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Vom Museum zum wissenschaftlichen Dienstleister

27.03.2013 00:15
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten. nk-schul_9551

Das Foto zeigt eine Lesung mit Wolfgang Brenner im vergangenen Jahr, vorne stehend: Professor Horst Schiffler. Foto: privat

Ottweiler. In Ottweiler feiert man in dieser Woche 20 Jahre Schulmuseum. Am Freitag, 26. März 1993, versammelte sich im Foyer des Ottweiler Anton-Hansen-Schulzentrums eine große Festgesellschaft, um ein besonderes Ereignis zu begehen: die feierliche Eröffnung des Saarländischen Schulmuseums
Ottweiler. In Ottweiler feiert man in dieser Woche 20 Jahre Schulmuseum. Am Freitag, 26. März 1993, versammelte sich im Foyer des Ottweiler Anton-Hansen-Schulzentrums eine große Festgesellschaft, um ein besonderes Ereignis zu begehen: die feierliche Eröffnung des Saarländischen Schulmuseums. Als Schulmeister Bakel im schwarzen Gehrock stimmten der damals an der Schule tätige Musiklehrer Rainer Sticher und sein Schulchor mit der Kantate "Der Schulmeister" von Georg Philipp Telemann auf das Thema der Veranstaltung ein. Seinen Festvortrag begann der Initiator und für die Museumskonzeption Verantwortliche, Professor Horst Schiffler, mit der Frage: "Noch ein Museum - Muss das sein?". Mit einleuchtenden Argumenten konnte er zeigen, dass in der rasant sich wandelnden Welt gerade auch ein Museum, das ein Gegenstandsfeld betrifft, mit dem jeder eine beachtliche Strecke seines Lebens in prägendem Kontakt war, einen unverzichtbaren Platz in der Kulturlandschaft beanspruchen darf. Die vergangenen 20 Jahre Schulmuseumsgeschichte konnten diese Antwort bestätigen, wie es jetzt in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus heißt, verfasst von Professor Horst Schiffler.

Über 150 000 Besucher haben seither die Gelegenheit genutzt, bis in weit zurückreichende Epochen der Geschichte der Schule auf anschauliche und lebendige Weise begegnen zu können. Auch wenn die Zahl der Schulklassenbesuche durch die demografische Entwicklung in den letzten Jahren geringer geworden ist, hat das Schulmuseum einen Stammplatz unter den saarländischen Museen erlangt.

Den Status der Gründungszeit hat die Einrichtung in vielfacher Hinsicht hinter sich gelassen: Am 15. September 1996 wurde der Schulhausrundweg, der die Geschichte der Schulhausentwicklung seit dem 18. Jahrhundert an originalen Beispielen in der Stadt aufzeigt, eröffnet und in das Museumskonzept integriert; die Dauerausstellung wurde erweitert, mit Computeranimationen bereichert und durch ein interaktives Programm, in dem sich Kinder handelnd mit schulgeschichtlichen Phänomenen beschäftigen können, ergänzt. Zahlreiche Sonderausstellungen präsentierten spezielle Themen. Die Sammlung vergrößerte sich, wurde in den Magazinen neu geordnet, dazu seit vier Jahren digital erfasst und durch das Portal Digi-Cult in Bild und Text weltweit zugänglich gemacht. So verbinden inzwischen wissenschaftliche Dienstleistungen das Saarländische Schulmuseum mit Museen und Forschungseinrichtungen weit über Deutschland hinaus. Schulgeschichtliche Vorträge und inzwischen 18 einschlägige Fachaufsätze des Museumsleiters, die auch im Internet zugänglich sind, unterstreichen den wissenschaftlichen Anspruch des Museums.

Auch das Gebäude hat sichtbare und unsichtbare Veränderungen erfahren. Nach außen unauffällig waren energetische Sanierungsmaßnahmen in den letzten fünf Jahren mit einem Kostenaufwand von 30 000 Euro, die ausschließlich durch Spenden aufgebracht wurden. In der Goethestraße unübersehbar ist die von der Stadt Ottweiler vorgenommene Außensanierung, die nicht nur aus ästhetischen Gründen erforderlich war. red

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