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"Wir lieben dieses Stadion"





"Wir lieben dieses Stadion"
Von SZ-Mitarbeiter Bernhard Schäfer,  05. Oktober 2012, 00:10 Uhr
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten. nk-Roll_Up_Ellenfeld_Foto._9974

Top-Stimmung: Zu den Hoch-Zeiten der Borussia waren im Neunkircher Ellenfeld-Stadion alle Plätze besetzt. Manche Zuschauer wichen sogar aufs Dach aus.Foto: Borussia Neunkirchen

Neunkirchen. Das Ellenfeldstadion wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Würdig gefeiert wurde dieses besondere Jubiläum am Dienstagabend in der Sporthalle der Borussia direkt neben der "alten Dame" Ellenfeld. Die ersten Spiele im fußballerischen Wettstreit mit bedeutenden Städten aus dem deutschen Reich wurden auf dem Borussen-Sportplatz 1912 ausgetragen
Neunkirchen. Das Ellenfeldstadion wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Würdig gefeiert wurde dieses besondere Jubiläum am Dienstagabend in der Sporthalle der Borussia direkt neben der "alten Dame" Ellenfeld. Die ersten Spiele im fußballerischen Wettstreit mit bedeutenden Städten aus dem deutschen Reich wurden auf dem Borussen-Sportplatz 1912 ausgetragen.

In den darauf folgenden Jahren und Jahrzehnten entwickelte sich aus dem einstigen Sportplatz mit Aschebelag ein Stadion, das es bis zur bundesliga-tauglichen Spielstätte schaffte. Hier erlebten Zehntausende Zuschauer spannende Duelle gegen Clubs aus ganz Europa und Spiele der Bundesliga. Heute gilt das Ellenfeld als eines der schönsten Stadien im Südwesten Deutschlands, das noch aktiv bespielt wird.

Alle Festredner am Jubiläumsabend stellten besonders die starke emotionale Bindung der vielen Fans und Zuschauer in den Vordergrund ihrer Ausführungen. Auch Oberbürgermeister Jürgen Fried kann sich noch gut an jene Sonntage erinnern, als die Borussia vor Tausenden Zuschauern gegen den Erzrivalen Saarbrücken antrat.

Doch der Zahn der Zeit hat am Ellenfeld genagt. Dringende Sanierungsarbeiten stehen an. Ein besonderer Höhepunkt bei der Jubiläumsfeier war die offizielle Vorstellung des Buchs "100 Jahre Ellenfeld - Vom Borussia-Sportplatz zum Erinnerungsort". Die beiden Autoren Tobias Fuchs und Jens Kelm verfassten mit dem über 190 Seiten starken Buch ein Erinnerungswerk. "Wir lieben dieses Stadion", lautet die spontane Antwort von Tobias Fuchs auf die Frage nach dem Anlass für das Buch. "Dieses Stadion hat so ein Buch einfach verdient", bekräftigte Autor Kelm. Beide betonten, dass das Buch ohne die vielen Helfer und Gastautoren nicht möglich gewesen wäre.

Zur Finanzierung des Buches haben auch über 300 Buchpaten beigetragen. Ihnen sind die ersten drei Seiten des Werkes gewidmet. Nachzulesen sind in dem Buch auch viele fast vergessene Geschichten. So wie die Geschichte des "vergessenen Retters" der Borussia, des jüdischen Kaufmanns Herzberger. Durch dessen persönlichen Einsatz wurde die Borussia 1932 vor dem Ruin gerettet. Drei Jahre später floh Herzberger vor den Nazis, starb dann 1941 auf der Flucht wegen fehlender medizinischer Hilfe.

Das Buch ist in allen Neunkircher Buchläden und im Borussenheim für 24,90 Euro zu kaufen. Der Erlös fließt in die Sanierung des Ellenfeld-Stadions.


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