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Verlust von Fördergeldern droht – Stadtratsfraktionen uneins





Püttlingen
Püttlingen sucht einen neuen Zentrumsmanager
Verlust von Fördergeldern droht – Stadtratsfraktionen uneins

Von  Walter Faas, 
02. Dezember 2016, 02:00 Uhr
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Robert Knecht
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Reinhold Schmitt

„Zentrumsbüro vorübergehend geschlossen“, heißt es auf der Internetseite der Stadt Püttlingen. Verwaltung und Stadtrat tun sich hinter den Kulissen offenbar schwer, einen Nachfolger für den im September ausgeschiedenen Zentrumsmanager Harald Klyk zu finden.

„Wir dürfen keine Zeit verlieren, insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden Baustellen im Stadtgebiet“, sagt Robert Knecht von der CDU-Stadtratsfraktion. „Die Zeit drängt, sonst gehen der Stadt Zuschüsse verloren“, sagt Reinhold Schmitt von der SPD-Fraktion. Übereinstimmung mithin, doch noch ist keine Lösung in Sicht.

Die Rede ist vom zentralen Zentrumsbüro in der Stadt. 2012 wurde es eingerichtet, durch den früheren SR-Moderator Harald Klyk besetzt. Der 71-Jährige gab jedoch im September sein Amt aus verschiedenen Gründen auf (wir berichteten). Offiziell handelt es sich um ein Ehrenamt, einer früheren Verwaltungsvorlage ist aber zu entnehmen, dass es zuletzt eine Aufwandsentschädigung von 1000 Euro im Monat gegeben hatte (wäre, wie ebenfalls angedacht, ein Ingenieurbüro beauftragt worden, hätten sich die monatlichen Kosten, bei weniger Stunden, auf 1300 Euro belaufen).

„So schnell wie möglich die Stelle wieder besetzen!“ Dieses Ziel verordneten sich die Stadtverwaltung und die politischen Gremien quer durch die Fraktionen in Püttlingen. Gemeinsam brachte man früh (schon vor dem Ausscheiden Klyks) eine solche Ausschreibung auf den Weg, im Behördendeutsch ein „Interessenbekundungsverfahren“, mit dem man Interessenten für das Amt suchte.

Offenbar hat nur ein Bürger Interesse bekundet und sich beworben – da es sich um eine Personalangelegenheit aus einer nicht öffentlichen Sitzung handelt, kann der Name hier nicht genannt werden. Aber: „Der SPD Püttlingen hätte dieser Bewerber gefallen. Es handelt sich um einen Mann, der als Püttlinger Bürger die Stadt, ihre Bewohner und ihre Anliegen kennt und versteht“, sagt Reinhold Schmitt.

Die CDU-Ratsmehrheit, so die SZ-Recherchen, würde dagegen statt des erwähnten Einzelbewerbers lieber ein professionelles Planungsbüro in der Verantwortung sehen.

Dem Vernehmen nach handelt es sich um das Büro „Argus-Konzept“ aus Saarbrücken, das eine ähnliche Aufgabe in Lebach wahrnimmt und vorübergehend auch in Heusweiler die Tätigkeit übernommen hatte. In Püttlingen war die Agentur vor wenigen Jahren beim „Gemeindeentwicklungskonzept“ (Geko), eine Art Vorläufer des Zentrumsbüros, federführend gewesen. In nichtöffentlicher Sitzung wurde das Thema der Klyk-Nachfolge schließlich vertagt. An einer raschen Entscheidung sind aber offensichtlich alle interessiert. „Nur sollte sie bald gefällt werden, noch vor dem Jahreswechsel, denn sonst gehen der Stadt Fördergelder verloren, beispielsweise zur Finanzierung der Arbeiten in der Köllertalstraße“, resümiert Schmitt.

Zum Thema:

Hintergrund In Riegelsberg gibt es noch ein Zentrumsbüro (Marienstraße 1-3, mittwochs, 10-12 Uhr). Zentrumsmanager ist Hugo Kern (Agentur Kernplan, Illingen). In Heusweiler gab es ein von Argus-Konzept betriebenes Zentrumsbüro, das jedoch 2016 sang- und klanglos wieder geschlossen wurde. red



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