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Weitere 14 Bewohner der „Häuser im Eichenwäldchen“ finden neues zu Hause in der Sämannstraße





Ottweiler
Schwesternverband zieht um
Weitere 14 Bewohner der „Häuser im Eichenwäldchen“ finden neues zu Hause in der Sämannstraße

red,  01. Dezember 2016, 02:00 Uhr
Die Vorfreude ist groß, die Aussichten gut: 14 Menschen mit Behinderung und/oder psychischer Beeinträchtigung ziehen mit dem Schwesternverband in den nächsten Tagen um in die Sämannstraße.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Anfang Dezember ist es endlich so weit. Weitere 14 Bewohner der „Häuser im Eichenwäldchen“ werden von Ottweiler nach Neunkirchen in die Sämannstraße umziehen. Alle sind gespannt und schon voller Vorfreude auf den Umzug, so heißt es in der Pressemitteilung des Schwesternverbandes. Es wird gepackt und aussortiert. So stehen bereits jetzt die Umzugskartons auf dem Bereich. Eine große Veränderung steht an für alle beteiligten Klienten und Mitarbeiter, so auch für Elke Regitz.

Die 51-jährige Heilerziehungspflegerin wird als Betreuungskraft nach Neunkirchen wechseln. Künftig wird sie an zwei Standorten tätig sein, in den „Wohngruppen Unterer Markt“, die sich bereits seit zwei Jahren in Neunkirchen befinden, und ab Dezember in den neuen „Wohngruppen Sämannstraße“.

Ihre Arbeit beim Schwesternverband, dem Träger der Einrichtungen, hat Elke Regitz 1984 nach dem Schulabschluss mit einem Praktikum begonnen. Dem schloss sie die Ausbildung zur Krankenpflegehelferin in den „Häusern im Eichenwäldchen“, einer Einrichtung für Menschen mit verschiedenen Behinderungen, an. „Damals gab es für mich als Frau nur drei Ausbildungsmöglichkeiten: Einen Beruf im Büro, im Verkauf oder im Gesundheitswesen. Ich wollte nicht den ganzen Tag im Büro sitzen und auch nicht im Verkauf arbeiten.

Also habe ich mich für einen pflegerischen Beruf entschieden“, erklärt Regitz die Beweggründe für ihre Berufswahl. „Eine Ausbildung im Gesundheitswesen war damals im Trend.“ Sie hat viele Freunde, die ebenfalls in der Branche arbeiten.

Elke Regitz kann sich noch gut an ihre erste Zeit in den „Häusern im Eichenwäldchen“ erinnern: „1984 war das Gebäude, in dem ich gearbeitet habe, ein bunt eingerichteter Neubau.“ Auch das Team sei neu und groß gewesen. Das habe ihr gefallen. Allerdings konnte sie sich als junge Frau nicht vorstellen, ihr Leben lang in der Einrichtung zu arbeiten.

Geblieben ist sie dann doch über drei Jahrzehnte und hat sich ständig fort- und weitergebildet, hat die Möglichkeiten, welche der Schwesternverband bietet, mit Interesse angenommen. So hat sie dann auch beim Schwesternverband die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin sowie weitere sonderpädagogische Zusatzausbildungen absolviert. Bereut hat sie ihre Berufswahl nie.

Dem bevorstehenden Umzug und dem damit verbundenen Wechsel ihres Arbeitsplatzes steht sie positiv gegenüber: „Neunkirchen ist ja nicht so weit weg“, sagt Regitz, die in Steinbach wohnt. „Obwohl der Fahrtweg mit acht Kilometern etwas länger ist.“ Die Heilerziehungspflegerin pendelt schon jetzt zwischen zwei Einsatzorten: den „Häusern im Eichenwäldchen“ und den „Wohngruppen Unterer Markt“ in Neunkirchen. Hier leben seit 2014 ebenfalls Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Ab Dezember wird sie dann in wechselnden Schichten in beiden Neunkircher Wohngruppen des Schwesternverbands tätig sein.

Elke Regitz freut sich vor allem für die Bewohner, die künftig zentraler in der Kreisstadt leben werden und dadurch viel mehr Möglichkeiten und Freiräume zur persönlichen Entfaltung erhalten. Auch die räumliche Situation verbessert sich, da den Bewohnern jeweils ein Einzelzimmer im Gebäude zur Verfügung steht.

Zum Thema:

Hintergrund: Die „Wohngruppen Sämannstraße“ sind ein weiterer Schritt im Dezentralisierungsprozess der „Häuser im Eichenwäldchen“. Der Schwesternverband modernisiert die Wohn- und Betreuungsangebote für Menschen mit Behinderung und/ oder einer psychischen Beeinträchtigung und richtet diese Angebote an den neuesten Standards aus. Hierzu werden, unterstützt durch die Aktion Mensch, kleinere, in die jeweilige Stadt oder Gemeinde integrierte Einrichtungen geschaffen, die in einem Verbund organisiert sind. So wurde beispielsweise auch das „Wohnen für Kinder und Jugendliche“ in Ottweiler im Jahre 2013 sowie die „Wohngruppen Unterer Markt“ ermöglicht. In den kommenden Jahren stehen noch weitere Schritte zur Verbesserung der Lebensqualität und Wahlmöglichkeiten von und für Menschen mit Behinderungen an. Neben einer Neubaumaßnahme auf dem Gelände der „Häuser im Eichenwäldchen“ werden bis Ende 2018 im Landkreis Neunkirchen noch zwei weitere Einrichtungen umgesetzt werden. red


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