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Er war ein großer Musiker und Fachmann für Musikelektronik – sein Urteil war gefragt, selbst sein Kollege Ritchie Blackmore baute auf ihn





Neunkirchen
Blues-Gitarrist Jürgen Rath starb im Alter von 57 Jahren
Er war ein großer Musiker und Fachmann für Musikelektronik – sein Urteil war gefragt, selbst sein Kollege Ritchie Blackmore baute auf ihn

18. Oktober 2016, 02:00 Uhr
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Jürgen Rath mit einer für ihn gebauten Gitarre im Stratocaster-Stil mit ausgefeilten (scalloped) Bünden. Foto: JR & The Screamers

Foto: JR & The Screamers

Die saarländische Musikszene trauert um Jürgen Rath. Der 57-Jährige ist in der Nacht auf Sonntag an plötzlichem Herzversagen gestorben. Rath war über vier Jahrzehnte als Gitarrist in der saarländischen Musikszene aktiv und spielte zuletzt in den Formationen Blies Blues Band, die er vor mehr als 30 Jahren mitgründete, Big Jim & The Twins, JR & The Screamers und Smokin' Strings. Noch am Samstagabend stand Rath in Wadern auf der Bühne, später starb er in seiner Wohnung in Neunkirchen, die er sich mit seiner Lebensgefährtin teilte. „Ich kenne nur meine Arbeit“, sagte der 1959 geborene Neunkircher 2010 in einem Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung, „ich bin ein glücklicher Mensch.“ Auch abseits der Bühne drehte sich in Raths Leben vieles um die Musik. Er ist Erfinder des Rath-Amps, eines in Fachkreisen geschätzten Gitarrenverstärkers, entwickelte Musikelektronik- und Equipment für größere Firmen wie Hughes & Kettner und Vintage-Amp.

„Jürgen war immer gut gelaunt und hilfsbereit. Zu ihm konnte jeder kommen, wenn er ein Problem hatte. Er war ein Mensch, wie es nur wenige gibt“, sagt Martin „Magman“ Müller, Musiker bei Stompin' Heat und langjähriger Freund von Jürgen Rath.

„Wir stehen alle unter Schock“, sagt Rudolf „Gulli“ Spiller, der mit Rath in mehreren Bands spielte. Ein akribischer Arbeiter sei er gewesen, stets rast- und ruhelos in Sachen Musik unterwegs. Wie hoch Raths Fachwissen geschätzt wurde, verdeutlicht Spiller mit einer Anekdote: „Wann immer Gitarrist Ritchie Blackmore von Deep Purple in Deutschland war und Probleme mit seiner Anlage hatte, rief er nur einen an: Jürgen. Aber es war Jürgens Art, sein gutes Verhältnis zu Blackmore stets im Verborgenen zu halten.“ Jürgen Rath hinterlässt zwei erwachsene Söhne und seine Lebensgefährtin.



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