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Ab der ersten Minute strömten die Besucher zur 29. Uhrenbörse des Freundeskreises alter Uhrmacherkunst





Köllerbach
Automatik – oder doch lieber von Hand aufziehen?
Ab der ersten Minute strömten die Besucher zur 29. Uhrenbörse des Freundeskreises alter Uhrmacherkunst

Von  Walter Faas, 
30. November 2016, 02:00 Uhr
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Uhrenbörse am Sonntag im Uhrmachers Haus in Köllerbach: Zu den Ausstellern zählte Gerd Kloß (Bildmitte). Foto: Jenal

Foto: Jenal
Zeitlos schön – bei der jüngsten Auflage der Uhrenbörse in Köllerbach übertrafen sich die Händler aus den unterschiedlichsten Ländern mit ihren Exponaten. Auch kleinere Geldbörsen kamen zu ihrem Recht.

Das Saarländische Uhrenmuseum in Köllerbach ist ein sehenswerter Ort, seit gut einem Vierteljahrhundert, ein Museum mit über 650 wertvollen Exponaten. Regelmäßig veranstaltet der Freundeskreis alter Uhrmacherkunst dort eine Uhrenbörse. Dann dreht sich alles um das zeitlos schöne Thema „Zeitmessung“.

Am ersten Adventssonntag ging die 29. Auflage über die Bühne. 25 Aussteller, aus Saar-Benelux, ein großer Besucheransturm von der ersten Minute an, Uhren zum Preis von zwei bis 2000 Euro, Werkzeuge, Ersatzteile, Literatur, Raritäten. Was gefällt am besten? „Schwer zu sagen“, sagt Dr. Dietmar Schuler vom Vorstand des Ausrichtervereines: „Dem einen gefällt die französische Barockuhr, dem anderen die sanddichte Wüstenuhr, weil er die sammelt.“

Einer, der seit 30 Jahren, vornehmlich in seiner elsässischen Heimat, sammelt, ist Francois Suhner. Unglaublich, wieviele Schlüssel zum Uhrenaufziehen, in zig-Größen, Suhner zum Verkauf anbietet, dazu Glöckchen, eiserne Zapfen fürs Kuckucksührle, filigran von Hand gearbeitete Zahnräder und so fort. Nebenan bietet einer Armbanduhren in allen Variationen an: „Außer digital, eher mit Handaufzug oder Automatikuhren, die durch den Blutkreislauf beeinflusst werden, passend zum feinen Abendkostüm der Dame, zur Arbeiterhand oder als Taschenuhr mit Stoppfunktion“, sagt er. Wanduhren, französische Pendulen mit aufwendigen Intarsien, Tischuhren, Küchenwecker aus den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts – das Spektrum ist riesengroß, das Interesse des Publikums auch. Schlau machen kann man sich auch in der angebotenen Literatur, etwa im Buch „1001 Armbanduhren“ oder „100 Jahre Entwicklungsgeschichte von Zeitmessern“. Eine Besonderheit, ein Büchlein für militärische Führungskräfte mit dem Titel „Truppenorientungsdienst – astronomische Richtungs- und Ortsbestimmung weltweit“ kostet 30 Euro.

Stellt sich die Frage: „Sind Uhren Wertanlagen?“ „Das kommt, wie beim Oldtimer, auf die Marke und das Modell an“, antwortet Klaus Hoffmann, ebenfalls vom Ausrichterverein. Und nennt Marken wie Patek-Philippe, Omega, „Rolex sowieso“, Jaeger de Culte oder Zodiac, das sind Schweizer Präzisionsuhren. Hoffmann: „Es gibt genug Sammler, die wissen: Diese Uhren steigen auf Dauer im Preis.“

uhrenmuseum.saarland.de

Zum Thema:

Auf einen Blick Das Saarländische Uhrenmuseum in der Engelfanger Straße 3 im Püttlinger Stadtteil Köllerbach ist sonntags und mittwochs von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet drei, ermäßigt 1.50 Euro. Sonderführungen können unter Telefon (0 68 98) 6 22 37 vereinbart werden. Aktuell zeigt das Museum, zu seinen rund 650 Dauerexponaten, noch bis Januar 2017 eine Sonderausstellung mit Eisenuhren vom 13. bis 18. Jahrhundert aus der Stahlregion Saar. et


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