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Gemeinde Kleinblittersdorf kann aber noch weiteren Wohnraum besorgen





Kleinblittersdorf
Bis zu 120 Flüchtlinge an die Obere Saar
Gemeinde Kleinblittersdorf kann aber noch weiteren Wohnraum besorgen

Von  Heiko Lehmann, 
02. Oktober 2015, 00:00 Uhr
Die Aufnahmekapazitäten in Kleinblittersdorf sind noch nicht erschöpft. Deswegen ist die Zwangsanmietung leerstehender Wohnungen dort kein Thema. Und die Vereine gehen auf die Leute zu, die schon da sind. An diesem Freitag sind alte und neue Bürger zum großen Backtag in Auersmacher eingeladen.


 
Was Flüchtlinge anbelangt, sehen die Verantwortlichen in Kleinblittersdorf ihre Gemeinde gut aufgestellt. „Wir haben 72 Flüchtlinge aufgenommen und sind damit absolut im Soll“, sagt Thomas Unold, der 1. Beigeordnete. Er leitete am Mittwoch in Abwesenheit des Bürgermeisters Stephan Strichertz die Sitzung des Gemeinderates. Bis Jahresende könnte die Zahl der Flüchtlinge in der Gemeinde auf 120 wachsen.

Unold: „Wenn die Kommunen aufgefordert werden, mehr Flüchtlinge aufzunehmen, könnten wir das auch stemmen. Wir könnten weitere Wohnungen zur Verfügung stellen.“

So ließe sich zum Beispiel im leerstehenden und noch vor nicht allzu langer Zeit renovierten Bliesransbacher Schulhaus Platz für Flüchtlinge schaffen.

Deswegen schließt Thomas Unold die Zwangsanmietung leerstehender Wohnungen aus. „Sollte das bekannte Kontingent an freien Wohnungen erschöpft sein, werden wir in der Bevölkerung noch gezielter nachfragen, ob noch Wohnungen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus haben wir noch gemeindliche Gebäude, die wir anbieten könnten.“

Nicht nur bei der Aufnahme von Flüchtlingen, auch bei deren Integration hat sich an der Oberen Saar bereits viel getan. Die ersten Flüchtlingskinder gehen in die Schulen.

Frauen sind mit ihren Kindern beim Mutter-Kind-Turnen des TV Auersmacher dabei, und die Altherrenabteilung des SV Auersmacher bietet Flüchtlingen die Möglichkeit, Fußball zu spielen.

In Bliesransbach half eine Flüchtlingsfamilie beim Umzug der Katholischen Öffentlichen Bücherei St. Lukas. Wie Ramona Dincher vom Büchereiteam berichtete „wäre der Umzug ohne die Hilfe der Familie nicht so reibungslos über die Bühne gegangen“. Ortsübergreifend geben die ehemaligen Lehrerinnen Ursula Strauß, Monika Justinger und Ulrike Rotter den neuen Bürgern Deutschunterricht. Für diesen Freitag hat Manfred Paschwitz aus Auersmacher einen Backtag organisiert. Im Backhaus bereiten die alten und die neuen Kleinblittersdorfer gemeinsam Köstlichkeiten zu. Paschwitz findet: „Die Integration der Flüchtlinge klappt sehr gut. Es gibt keine Berührungsängste. Das Backen könnte also ein großer Spaß für alle werden.“

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