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Pendler beklagen fehlende Beleuchtung auf Parkplätzen





Merzig
Strategiepapier soll Licht ins Dunkel bringen
Pendler beklagen fehlende Beleuchtung auf Parkplätzen

Von  Jana Freiberger, 
18. Oktober 2016, 02:00 Uhr
Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) erarbeitet zurzeit mit dem Wirtschaftsministerium ein Konzept für die Beleuchtung saarländischer Mitfahrerparkplätze – der Sicherheitsgedanke stehe im Vordergrund.

39 Mitfahrerparkplätze hat der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) im Saarland angelegt – sechs davon im Landkreis Merzig-Wadern. Berufspendler haben so die Möglichkeit, ihr Auto gebührenfrei an Kreuzungen wichtiger Bundesstraßen und Autobahn-Auffahrten abzustellen und den Weg zur Arbeit mit einer Fahrgemeinschaft zurückzulegen. Die Umwelt profitiert von dem verminderten Verkehrsaufkommen, die Pendler sparen Geld.

Doch wer nach Abstellen des Autos die Straße überqueren muss, begibt sich häufig in Gefahr. Zebrastreifen? Fehlanzeige. Und wer davon ausgeht, dass die Parkplätze bei Dunkelheit mit Licht versorgt werden, liegt falsch. Meistens gilt: Es bleibt dunkel.

So auch in der Gemeinde Perl. Bereits vor zwei Jahren hatte eine Leserin über die fehlende Beleuchtung auf einem der beiden Mitfahrerparkplätz in der Gemeinde geklagt (wir berichteten). Die Nutzer der Parkplätze sind frühmorgens und abends auf ihren Tastsinn oder auf die Taschenlampe ihres Smartphones angewiesen. Für die Beleuchtung, und damit auch die Sicherheit der Pendler scheint sich niemand verantwortlich zu fühlen. Eine andere Leserin machte nun darauf aufmerksam, dass der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) zurzeit dabei ist, den Startpunkt für Fahrgemeinschaften in Nennig umzugestalten. Eigentlich eine gute Gelegenheit, neue Leitungen zu verlegen und eine Beleuchtung anzubringen – und für einen Zebrastreifen zu sorgen.

 

Ergebnisse noch im Oktober

Der LfS erklärte auf SZ-Anfrage, dass zurzeit gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium ein Strategiepapier erarbeitet werde, das sich mit der Beleuchtung von Mitfahrerparkplätzen im Saarland beschäftige. Doch ein Zebrastreifen sei im Rahmen der Umgestaltungsarbeiten nicht vorgesehen. Wenn ein Zebrastreifen nötig sei, werde er von der Straßenverkehrsbehörde angeordnet.

 

Das Wirtschaftsministerium bestätigte auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung, dass Ministerin Anke Rehlinger (SPD) bereits vor einigen Wochen eine landesweit angelegte Konzeption für die Beleuchtung saarländischer Mitfahrerparkplätze in Auftrag gegeben habe. Der Landesbetrieb arbeite an der Ausarbeitung, noch im Oktober würden die Ergebnisse vorgestellt werden. „Der Sicherheitsgedanke steht bei der Konzeption im Vordergrund“, heißt es aus dem Ministerium. Aber der Bedarf sei natürlich nicht an allen Orten in gleicher Weise dringlich.

Die Gemeinde Perl verwies auf SZ-Nachfrage auf die Zuständigkeit des LfS. „Unserem Kenntnisstand nach werden auf dem Parkplatz Nennig Vorbereitungen getroffen, um nach der Sanierung eine Beleuchtung anbringen zu können“, fügte der Beigeordnete Ernst Rudolf Ollinger hinzu. Momentan liegen die beiden Parkplatz in der Gemeinde aber noch im Dunkeln.


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