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Ottweiler

Sucht im Alter ist oft schwer zu erkennen

Eine Fachtagung des Schwesternverbandes in Ottweiler beleuchtete verschiedene Aspekte


Von red, 27.09.2013 00:00
„Sucht im Alter – Zwischen Schutz und Selbstbestimmung“ war die Fachtagung des Schwesternverbandes überschrieben. Die Referenten thematisierten Problemfelder wie Faktoren, die eine Sucht fördern, die Wechselwirkungen von Rauschmitteln mit Medikamenten oder auch rechtliche Aspekte.
Rund 150 Gäste konnte Thomas Dane, Vorstandsvorsitzender des Schwesternverbandes, unlängst bei der Fachtagung „Sucht im Alter – Zwischen Schutz und Selbstbestimmung“ begrüßen, heißt es in einer Pressemitteilung des Schwesternverbandes. Im Ottweiler Schlosstheater stellte Dr. Ulrich Frey vom SHG-Klinikum in Idar-Oberstein zunächst die verschiedenen Suchtmittel und Drogen sowie deren Wirkung vor.



Soziale Beziehungen sind wichtig

Dr. Rosalinde Adeline Fehrenbach führte Faktoren auf, die im Alter eine Sucht fördern, zum Beispiel der Verlust des Partners oder sozialer Beziehungen sowie das Ende des Berufslebens und damit auch eine Art Status- beziehungsweise Sinnverlust. Schwierig sei, dass der Körper im Alter Suchtmittel wie Alkohol langsamer abbaue, weshalb dies für Senioren gefährlich sein könne. Zudem sei eine Sucht im Alter oft schwer zu erkennen, da sie dem Erscheinungsbild von Alterserkrankungen sehr ähnele.

Dr. Martin Kaiser vom SHG-Klinikum Merzig stellte die Begleiterkrankungen beziehungsweise die Wechselwirkungen vor, die bei einer Sucht im Alter verstärkt auftreten. Diese würden eventuell durch notwenige ärztlich verordnete Medikamente verstärkt. Christina Valente-Welsch, Pflegedienstleiterin im „Haus St. Barbara“ in Rehlingen-Fremersdorf, warf einen Blick aus pflegerischer Sicht auf das Thema. Simone Theis von der „Suchtselbsthilfe Saar“ stellte die Möglichkeiten dieser Einrichtung vor. Am Nachmittag betrachtete Professor Robert Rossbruch das Thema auch aus der rechtlichen Perspektive.



Individuelle Hilfe

Ulrike Huber, Vorsitzende des Fachbeirates des Schwesternverbandes, fasste abschließend zusammen, dass es im Umgang mit Suchtkranken in Einrichtungen der Pflege eines sehr individuellen Vorgehens bedarf.
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