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Schwieriges Bergbau-Erbe





Schwieriges Bergbau-Erbe
Von SZ-Redakteur Bernhard Geber,  18. Februar 2013, 00:12 Uhr
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Preußisch: Die reizvolle Tagesanlage der Grube Velsen, 1915 erbaut (hier der Mittelturm des Verwaltungsbaus), ist gut in Schuss. Fotos (2): Iris Maurer
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Die Dampffördermaschine des Schachts Gustav II gehört zu den technischen Kostbarkeiten des Velsener Gruben-Ensembles.
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Volker Etgen links (verdeckt) führt Besucher durch den Lehrstollen. Hier bohrt gerade Cetric Schmitt im Streckenvortrieb. Foto: Jenal

Großrosseln/Velsen. Seit der Übernahme durch den gleichnamigen Verein schreibt das Erlebnisbergwerk Velsen eine Erfolgsgeschichte. Rund 5000 Besucher wollten seit 1. April vergangenen Jahres das frühere Lehrbergwerk kennen lernen. Seit diesem Zeitpunkt bietet der Vorstand rund um den früheren Steiger Volker Etgen Führungen an. Sorgen macht sich der Verein aber um die Zukunft
Großrosseln/Velsen. Seit der Übernahme durch den gleichnamigen Verein schreibt das Erlebnisbergwerk Velsen eine Erfolgsgeschichte. Rund 5000 Besucher wollten seit 1. April vergangenen Jahres das frühere Lehrbergwerk kennen lernen. Seit diesem Zeitpunkt bietet der Vorstand rund um den früheren Steiger Volker Etgen Führungen an. Sorgen macht sich der Verein aber um die Zukunft. Der Mietvertrag mit der RAG Montan Immobilien (RAG MI) als Grundstückseigentümer ist nur bis Ende des Jahres gültig. Der Verein möchte die Anlage kaufen. Das RAG-Tochterunternehmen ist zum Verkauf bereit. Es besteht aber, wie Rudolf Krumm, Repräsentant des Unternehmens an der Saar, erläutert, auf einer "insolvenzsicheren Lösung". Denn, so Krumm in einem SZ-Redaktionsgespräch in Völklingen: "Wenn der Verein sich eines Tages auflösen sollte, fällt die Last wieder an uns zurück." Die RAG MI denkt deshalb an einen Dreiecksvertrag, in den das Land eingebunden ist. Zunächst sollen von einem Gutachter die Abrisskosten geschätzt werden, die der RAG durch den Verkauf erspart blieben. Dann könnte der Verein kaufen. Gleichzeitig würde eine Vereinbarung mit dem Land getroffen. Das Land erhielte hier von der RAG den ermittelten Sparbetrag unter der Maßgabe, dass es dann für Probleme gerade steht.

Doch in Velsen gibt es nicht nur das Erlebnisbergwerk, sondern vor allem auch die denkmalwürdige Tagesanlage. Es ist noch unklar, wo die Reise hingeht, denn das erwartete "große" Denkmal-Gutachten für das Land steht noch aus. Nebenan hat sich mit dem Carreau Wendel bereits ein überregional beachtetes Bergbaumuseum entwickelt. Rudolf Krumm sieht die Chance in einem anderen Profil. Velsen könne so die Geschichte des deutsch-französischen Bergbaus, "vielleicht auch der deutsch-französischen Aussöhnung am Beispiel des Bergbaus", darstellen. Und sich zum Bindeglied zwischen Völklinger Hütte und Carreau Wendel entwickeln. Vielleicht sei im Umfeld dann auch Platz für Dinge wie ein Motorradmuseum. Aber eines ist laut RAG-Pressesprecher Karlheinz Pohmer klar: "Wir können als subventioniertes Unternehmen selbst keine Denkmalpflege betreiben." Krumm: "Wir würden die Immobilie zum bestmöglichen Preis verkaufen und dem Käufer die ersparten Abrisskosten mitgeben."

< Weiterer Bericht folgt

Hintergrund

Anfang der 60er Jahre förderte das Bergwerk Velsen mit einer Belegschaft von 3100 Berglauten noch rund 4500 Tonnen Kohle pro Tag. 1965 verlor die Grube ihre Selbstständigkeit (zu Gunsten des neuen Bergwerks Warndt) und wurde als Förderstandort stillgelegt. Gebäudeteile einschließlich Förderturm sind noch bis heute erhalten. Neben der früheren Grube entstand die Abfallverbrennungsanlage Velsen. er




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