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2. Ringer-Bundesliga West: ASV Hüttigweiler wird in der Abschlusstabelle Fünfter





Hüttigweiler
Das Wagnis ist gelungen
2. Ringer-Bundesliga West: ASV Hüttigweiler wird in der Abschlusstabelle Fünfter

Von  Benno Weiskircher, 
30. Dezember 2016, 02:00 Uhr
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Mihai Esanu (in Blau) gehörte wie seine beiden moldawischen Landsleute zu den Hüttigweiler Leistungsträgern. In seiner ersten Zweitliga-Saison fuhr er zur Freude von ASV-Trainer Christoph Gall (rechts, sitzend) viele Punkte ein, wie hier gegen den Heusweiler Dimitar Dimitrov. Foto: fred kiefer

Foto: fred kiefer
Nach einem schlechten Saisonstart mit vielen Verletzungen hat sich der ASV Hüttgweiler noch bis auf Platz fünf vorgekämpft. Das jüngste Team der 2. Liga West setzte dabei erfolgreich auf den eigenen Nachwuchs. Und der lässt auch für die Zukunft hoffen.

Eine turbulente Saison mit vielen Höhen und Tiefen liegt hinter dem ASV Hüttigweiler. Zu den Höhepunkten der Hüttigweiler Zweitliga-Ringer sind die Podiumsplätze bei den deutschen Meisterschaften zu zählen. Die ASV-Eigengewächse Steven Ecker (Gold), Mathis Jochum (Silber) und Till Bialek (Bronze) sammelten einen kompletten Medaillensatz bei den nationalen Titelkämpfen. Nach seiner Silbermedaille beim Croatia-Cup wurde Steven Ecker von Bundestrainer Mike Bullmann in den Bundeskader der Kadetten berufen und für die Welt- und Europameisterschaften nominiert. Mit zahlreichen Siegen und Podiumsplätzen bei international besetzten Turnieren machten weitere ASV-Athleten immer wieder auf sich aufmerksam und sammelten wertvolle Erfahrungen. Damit konnte der ASV vermehrt die Früchte seiner jahrelangen Arbeit im Jugendbereich ernten.

Die ASV-Verantwortlichen haben sich seit Jahren zum Ziel gesetzt, den eigenen Nachwuchs in die Zweitliga-Staffel und die Oberliga-Mannschaft einzubauen. In der abgelaufenen Saison wurden erstmals verstärkt Jugendliche in den beiden Mannschaften eingesetzt. „Es war ein Wagnis, aber es ist gelungen, obwohl für die Nachwuchsringer die Trauben noch hoch hängen“, sieht Aktiventrainer Christoph Gall den Verein auf dem richtigen Weg.

Mit den beiden 16-jährigen Luca Reinshagen und Steven Ecker und den beiden 14-jährigen Mathis Jochum und Luca Taibi wurde der Umbruch in der ersten Mannschaft eingeläutet. Sie ergänzen damit die erfolgreichen und bundesligaerfahrenen Mathias Schwarz (25) und die Brüder Jan (25) und Till Bialek (23). Verstärkt wurde der ASV durch die Ion Soilita (18), den punktbesten ASV-ler Mihai Esanu (22), Denis Balaur (27), Stilian Naydenov (25) und Murad Gadjumuradov (20).

Damit stellte der ASV das jüngste Team in der 2. Ringer-Bundesliga West. Doch es gab auch immer wieder Rückschläge. Die Verletzungen von Jannik Parisi, Mathis Jochum und des moldawischen Ausnahme-Ringers Denis Balaur schwächte den ASV in der Vorrunde enorm. Mit Balaurs Einsatz in der Rückrunde kamen auch die Erfolge zurück, und Hüttigweiler belegte am Ende noch einen zufriedenstellenden fünften Tabellenplatz.

Für die zweite Mannschaft des ASV, die KG Hüttigweiler/Schiffweiler, verlief die Saison in der Oberliga Saar ähnlich. Immer wieder mussten Athleten an die Bundesliga-Staffel abgegeben werden. So wurde um die bundesliga-erfahrenen Danny Hippchen, Robert Schmitt und Tim Schreiner der eigene Nachwuchs in die Oberligamannschaft eingebaut. Bemerkenswert ist dabei das Engagement des 47-jährigen Giuseppe Taibi, der sich immer wieder in den Dienst der Mannschaft stellte. Nach einer mäßig verlaufenen Vorrunde zeigte das Team in der Rückrunde seine wahre Stärke und sammelte noch eifrig Punkte, die zum sechsten Rang in der Abschlusstabelle ausreichten.

Im Jugendbereich ist die E-Jugend das Aushängeschild. „Die Jüngsten sind im Saarland überragend“, bestätigte ihr Trainer Jürgen Weiskircher, der von Hermann Bennoit und Thomas Reinshagen unterstützt wird. „Wir sind in allen Altersklassen gut besetzt“, sagt Gall. Er und Trainer-Kollege Jürgen Weiskircher sehen den Einzelmeisterschaften zu Beginn des neuen Jahres daher auch zuversichtlich entgegen.

asv08huettigweiler.de

Zum Thema:

Hintergrund Der ASV Hüttigweiler muss kommende Saison statt in der 2. Ringer-Bundesliga West in der Bundesliga antreten. Grund ist die Ligen-Reform des Deutschen Ringer-Bundes (DRB). Da in dieser Saison nur acht Vereine in der Bundesliga kämpften, soll es ab kommendem Jahr keine 2. Liga, aber dafür eine Bundesliga in mehreren regionalen Staffeln geben. Bis zum Stichtag vor einer Woche hatten sich dafür 24 Vereine beworben. Die vier DM-Halbfinalisten ASV Nendingen, SV Weingarten, KSV Aalen und KSV Ispringen wollen dagegen wie der VfK Schifferstadt lieber in der „Deutschen Ringer-Liga“ (DRL) antreten, die sich gerade in der Gründung befindet, mitringen. Die Klasseneinteilung soll am 14. Januar endgültig geregelt werden. Damit die Ligen halbwegs ausgeglichen sind (bisher ist der Leistungsunterschied groß), soll eine Etat-Obergröße eingeführt werden. Mit gemischten Gefühlen haben auch die Hüttigweiler Zweitliga-Konkurrenten KV Riegelsberg und AC Heusweiler ihre Unterlagen für die Bundesliga abgegeben. Alle drei sehen sich eher als Zweitligisten und befürchten finanzielle Probleme. cor/red


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