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Entsorgungsverband baut neue Kläranlage in Elversberg – Projekt kostet 3,3 Millionen Euro





Elversberg
Sauberes Wasser für das Ruhbachtal
Entsorgungsverband baut neue Kläranlage in Elversberg – Projekt kostet 3,3 Millionen Euro

14. Oktober 2015, 00:00 Uhr
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Hans Albert Lauer (SPD), Landtagsmitglied Tobias Hans (CDU), Kreisbeigeordneter Karlheinz Müller, Bürgermeister Reiner Pirrung und der EVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker beim offiziellen Spatenstich zum Neubau der Kläranlage in Elversberg. Foto: Willi Hiegel Foto: Willi Hiegel
Mehr als fünf Jahrzehnte hat die Kläranlage in der Straße „An der Eisernen Brück“ in Elversberg ihren Dienst getan. Nach langer Planungs- und Abstimmungsphase kann jetzt der Bau einer neuen Anlage am alten Standort beginnen.


 
Der Entsorgungsverband Saar (EVS) hat am Montag offiziell mit dem Bau einer neuen Kläranlage in Elversberg begonnen. Zum offiziellen Spatenstich „An der Eisernen Brück“ waren Vertreter des Verbandes, der Kommunal- und Landespolitik sowie Bürger gekommen.

EVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker betonte, dass es nach einer langen Findungsphase nun endlich losgehen könne. Allerdings handele es sich um eine „schwierige Baustelle“, so Ecker. „Wir müssen hier im laufenden Betrieb bauen.“ Und das in einem recht „empfindlichen Gebiet“. Das gereinigte Wasser fließt direkt in den Ruhbach. Deshalb sei auch hier die sogenannte vierte Reinigungsstufe ein großes Thema. „In dieser Stufe werden Rückstände, zum Beispiel von Arzneimitteln und Kontrastmitteln herausgeklärt“, so Ecker. Diese Stufe koste richtig Geld, werde aber immer wichtiger, weil sich die unerwünschten Stoffe sonst über das Wasser nach und nach in der Nahrungskette anreicherten. Der Zweckverband könnte laut Ecker mittelfristig 30 bis 40 Anlagen mit der Technik für die vierte Reinigungsstufe ausrüsten.

Bürgermeister Reiner Pirrung freute sich über den „wichtigen Startschuss“. Die Maßnahme bilde den Abschluss für mehrere Großbauwerke der überörtlichen Abwasserentsorgungrund um Spiesen-Elversberg. Bei allen Projekten habe sich der EVS als zuverlässiger Partner erwiesen. Als vorbereitende Baumaßnahme sei bereits ein großer Hauptsammler gebaut worden. Dieser wird bei Starkregen das Kanalnetz und die Kläranlage entlasten. Trotz der Freude über den Baubeginn gab es auch kritische Worte vom Bürgermeister. „Die Maßnahme begleitet mich schon meine komplette Amtszeit. Die Sache war vor Jahren schon in trockenen Tüchern.“ Nicht nur in Spiesen-Elversberg, sondern bundesweit seien in vielen Fällen lange Planungs- und Genehmigungsphase – auch aufgrund vieler Änderungen in der Rechtsprechung – für wesentliche Verzögerungen verantwortlich. Pirrung freute sich daher umso mehr, dass die Genehmigungen zum Bau von Neuem am alten Standort vorliegen. Der neue Bau werde sich laut Planung viel besser in die Landschaft einfügen, auch sei mit einer deutlich geringeren Geruchsbelästigung zu rechnen. Beschwerden über unangenehme Gerüche habe es immer wieder gegeben.

Konkrete Daten zum geplanten Bau lieferte EVS-Projektleiter Dirk Luxenburger. Die vorhandene Anlage war 1964 in Betrieb gegangen. „Sie entspricht natürlich nicht mehr dem aktuellen Stand“, so Luxenburger. Deshalb werde der EVS an dieser Stelle rund 3,3 Millionen Euro in einen Neubau investieren. Die neue Anlage soll künftig die Abwässer von 3400 Einwohnern reinigen können. „Zurzeit wird der Verbau für ein großes Kombibecken errichtet“, so Luxenburger zum aktuellen Stand. Darauf wird ein Zulaufgebäude mit Sandfang und Rechen folgen. „Erst nach einem erfolgreichen Probebetrieb wird dann die alte Anlage abgerissen.“ Im Sommer 2017 soll die neue Anlage fertig sein. Dort wird das Wasser dann mechanisch und biologisch gereinigt und nachgeklärt. Durch einen Mess- und Regelschacht fließt es dann in Richtung Ruhbach. Und dort – so die Verantwortlichen – kommt es nur an, wenn es wirklich sauber ist.

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