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Tobias Himbert geht für drei Jahre und einen Tag auf die Walz





Tobias Himbert geht für drei Jahre und einen Tag auf die Walz
Von SZ-Mitarbeiter Andreas Engel,  17. Januar 2013, 00:08 Uhr
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Stolz posiert der Köllerbacher Handwerksbursche Tobias Himbert (Mitte) mit seinen Mitwanderern Jens Genschow (links) und Andreas Sollinger für den Fotografen. Foto: Andreas Engel

Püttlingen. Tobias Himbert ist 30 Jahre und von Beruf Steinmetz. Am Samstag feierte der Handwerksgeselle die "Los-geh-Party" im Vereinshaus der Handballer in Püttlingen
Püttlingen. Tobias Himbert ist 30 Jahre und von Beruf Steinmetz. Am Samstag feierte der Handwerksgeselle die "Los-geh-Party" im Vereinshaus der Handballer in Püttlingen. Mit vielen anderen Gesellen aus ganz Deutschland, darunter Andreas Sollinger aus Lörrach und Jens Genschow aus einem kleinen Ort in Mecklenburg-Vorpommern, die ihn die ersten Monate auf der Walz begleiten werden, zieht der Püttlinger nun für drei Jahre und einen Tag los.

Aus dem Mittelalter stammt die Tradition der wandernden Handwerksgesellen. Regelrecht aus dem Haus gejagt habe man die Burschen damals, heißt es, auf dass sie sieben Jahre auf der Walz ihren Geist und Körper stählen und zum Meister ihres Handwerks werden.

Eine ganze Reihe von Bedingungen müssen die Handwerker erfüllen, um von den "Einheimischen" zugelassen zu werden, - die "Einheimischen" werden die Burschen genannt, die schon länger auf Walz sind. Alles dreht sich bei den Burschen um Tradition. Sie dürfen nicht älter als 31 Jahre sein, müssen den Gesellenbrief in der Tasche haben, kinderlos sein, unverheiratet und schuldenfrei. Wenn das alles erfüllt ist, erhalten sie die "Ehrbarkeit" und sind des Wanderns würdig.

Bei Tobias Himbert, der sein Handwerk bei den Steinmetzen von Hassdenteufel & Kasakow erlernt hat, hatten die Einheimischen keine Bedenken. Er wird nun in drei Jahren und einem Tag wieder in Köllerbach zurück erwartet, und wenn es nach der Tradition geht, dann wird der ganze Ort feiern. Bis dahin muss Himbert den 50-Kilometer-Bannkreis um seine Heimat respektieren.

Seine Eltern Birgit und Herbert Himbert verabschiedeten ihren Sohn mit gemischten Gefühlen: "Drei Jahre sind eine lange Zeit, wir werden ihn vermissen." "Drei Jahre sind eine lange Zeit, wir werden ihn vermissen."

Die Eltern von Tobias Himbert


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