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Schön schaurig: Halloween-Fest im Erlebnisbergwerk Velsen





Großrosseln
Schriller Spuk im dunklen Schacht
Schön schaurig: Halloween-Fest im Erlebnisbergwerk Velsen

Von  Beatrix Hoffmann, 
03. November 2015, 00:00 Uhr
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Die Kinder unter den Erlebnisbergwerk-Besuchern kamen gut gerüstet zur Halloween- Nacht: Hier kämpft ein Junge mit leuchtendem „Zauber“-Schwert gegen das Gruseln an. Foto: Becker & Bredel Foto: Becker & Bredel
Zum dritten Mal hatte der Verein Erlebnisbergwerk Velsen am Samstag ein Halloween-Fest im alten Lehrstollen organisiert. Die Gäste waren so zahlreich, dass sie nur pulkweise Einlass bekamen. Wer dann drin war, konnte sich gründlich gruseln.
Amerika lässt grüßen. Kaum ist die urdeutsche Oktoberfestzeit rum, da ist mit Halloween auch schon die nächste Gelegenheit zum Verkleiden gekommen. Also raus aus dem Dirndl, rein in den Gespensterfummel und auf nach Velsen. Zum dritten Mal bevölkern Totengräber, Sensenmänner, Gerippe, Hexen mit grünen Gesichtern und lila Haaren und feuerrote Teufel das Erlebnisbergwerk. Die Bäume vor dem Bergwerk tragen Augen. Weiße Gespenster schaukeln im Geäst. Eine kleine gelbe Bahn rattert übers Gelände. Das Wetter ist fies. Aber das passt, schließlich sind wir zum Gruseln da, nicht für die Gemütlichkeit.

Rund 50 Mitglieder des Vereins Erlebnisbergwerk sind bei dieser Veranstaltung am Werk. Mehr als die Hälfte ist maskiert. Und zur Unterstützung beim Leute-Erschrecken ist der Karnevalsverein Die Beele's aus Ludweiler angerückt.

„Jeder geht individuell durch. Der Weg ist ausgeschildert. Sie können so lange drin bleiben, wie Sie wollen. Viel Spaß“, lautet die Instruktion am Ticketschalter. Mit Beginn der Dämmerung geht es los. Die Geisterbahn erwacht zum Leben.

Damit es drinnen nicht übervoll wird, lässt man die Besucher pulkweise ein. Familien mit Kindern drängeln sich vor dem Tor. Jung wie alt im Kostüm. Magier mit hohen Hüten, zwielichtige Gestalten mit zotteligen Haaren, schöne Vampire im Flatterumhang.

Jeder bekommt einen Helm mit Licht auf und eine Taschenlampe in die Hand. Der Schacht ist stockdunkel. Die Besucher wirken wie Irrlichter. „Also geradeaus!“, ermuntert ein Besucherbegleiter. Särge mit flackernden Grablichtern und blutige Gemälde ziehen vorbei. Die Geräuschkulisse bietet so ziemlich alle Elemente, die wir aus Kriminal- und Horrorfilmen kennen: Kaltes Lachen, Glockenschläge aus dem Nichts, ein gellender Schrei. Es stöhnt, scheppert, röhrt und röchelt.

Über zwei Etagen, unten die Fußstrecke und oben die Kopfstrecke, geht der Gespensterparcours. Man weiß, es ist alles ein großer Spaß. Trotzdem ist einiges ziemlich gruselig. So bieten die beiden untoten Kinder, die Hand in Hand mit bleichen Gesichtern durch die Nacht spazieren und uns gleich zu Anfang im Bergwerk begegnen, ein Bild zum Fürchten. Auch der gesichtslose Kapuzenmann, der nur wenige Schritte weiter an der Wand lehnt, ist nicht ohne. Zum Glück gibt es nach dem Geisterbahnbesuch Herzerwärmendes: Kürbissuppe und Kinderpunsch.



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