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Gemeinsam für Marc, aber auch für andere: Nach Waderner Aktion wird Christian Arend als Spender entdeckt





Wadern
Selbstlose Hilfe für einen Fremden
Gemeinsam für Marc, aber auch für andere: Nach Waderner Aktion wird Christian Arend als Spender entdeckt

Von  Erich Brücker, 
15. Mai 2015, 00:00 Uhr
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Helfen ist für ihn ein Lebensziel: Christian Arend Foto: Erich Brückner Foto: Erich Brückner
Für den an Blutkrebs erkrankten Marc Barbian konnte bei der Stammzellentypisierung in Wadern kein Spender gefunden werden. Aber für einen Engländer war sie wichtig: Ihm konnte Christian Arend helfen.


 
Die Registrierungsaktion im Namen des heute 36-jährigen Marc in der Stadthalle Wadern ermöglichte eine erste Überlebenschance! Über 1000 Menschen sind am 16. November vergangenen Jahres dem Aufruf von Familie Barbian und Bürgermeister Jochen Kuttler gefolgt und haben sich als potenzielle Stammzellspender in die DKMS aufnehmen lassen.

Dank dieser Registrierungsaktion konnte nun, keine sechs Monate später, ein passender Spender für einen Blutkrebspatienten gefunden werden. Die Initiatorin der Aktion und Schwester von Marc freut sich riesig über diese Nachricht: „Natürlich erfahren wir nicht, wer es ist, aber wir danken dieser Person, dass sie zu unserer Aktion gekommen ist und nun Hoffnung auf ein längeres und eventuell gesundes Leben schenkt!“, schreibt sie auf Facebook.

Beim Schreiben dieser Nachricht rechnete Mareike Barbian nicht damit, dass der Erstspender aus der Aktion diesen Eintrag lesen und sich direkt mit ihr in Verbindung setzen würde!

Als der 27-jährige Christian Arend vergangenes Jahr von der Registrierungsaktion für Marc erfuhr, war für ihn sofort klar, dass er sich registrieren lassen möchte. Selbst als Löschbezirksführer und Jugendwart bei der Feuerwehr engagiert, ist es für ihn, wie er sagt, eine Selbstverständlichkeit, anderen Menschen zu helfen. Diese Entscheidung entpuppte sich nun als Überlebenschance – zwar nicht für Marc, aber für einen anderen Blutkrebspatienten: Ende April spendete Christian Arend nämlich Stammzellen für einen 64-jährigen Engländer. „Es gibt hier nichts, wovor man Angst haben muss. Um ehrlich zu sein habe ich, bestimmt wie viele andere auch, Schlimmeres erwartet. Ich war echt positiv überrascht, wie schnell und einfach alles ablief. Die Betreuung vor, während und auch im Anschluss an die Spende sind vorbildlich. Für mich steht fest, dass ich es jederzeit wieder tun würde“, so Christian Arend.

1027 Menschen ließen sich bei dem Aufruf im vergangenen Jahr in Wadern bei der DKMS registrieren und stehen seitdem allen Blutkrebspatienten weltweit als potenzielle Lebensretter zur Verfügung. Dieser Erfolg ist den vielen engagierten Helfern, Vereinen, Sponsoren, Spendern und Organisatoren zu verdanken, ohne deren tatkräftige und ausdauernde Unterstützung eine solch reibungslose Registrierungsaktion mit einem so schönen Ergebnis nicht möglich gewesen wäre.

„Wir möchten uns nochmal ganz herzlich bei allen bedanken, die uns bei unserer Aktion unterstützt haben, angefangen bei der DKMS, die diese Aktion überhaupt möglich gemacht hat, dem THW, der Feuerwehr Wadrill, dem Malteser Hilfsdienst, bei Bürgermeister Jochen Kuttler, der Stadt Wadern allgemein, bei den Helfern in allen Bereichen, allen, die Sach- und Geldspenden geleistet haben und natürlich all denen, die unsere Veranstaltung besucht haben“, spricht Mareike Barbian ihren Dank aus. Für ihren Bruder Marc, der nach wie vor gegen den Blutkrebs kämpfen muss, der aber noch keinen Spender gefunden hat, drücken alle Beteiligten weiterhin die Daumen.

Dank der großen Hilfsbereitschaft der Waderner konnten mittlerweile insgesamt 30 546,71 Euro an Geldspenden gesammelt werden. Das ist ein überaus großer Erfolg! Trotzdem sind die Kosten für die Aktion noch immer nicht vollständig gedeckt. Weitere Spenden sind deshalb willkommen.

Spendenkonto bei der Volksbank Saar-West eG, IBAN: DE78591902001435920205, BIC: GENODE51SLS
 

 

Zum Thema:

HintergrundDie DKMS-Family ist mit über 5 227 000 registrierten Stammzellspendern der weltweit größte Dateienverbund. Täglich werden durchschnittlich 17 DKMS-Spendern Stammzellen entnommen. Dennoch kann für viele Patienten kein geeigneter Spender gefunden werden. Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele in die Datei aufnehmen lassen. ebwww.dkms.de.


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