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Berufsakademie zeichnet Besten in dualen Studiengängen aus





Neunkirchen
Meilenstein der Karriere
Berufsakademie zeichnet Besten in dualen Studiengängen aus

Von  Sebastian Ostendorf, 
30. November 2016, 02:00 Uhr
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Sascha Luxenburger (von links), Tamara Rosemarie Ockfen, Lukas Knob, Thomas Fries, Jessica Gabriel und Kim Leinen sind 2016 die Jahrgangsbesten der ASW-Berufsakademie. Foto: Thomas Seeber

Foto: Thomas Seeber
Die ASW-Berufsakademie überreichte 162 Bachelorabsolventen in der Gebläsehalle in Neunkirchen ihre Urkunden. In diesem Jahr gibt es sogar sechs Jahrgangsbeste in den vier dualen Studiengängen.

„Die ASW-Berufsakademie hat eine steile Entwicklung durchgemacht“, resümiert ihr Präsident Helmut Krauser. Vor 25 Jahren bot die private Akademie als erste Bildungseinrichtung ein duales Studium an. „1991 hatten wir gerade einmal 44 Studenten“, erzählt Krauser. Pünktlich zu ihrem Jubiläum könne die Akademie auf 2500 Absolventen zurückblicken. Gestern kamen 162 neue Abgänger hinzu. Betriebswirte, Wirtschaftsinformatiker, Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieure erhielten in der Gebläsehalle Neunkirchen nach drei Jahren des Rackerns ihre Bachelor-Urkunden.

Andreas Metz, Dieter Hofbauer und Thomas Kunz, Studienleiter der Technik, Wirtschaftinformatik und Betriebswirtschaft, zeichneten die Absolventen aus. „Dieses Jahr haben wir gleich sechs Jahrgangsbeste. In der Betriebswirtschaft haben zwei Auszubildende mit Noten über 1,3 abgeschlossen“, sagte Metz. Geehrt wurden Jessica Gabriel und Kim Leinen. Auch in der Wirtschaftsinformatik setzte sich ein Duo durch: Thomas Fries und Lukas Knob sind in diesem Jahr die Besten. Tamara Rosemarie Ockfen sticht im Studiengang Maschinenbau heraus. Sascha Luxenburger glänzt als bester Wirtschaftsingenieur.

Vielen Absolventen war anzumerken, dass sie ihre Entscheidung, an der ASW zu studieren, keineswegs bereuen. Mit dem Leben anderer Studenten hatte das Leben der ASW-Abgänger wenig gemein. „Wir hatten weder überfüllte Vorlesungssäle oder schlechtes Mensa-Essen. Ab Mittwoch bis zum Wochenende durchzufeiern war wegen der knappen Zeit nicht drin“, erzählt die Klassensprecherin der Maschinenbauer, Cathy Schömer. Die Studenten waren das ganze Jahr über voll eingespannt, in den Betrieben zu arbeiten und an der Berufsakademie zu büffeln. „Graue Theorie war Fehlanzeige. Bei jedem noch so schwierigen Thema konnten uns Professoren und Lehrkräfte mit praktischem Sachverstand helfen“, lobt Kim Leinen. Das geregelte Einkommen sei auch nicht zu verachten. Auf die faule Haut wollten sich die meisten aber nicht legen. „Wir werden auch in unseren Berufen weiter lernen“, sagt Leinen. Die Studenten schätzen ihre berufliche Zukunft als glänzend ein.

Heino Klingen, der Geschäftsführer der IHK des Saarlandes, teilte diese Ansicht. Der Festredner betonte, dass der Arbeitsmarkt nach Berufsanfängern dürstet, die betriebliche Abläufe planen, Maschinen bauen und programmieren können. Klingen ließ es sich nicht nehmen, die Werbetrommel für das Saarland zu rühren. „Die Bevölkerung schrumpft und die Zahl der Schulabgänger ist rückläufig“, sagte Klingen. Zugleich habe das Saarland aber zahlreiche mittelständische Betriebe, die Nachwuchskräfte brauchen. „Sie haben bei uns im Land beste berufliche Perspektiven“, rief er den Absolventen entgegen.

Obwohl die Feier insgesamt durch Zuversicht geprägt war, gab es auch nachdenkliche Töne. In einer Schweigeminute erinnerte der Studienleiter der Betriebswirtschaftslehre, Thomas Kunz, an seinen verstorbenen Studenten Phillipp Backes. Der junge Mann war im Juni tödlich verunglückt. „Er wäre an diesem Abend unser 163. Absolvent gewesen“, sagte Kunz.

asw-berufsakademie.de

 

Zum Thema:

 

Auf einen Blick ASW-Berufsakademie: Das private Bildungsinstitut bietet Studenten einen dreijährigen Bachelor in den Fächern Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen an. Das Studium ist dual aufgebaut. Die Studenten lernen die fachliche Theorie an der Schule, um sie dann in den Berieben anzuwenden, die mit der Akademie kooperieren. Die ASW konnte große Arbeitsgeber als Ausbildungsbetriebe gewinnen. So bieten im Rahmen des Studiums Saarstahl, Bosch oder die Karlsberg Brauerei Ausbildungen an. Zu ihrer Gründung 1991 war die Einrichtung auf dem Eschberg in Saarbrücken angesiedelt. Sie verlegte ihren Standort nach St. Ingbert, um 2014 nach Neunkirchen umzuziehen. Dort studieren heute 455 junge Menschen. red



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