roten Zone“ (das wären 90 bis 100 Prozent der maximalen Herzfrequenz) begibt sich als Freizeitsportler in Gefahr – für sein eigenes Herz.

Ist hier nicht der Fall: Die Gruppe lässt den Lauf locker angehen. Wingen: „Wir beginnen ganz langsam, so dass man sich beim Laufen noch gut miteinander unterhalten kann.“ Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von der „Herz-Gesundheitszone“, bedeutet: „50 bis 60 Prozent der maximalen Herzfrequenz werden gefordert. Diese Zone ist ideal geeignet für Anfänger.“ Eine Maxime, die die Sportabzeichengruppe im herrlich grünen Frühlingswald beherzigt. In zwei Gruppen strebt man dem Sprenger Sportplatz entgegen, wo die Übungsleiter dehngymnastische Übungen gezielt anbieten.

Weiter läuft die Gruppe zur ehemaligen Sprenger Grube. Von dort geht es ab der Edelweißhütte stetig leicht bergan bis zum Ausgangspunkt, dem Stadion Breitwies. Eine finale Herausforderung, die es zu meistern gilt, aber: „Wem das Berganlaufen zu anstrengend wird, tut gut daran, das Tempo zu drosseln oder zu gehen“, sagt Wingen. Auch hier gelte der Grundsatz: „Bloß keinen falschen Ehrgeiz entwickeln!“ Und: „Die erforderliche Fitness stellt sich mit weiteren Trainingseinheiten von alleine ein!“

Ja, wie ist das denn jetzt mit dem Bauchweg-Effekt? Das wollten wir von Hubert Wingen wissen. „Da muss ich Ihnen leider etwas Wasser in den Wein gießen. Damit die Pfunde fallen, müssen Sie schon längere Zeit regelmäßig trainieren, also zweimal die Woche laufen und außerdem Ihre Ernährungsgewohnheiten etwas umstellen.“ Macht aber nichts: Das Laufen in der Gruppe hat Riesenspaß gemacht, allemal bei diesem traumhaften Frühlingswetter. Und der Muskelkater? „Entfällt, wenn man öfter trainiert.“




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