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Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken: Klinik St. Josef bleibt aber erhalten





Dudweiler
Geburtshilfe in Dudweiler schließt
Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken: Klinik St. Josef bleibt aber erhalten

09. Oktober 2014, 00:00 Uhr
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Strukturelle Veränderungen kommen auf das Krankenhaus St. Josef zu. Archiv-Foto: Iris Maurer Foto: Iris Maurer
Schon vor dreieinhalb Jahren war geplant, Frauenklinik und Geburtshilfe im Dudweiler Krankenhaus St. Josef zu schließen. Wenige Monate später wurde Entwarnung gegeben. Doch nun steht die weit über die Grenzen des Landes beliebte Einrichtung tatsächlich vor dem endgültigen Aus.
Eingetroffen ist jetzt, was seit Tagen gerüchtehalber unter der Belegschaft die Runde machte: Frauenklinik und Geburtshilfe im Krankenhaus St. Josef Dudweiler werden dicht gemacht, und zwar in der ersten Hälfte des kommenden Jahres. Sie ziehen um in die Klinik St. Theresia auf dem Rastpfuhl. Das bestätigte auf SZ-Anfrage Rafael Lunkenheimer, Geschäftsführer der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken (cts). Gemeinsam mit der Pflegedirektorin Ursula Hubertus, Susanne Klein, Projektmanagement, und Mustafa Deryal, Chefarzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an beiden Standorten, wurden in einer eilig einberufenen Sitzung die Gründe hierfür der SZ am Mittwoch dargelegt.

Vor allem, so Lunkenheimer und Deryal, gehe es bei der Zusammenlegung für die werdenden Mütter und ihre Babys ,,um die größtmögliche Sicherheit“, die man nur noch an einem einzigen Standort durch fachärztliche Betreuung gewährleisten könne. Durch einen sich mehr und mehr abzeichnenden Mangel an gynäkologischen Fachkräften sei eine Betreuung rund um die Uhr in Dudweiler nicht mehr gegeben. Risiken wolle man vermeiden und damit auch ein ,,Organisationsverschulden“. Vor allem betreffe dies die Frühgeburten. In St. Theresia sei beste Ausstattung in jeglicher Hinsicht gegeben. Rafael Lunkenheimer betonte überdies ausdrücklich, dass für die cts ,,der Standort Dudweiler in keinster Weise zur Diskussion steht“. Man wolle durch die jetzt angekündigte Maßnahme ,,den Bestand langfristig garantieren“. Im Übrigen seien ,,viele Synergieeffekte zu erwarten“. Platz habe man in St. Theresia auch genügend, Umbauarbeiten würden demnächst beginnen. Betroffen sind zwölf Vollzeitkräfte in der Pflege und dreieinhalb Stellen bei den festangestellten Hebammen. Sie können wählen, so Klein und Hubertus, ob sie die Arbeitsstelle wechseln oder in Dudweiler bleiben wollen. Klein: ,,Wir werden niemanden zwingen, nach St. Theresia zu gehen.“ Die vier in Dudweiler betroffenen Ärzte ziehen derweil auf den Rastpfuhl um. Auch mit den Beleghebammen habe es schon ein Gespräch gegeben. Man habe ihnen das Angebot unterbreitet mitzugehen.

Bereits vor dreieinhalb Jahren war beabsichtigt, die Geburtsklinik in St. Josef zu schließen (SZ vom 23. März 2011). St. Josef und St. Theresia wurden zum Verbundkrankenhaus vereint. Zu diesem Zeitpunkt ging es ums wirtschaftliche Überleben, wie der damalige Geschäftsführer Hans-Joachim Backes betonte. Bündelung der Kräfte in Pflege und Medizin sowie erhöhte Effizienz im Verwaltungsbereich wurden angestrebt. Im Hintergrund stand der härtere Wettbewerb, dem insbesondere kleinere Krankenhäuser ausgesetzt seien, wie Backes erklärte.

Nun geht in Dudweiler eine Ära zu Ende, die mit Einführung der sogenannten sanften Geburt Mitte der 1980-er Jahre begann. Dr. Hans Schales, ehemals Chefarzt in St. Josef, machte das Krankenhaus dadurch weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus bekannt. Heute praktiziert er als Arzt in Simbabwe und hilft den Ärmsten der Armen.
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